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	<title>Balam IX</title>
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	<description>Online Magazin mit Themen zu Geschichte, Kulturanthropologie und Archäologie</description>
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		<title>Projekte der Ancient Cultures Research Society</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 09:10:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit der Gründung im Jahre 1990 verfolgt eine Organisation namens &#8220;Ancient Cultures Research Society&#8221; kurz: ACRS, das Ziel die Erforschung, Erhaltung und Konservierung von kulturellen Gütern zu fördern und den Missbrauch wie u.a. den Handel mit archäologischen Gütern zu verhindern. In den 21 Jahren hat sich mittlerweile bei der ACRS einiges getan. Zunächst als einfacher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Gründung im Jahre 1990 verfolgt eine Organisation namens &#8220;Ancient Cultures Research Society&#8221; kurz: ACRS, das Ziel die Erforschung, Erhaltung und Konservierung von kulturellen Gütern zu fördern und den Missbrauch wie u.a. den Handel mit archäologischen Gütern zu verhindern. In den 21 Jahren hat sich mittlerweile bei der ACRS einiges getan. Zunächst als einfacher Verein gegründet, setzte man zunächst eine Zeit darauf, ebenfalls parawissenschaftliche Aspekte zu betrachten. So wurden viele zweifelhafte archäologische Funde in Frage gestellt und entsprechend kommentiert. Danach folgte ab dem Jahr 2000 ein vermehrter Fokus auf kulturanthropologische Aspekte.</p>
<h2>Maya Huipiles &amp; andere Forschungsprojekte</h2>
<p>Nach vielen Mittel- und Südamerika Reisen der Mitglieder kam man zum Schluss, dass Kulturanthropologie, aber auch die physische Anthropologie in der ACRS stärker berücksichtigt und unter dem Begriff &#8220;Anthropology&#8221; zusammengefasst werden sollten. Seither bestehen einige langjährige Projekte, wie unter anderem das Forschungsprojekt zu Maya Huipiles aus der Region Guatemala, mit dem sich ein Mitglied seit vielen Jahren beschäftigt. Die Projektleiterin, die ursprünglich selbst aus Guatemala stammt, hat sich seit Jahren für eine umfangreiche Kleidungssammlung von authentischen Maya Gewändern eingesetzt. Das Resultat überzeugt: Aus allen Regionen Guatemalas haben sich Kleidungsstücke angesammelt, darunter einige wirkliche &#8220;Originale&#8221; wie sie selbst sagt, da sie aus ihrer eigenen Familie stammen. Noch heute werden in Maya Familien Huipiles weitervererbt, damit diese teils wertvollen handgemachten Stücke, in Erinnerung an den verstorbenen Ahnen in Ehre bewahrt werden. Solche Traditionen sind nichts ungewöhnliches, zeigen aber auch, wie sensibel die Thematik ist. So finden es viele Indigene überhaupt nicht angebracht, dass häufig solche Maya Erbstücke auf dem Markt unter anderem an Touristen verkauft werden. Es handle sich dabei um eine reine Profitgier, betont eine moderne Mayafrau. Das Bewahren alter Traditionen stehe über alle dem und es sei sehr wichtig, dass die Ahnen in Ehre gehalten würden. Wir sind modern und leben heute in einer globalisierten Wirtschaftswelt. Gerade deshalb können und dürfen wir unsere Wurzeln nicht verlieren, sondern müssen umso stärker auf diese beharren. In Mexiko zeigt sich ein ähnliches Bild: Heute gilt die Maya Kultur in Mexiko in einigen touristischen Gebieten wieder als anerkannt. Während früher Maya Minderheiten unterdrückt und verfolgt wurden, versucht man heute diese stärker touristisch zu vermarkten &#8211; mit Erfolg. Viele Mayas stehen jedoch auch diesen Neuerungen kritisch gegenüber. Doch viele wissen sich zu helfen und haben bereits seit Jahren die moderne Huipiles Produktion auf Vordermann gebracht. Es werden nun nicht mehr traditionelle Kleidungen verkauft, sondern eine neue Art von &#8220;modernisierter Mayakleidung&#8221;, die von den authentischen Kleidern aus vergangenen Jahren abweicht und vielmals auch maschinell hergestellt wird. Als Expertin weiss jedoch die ACRS Projektleiterin Originale von solchen &#8220;modernen Imitationen&#8221; gut zu unterscheiden. Die Touristen hingegen kaufen die Kleider auf dem Markt wie bisher und haben den Eindruck ein echtes Huipile Original zu besitzen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnte die vermehrte maschinelle Produktion von Maya Kleidung auch auf den Kleidungsstil der Indigenen auswirken. Doch dafür sei die Rückbesinnung auf alte Wurzeln erneut zu stark geworden, meint die Forschungsleiterin. Viele schätzen und erkennen wieder den Wert der Huipiles, auf denen selbst jedes kleinste Symbol eine spirituell und rituelle Bedeutung hat.</p>
<p>Mehr zur ACRS &#8211; Ancient Cultures Research Society finden Sie hier:<br />
<a href="http://www.acr-society.org">http://www.acr-society.org</a></p>
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		<title>Archäologische Reisen</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 13:20:06 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Was denken Sie dabei, wenn Sie das Wort &#8220;Archäologische Reisen&#8221; hören? Immer mehr Reiseanbieter im Internet bieten Abenteuerreisen oder eben solche archäologisch wertvolle Reisen an. Doch nicht alle bieten, was Sie versprechen. Wir haben uns umgeschaut noch DER archäologischen Reise. Fündig wurden wir bei der Jet Reisen AG, einem Schweizer Reiseanbieter aus Luzern, der uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was denken Sie dabei, wenn Sie das Wort &#8220;Archäologische Reisen&#8221; hören? Immer mehr Reiseanbieter im Internet bieten Abenteuerreisen oder eben solche archäologisch wertvolle Reisen an. Doch nicht alle bieten, was Sie versprechen. Wir haben uns umgeschaut noch DER archäologischen Reise. Fündig wurden wir bei der <a href="http://www.jetrundreisen.ch">Jet Reisen AG, einem Schweizer Reiseanbieter aus Luzern</a>, der uns zum Thema Archäologie und Abenteuer nur eins empfahl: &#8220;Machen Sie eine Reise nach Guatemala oder Mexiko und Sie werden historisch und archäologisch nicht enttäuscht sein&#8221;. Gesagt, getan. So machten wir uns auf den Weg nach Mittelamerika, um uns vom Fundstätten Angebot selbst zu überzeugen. Auf unserem Reiseplan standen mehrere bekannte Sites wie Tikal, Chichen Itza, Tulum, Coba etc.</p>
<p>Schliesslich gelangten wir nach einem längeren Flug an unser Ziel unserer Träume und verbrachten 11 Tage und 10 Nächte im schönen Zentralamerika. Wie uns Jet Reisen erklärte, können wir selber entscheiden, ob wir eine Mietwagen Rundreise machen möchten, oder doch lieber eine geführte Rundreise. Wir entschieden uns für Letzteres &#8211; bequem wie wir sind. Unsere Rundreise hiess &#8220;das Erbe der Mayas&#8221; &#8211; was eigentlich schon vor dem Abflug grundsätzlich überzeugend klang. Doch als wir die ersten Ruinenstädte erblickten, wussten wir: Hier sind wir richtig!</p>
<h2>Unsere Reiseroute im Überblick</h2>
<p>Guatemala Stadt &#8211; Antigua &#8211; Panajachel &#8211; Atitlan See &#8211; Chichicastenango &#8211; Guatemala Stadt &#8211; Flores &#8211; Tikal &#8211; San Ignacio &#8211; Belize Zoo &#8211; Altun-Ha &#8211; Orange Walk &#8211; Chetumal &#8211; Bacalar &#8211; Tulum &#8211; Coba &#8211; Chichen Itza &#8211; Merida &#8211; Uxmal &#8211; Celestun &#8211; Cancun / Riviera Maya</p>
<h2>Das Reiseprogramm im Detail</h2>
<p><strong>Tag 1: Ankunft in Guatemala Stadt &#8211; Transfer zu Ihrem Stadthotel</strong><br />
<strong>Tag 2: Guatemala Stadtrundfahrt &#8211; Transfer nach Antigua Guatemala</strong><br />
<strong>Tag 3: Antigua Stadtführung &#8211; Panajachel am Atitlán See</strong><br />
<strong>Tag 4: Panajachel &#8211; Chichicastenango Marktbesuch &#8211; Panajachel</strong><br />
<strong>Tag 5: Panajachel &#8211; Bootsausflug nach Santiago Atitlán &#8211; Panajachel &#8211; Guatemala Stadt</strong><br />
<strong>Tag 6: Guatemala Stadt &#8211; Flores &#8211; Tikal &#8211; San Ignacio /Belize</strong><br />
<strong>Tag 7: San Ignacio &#8211; Belize Zoo &#8211; Altun Ha &#8211; Chetumal</strong><br />
<strong>Tag 8: Chetumal &#8211; Bacalar &#8211; Tulum</strong><br />
<strong>Tag 9: Tulum &#8211; Coba &#8211; Chichen Itza &#8211; Merida</strong><br />
<strong>Tag 10: Merida &#8211; Uxmal &#8211; Celestun &#8211; Merida</strong><br />
<strong>Tag 11: Merida &#8211; Cancun / Riviera Maya</strong></p>
<h2>Unser Fazit</h2>
<p>Sowas machen wir garantiert wieder! Das Reisebüro in Luzern hat uns wirklich überzeugt. Falls Sie auch einmal eine solche tolle Reise buchen möchten, dann empfehlen wir:</p>
<p>Jet Reisen<br />
Kontakt: Roly Petermann<br />
<a href="http://www.jetrundreisen.ch">http://www.jetrundreisen.ch</a><br />
<a href="http://www.jetreisen.ch">http://www.jetreisen.ch</a></p>
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		<title>Archäologie in der antiken Welt – eine kurze Chronik von wichtigen Ereignissen</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 20:43:38 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Archäologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Francesco Petrarca beschwert sich über die Zerstörung und Verschleuderung von Kulturgut von Rom (Paoli) Flavio Biondo redigiert 1446 seine Roma Instauratae unter Papst Eugen IV. Es ist eine topographische Beschreibung Roms. Leon Battista Alberti erstellt unter Papst Nikolaus V. die frühste neuzeitliche Vermessung Romas (Descriptio urbis Romae). Pirro Ligorio führt ab 1549 im Auftrag von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Francesco Petrarca beschwert sich über die Zerstörung und Verschleuderung von Kulturgut von Rom (Paoli)</p>
<p>Flavio Biondo redigiert 1446 seine Roma Instauratae unter Papst Eugen IV. Es ist eine topographische Beschreibung Roms.</p>
<p>Leon Battista Alberti erstellt unter Papst Nikolaus V. die frühste neuzeitliche Vermessung Romas (Descriptio urbis Romae).</p>
<p>Pirro Ligorio führt ab 1549 im Auftrag von Ippolito d&#8217;Este Ausgrabungen in der Villa Hadrians bei Tivoli durch und erstellt um 1553 die ersten Pläne von antiken Gebäuden in Rom (Schnapp).</p>
<p>1594 &#8211; 1600 &#8211; Erste Reste von Pompeji entdeckt.</p>
<p>1688 &#8211; Beginn der Ausgrabungen in Herculaneum.</p>
<p>1738 &#8211; Inschrift vom &#8220;Theatrum Herculanensem&#8221; wird entdeckt.</p>
<p>1748 &#8211; Beginn der Grabungen in Pompeji</p>
<p>1786 &#8211; William Jones erkennt die genetische Verwandtschaft zwischem dem Sanskrit und dem Griechischen, Lateinischen Gottischen und Keltischen.</p>
<p>1798 &#8211; 1799 &#8211; Napoleons Ägypten-Feldzug. 1809 &#8211; 1822 Description e l&#8217;Egypte.</p>
<p>1802 &#8211; Grotefend entziffert die altpersische Keilschrift.</p>
<p>1822 &#8211; Champillon entziffert die Hieroglyphenschrift.</p>
<p>1835 &#8211; Rawlinson entziffert die altpersische und babylonische Keilschrift.</p>
<p>1842 &#8211; Paul E. Botta, ein französischer Arzt gräbt in Ninive.</p>
<p>1843 &#8211; 1846 &#8211; Botta gräbt in Khorsabad den Palast Sargons II. (712-705 BC) aus.</p>
<p>1849 &#8211; Austen Henry Layard (1817 &#8211; 1894), ein englischer Diplomat, findet in Ninive die Bibliothek von Assurbanipal, die aus 20&#8217;000 Tontafeln besteht. In den 60er Jahren entziffert George Smith die akkadischen und summerischen Texte.</p>
<p>1871 &#8211; Heinrich Schliemann beginnt in Troja zu graben.</p>
<p>1874 &#8211; 1876 &#8211; Schliemann gräbt in Mykene.</p>
<p>1900 &#8211; Arthur Evans beginnt in Knossos zu graben.</p>
<p>1917 &#8211; Hrozny. Die Sprache der Hethiter, ihr Bau und ihre Zugehörigkeit zum indogermanischen Sprachstamm.</p>
<p>1923 &#8211; Entdeckung des Grabes von Tutenchamun.</p>
<p>1952 &#8211; Kathleen Kenyon beginnt die Ausgrabungen in Jericho.</p>
<p>1953 &#8211; Ventris entziffert Linear B (mykenisches Griechisch).</p>
<p>1961 &#8211; Mellaart beginnt die Ausgrabungen in Catal Hüyük (Frühneolithikum).</p>
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		<title>Archäologie in der Schweiz &#8211; eine Chronologie</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2010/09/archaologie-in-der-schweiz-eine-kurzechronik/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 20:28:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Um 1440 erwähnt die Chronik von Königsfelden erstmals die Entdeckung von Mosaiken und anderen Altertümern. 1582-1589 &#8211; Untersuchung des Augster Theaters. Erster Plan wird erstellt. 1786 &#8211; Architekt Ritter führt im Auftrag der Berner Regierung in Avenches Sondierungen durch, nachdem Lord Spencer Compton dort gegraben hatte. 1824 &#8211; wird das Museum von Avenches gegründet. 1832 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um 1440 erwähnt die Chronik von Königsfelden erstmals die Entdeckung von Mosaiken und anderen Altertümern.</p>
<p>1582-1589 &#8211; Untersuchung des Augster Theaters. Erster Plan wird erstellt.</p>
<p>1786 &#8211; Architekt Ritter führt im Auftrag der Berner Regierung in Avenches Sondierungen durch, nachdem Lord Spencer Compton dort gegraben hatte.</p>
<p>1824 &#8211; wird das Museum von Avenches gegründet.</p>
<p>1832 &#8211; Grabung in einem Grabhügel Burghölzli, Zürich. Publikation durch Ferdinand Keller.</p>
<p>1841 Die &#8220;Kommission zur Untersuchung und Beschreibung der in hiesiger Gegend vorkommender Alterthümer&#8221; öffnet mehrere Grabhügel im Hardwald.</p>
<p>1854 &#8211; Entdeckung des Pfahlbaus in Obermeilen.</p>
<p>1849 &#8211; 1851 &#8211; Entdeckung des Massenfundes in der Tiefenau (Bern, Engehalbinsel).</p>
<p>1856 &#8211; Entdeckung des Pfahlbaus von Mosseedorf und der steinzeitlichen Bauern.</p>
<p>1857 &#8211; Entdeckung von La Tène am Neuenburger See.</p>
<p>1904 &#8211; 1906 &#8211; Ausgrabung von Münsingen-Rain (Gräberfeld).</p>
<p>1911 &#8211; Beginn der Ausgrabungen in Basel-Gasfabrik.</p>
<p>1950 &#8211; 1952 &#8211; E. Vogt gräbt in Egolzwil 3.</p>
<p>1950 &#8211; 1963 &#8211; Guyan gräbt in Thayngen-Weier.</p>
<p>1954 &#8211; 1964 &#8211; E. Vogt gräbt Egolzwil 4 aus.</p>
<p>1961 &#8211; Beginn der Grabungen in Sion-Petit Chasseur (neolithische Gräber).</p>
<p>1964 &#8211; Beginn der grossen Ausgrabungen in der Bucht von Auvernier.</p>
<p>1974 &#8211; 1976 &#8211; Ausgrabungen von Twann (neolithische Ufersiedlungen)</p>
<p>1981 &#8211; 1984 &#8211; Tauchgrabungen Zürich-Kleiner Hafner (Neolithikum)</p>
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		<title>Teotihuacan und die geheimnisvolle Kammer</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 19:51:57 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Mexico City / Mexiko &#8211; Nach achtmonatigen Grabungsarbeiten haben mexikanische Archäologen 12 Meter unterhalb des Tempels der &#8220;gefiederten Schlange&#8221; (Quezalcoatl) in der Ruinenstadt Teotihuacán einen Tunnel entdeckt, der zu zahlreichen Kammern führt. Jetzt hoffen die Archäologen bei der Öffnung der Kammern auf die Gebeine der einstigen Herrscher der sagenumwobenen Stadt zu stoßen und damit zahlreiche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-bottom: 10px;">Mexico  City / Mexiko &#8211; Nach achtmonatigen Grabungsarbeiten haben mexikanische  Archäologen 12 Meter unterhalb des Tempels der &#8220;gefiederten Schlange&#8221;  (Quezalcoatl) in der Ruinenstadt Teotihuacán einen Tunnel entdeckt, der  zu zahlreichen Kammern führt. Jetzt hoffen die Archäologen bei der  Öffnung der Kammern auf die Gebeine der einstigen Herrscher der  sagenumwobenen Stadt zu stoßen und damit zahlreiche Fragen rund um  Teotihuacán beantworten zu können. Wie  die Archäologen um Sergio Gomez Chavez vom &#8220;Instituto Nacional de  Antropologia e Historia (INAH) berichten, war der 2003 entdeckte und  rund 100 Meter lange Tunnel seit 1800 Jahren unzugänglich. In frühestens  zwei Monaten, so hoffen die Forscher, wird es möglich sein, den Tunnel  direkt zu begehen und zu erforschen.</div>
<div><img class="alignnone" src="http://3.bp.blogspot.com/_WWUzaO9pYcA/TFwHnjryp-I/AAAAAAAAbIY/LIecYz-shTE/s400/09080.jpg" alt="" width="400" height="268" /></div>
<div><img class="alignnone" src="http://2.bp.blogspot.com/_WWUzaO9pYcA/TFwHcs0Ns7I/AAAAAAAAbII/vFKEsFKFIg4/s1600/09076.jpg" alt="" width="420" height="281" /></div>
<div><img class="alignnone" src="http://3.bp.blogspot.com/_WWUzaO9pYcA/TFwHi8IB-II/AAAAAAAAbIQ/1Xk0ZTR6wo0/s1600/09079.jpg" alt="" width="420" height="122" /></div>
<h6>Geländemodelle des Tunnels und des Städte Territoriums (Quelle: inah.gob.mx)</h6>
]]></content:encoded>
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		<title>Evolutionismus</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 05:37:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschichte und Politk In der Sozialanthropologie beginnt die Geschichte des Evolutionismus im 19. Jahrhundert (1860 &#8211; 1890). Also kurz nach dem 1859 von Darwin sein berühmtes Werk &#8220;Origin of the Species&#8221; veröffentlicht wurde. Entscheidend war die damalige Interpretation der Anthropologen, dass Kulturen und Gesellschaften sich auch in einer unilinearen Evolution entwickeln würden. Die Vertreter der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Geschichte und Politk</h3>
<p>In der Sozialanthropologie beginnt die Geschichte des Evolutionismus im 19. Jahrhundert (1860 &#8211; 1890). Also kurz nach dem 1859 von Darwin sein berühmtes Werk &#8220;Origin of the Species&#8221; veröffentlicht wurde. Entscheidend war die damalige Interpretation der Anthropologen, dass Kulturen und Gesellschaften sich auch in einer unilinearen Evolution entwickeln würden. Die Vertreter der klassischen Evolutionisten wie Morgan, Tylor, Frazor waren überzeugt, man könne ohne Weiteres davon ausgehen. Morgan stellte sogar sein stufenbasiertes Modell vor, nachdem drei verschiedene Phasen existierten in der kulturellen Entwicklung von Gesellschaften: Wildheit, Barbarei und Zivilisation. Natürlich befand sich Europa seiner Meinung nach längst auf der letzten höchsten Stufe, der Zivilisation. Solche eurozentristischen Sichtweisen sind denn auch typisch und prägend für den Evolutionismus im 19. und 20. Jahrhundert. Die &#8220;Wilden&#8221; wurden erforscht, immer aber mit der Idee im Hinterkopf, dass diese ja minderwertig seien. Man war sogar bald überzeugt, dass man Darwins Konzept auch als Beweis aufführen könnte &#8211; und so legte man bereits auch die Basis für den Sozialdarwinismus. Dabei wurde Darwin meist missinterpretiert: Es ging bei &#8220;survival of the fittest&#8221; nicht um das Überleben des Stärkeren, sondern um das Überleben des besser Angepassten, was ein enorm wichtiger und grosser Unterschied darstellt. Somit ist Stärke, Aggressivität und die Behauptung durch Kampf eher nebensächlich für die biologische Entwicklung. Doch viele, unter anderem später auch Adolf Hitler mit seinem Werk &#8220;Mein Kampf&#8221;, wussten die darwinsche Theorien geschickt für die eigenen Zwecke zu verbiegen. Natürlich muss man auch Darwin selbst kritisch unter die Lupe nehmen. Als ein Mensch im 19. Jahrhundert war auch Darwin nicht frei von einer starken rassistischen Sichtweise der Welt. Auch er veröffentlichte später Bücher, in denen klar von &#8220;Rassen&#8221; und damit verbunden von &#8220;Rassenentwicklungen&#8221; gesprochen wird. Die &#8220;weisse Rasse&#8221; kommt dort schliesslich auch nicht unbedingt schlecht weg, was Darwin somit eigentlich auch zu einem Kollaborateur des Kolonialmismus des späten 19. und des 20. Jahrhunderts machte. Die darwinschen Theorien kamen vielen Kolonialisten gerade recht: Durch minimale Manipulation konnte man sagen, dass die &#8220;Wilden&#8221; noch auf einer ganz anderen Ebene in der Entwicklung seien. Dies mache sie auch automatisch minderwertig &#8211; wenn man in Evolutionsstufen bzw. einer Wertungsweise denkt. Die Folgen kennen wir: Kolonialmächte kontrollieren die halbe Welt. Dies hielt noch eine lange Zeit an, bis zum zweiten Weltkrieg. Danach verfolgte man eine eher Antikoloniale Politik oder sagen wir eine &#8220;verdeckte Kolonialpolitik&#8221;. Denn bis heute ist der Einfluss der europäsichen Industrienationen auf viele &#8220;Entwicklungsländer&#8221; und &#8220;Schwellenländer&#8221; nicht weniger geworden &#8211; im Gegenteil. Zwar wird nicht mehr offensiv Territorium besetzt, jedoch beweisen unter anderem die Modernisierungstheorien und Dependenztheorien recht gut, die gezielte und gewollte Verflechtung der Industrieländer mit den unterentwickelten Länder.</p>
<h3>Der Neo-Evolutionismus</h3>
<p>Eine neue Strömung, die den Ursprung in den 1930er Jahre hatte, war der Neo-Evolutionismus. Dieser versuchte sich vom sozialwissenschaftlichen Evolutionismus zu lösen und stärker anhand der Naturwissenschaft die Entwicklungen zu erklären. Der Neoevolutionismus unterscheidet sich vom klassischen Evolutionismus durch einige Punkte: Er will keine unhinterfragte Vorstellung einer &#8220;kulturellen Entwicklung&#8221; und des sozialen Fortschritts. Man spricht bei plötzlichen Veränderungen in der Evolition nicht mehr von &#8220;Zufall&#8221; oder &#8220;freien Willen&#8221; sondern eher von &#8220;Wahrscheinlichkeiten&#8221;. Neoevolutionisten versuchen auch, Wertungen und Bewertungen nicht als wichtig anzusehen, sondern viel eher auf empirische Belegbarkeit zu setzen. Die klassischen Evolutionisten bauten hingegen davor fast nur auf Vermutungen, Wertungen und unbelegbaren Theorien auf. Die mess- und prüfbaren Daten und Informationen (aus Disziplinen wie der Sozialanthropologie, der Paläontologie, der Archäologie und der Geschichtswissenschaft), die angestrebt werden, um die kulturelle Evolution zu analysieren und erklären, sind denn auch ein typisches Merkmal des Neoevolutionismus.</p>
<p>Einer der berühmtesten neoevolutionistischen Vertreter war Leslie White,  der die Behauptungen vertrag, dass der Fortschritt einer Gesellschaft  vom Energieverbrauch pro Kopf abhängig sei. Energie sei der Schlüssel  für die Entwicklung. Am Anfang sei die Energie nur in Form des  menschlichen Körpers vorhanden gewesen, erst danach erkannte man den  Nutzen der Energie der Elemente wie Wind, Wasser, Feuer und später auch  der Tiere (Pferd als Energiequelle z.B. für Arbeit auf Feld).</p>
<h3>Evolutionismus und Religion</h3>
<p>Sobald das erste Buch Darwins veröffentlicht war, ging der religiöse  Streit los: Die Bibel erzählt nämlich eine ganz andere  Schöpfungsgeschichte als dies von Darwins Theorie postuliert wird. In  der Bibel schuf Gott Adam und Eva, das Paradies. Zwar ist somit auch  eine Art von einziger Ursprung (Monogenismus) abgezeichnet, jedoch ist  in der biologischen Sichtweise damit eher die Entwicklung aus einfachen  Lebewesen zu komplexen gemeint, mit einem Ursprung, nämlich in Form von  Bakterien, die sich im Meer entwickelten. Doch eigentlich wäre diese  Sicht, auch wenn eine Abstammung von Tieren als Hintergrund hätte  akzeptiert werden müssen, für die Religionen ein vertretbares Konzept.  Gemäss der Bibel oder auch der jüdischen oder islamischen Religion ist  die Idee der Entwicklung aus einem einzigen Ursprung her nicht unbedingt  abwegig. Die Existen der ersten Bakterien könnte man ganz simpel durch  ein göttliches Zutun begründen. Wieso auch nicht, denn der Beginn des  Lebens auf der Erde ist schliesslich noch immer ein Rätsel, das nicht  gelöst ist und wohl nie sein wird. Inzwischen hat nun auch die Kirche  erkannt, dass sie die Ideen und Theorien des Evolutionismus nicht mehr  bestreiten kann. Die Bibel wird daher heute nicht mehr als  naturwissenschaftliches Buch betrachtet, sondern als religiöses Werk.  Dennoch wollen immer noch viele Kreationisten mit fundamentalen  Einstellungen, besonders in den USA oder im Nahen Osten, nichts von  dieser biologischen Evolution wissen. Sie setzen vollständig auf die  heiligen Texte und Bücher. Heute gibt es auch einen zunehmenden Trend  die Evolutionslehre und den Islam miteinander zu vergleichen. Harun  Yahya als neuer &#8220;Sektenguru&#8221; versucht die Evolutionstheorie als Lüge zu  entlarven und setzt auf den Islam als Wahrheit. Er geht dabei auch sehr  kreationistisch vor und verwendet Wort für Wort Zitate aus dem Koran,  der islamischen heiligen Schrift. Zudem hat er ein merkwürdigen Konzept:  Er versucht das Scheitern der christlichen Welt zu zeigen, in dem er  die westliche Gewaltätigkeit und Übermacht aufzeigt, was sicherlich  irgendwo auch begründbar ist, lässt jedoch jegliche östlichen Elemente  komplett weg. Es geht also dort weniger um das Widerlegen der  Evolutionslehre, sondern viel eher um die Stärkung des Islam, eigentlich  um Macht und auch Politik. Harun Yahya ist vermögend und  veröffentlichte seine Werke in unzählige Sprachen. Dies zeigt auch, dass  er eine breite auch finanzielle Unterstützung vom muslimischen Lager  geniesst.</p>
<p>Als George Bush Junior an die Macht gelangte, kam es nicht  überraschend, dass er sich immer mehr als sehr gläubiger Christ outete.  Er begann die Anti-Evolutionisten in den USA im Bildungsbereich zu  unterstützen und setzte sich dafür ein, dass die Schöpfungslehre der  Bibel gelehrt wird. Er gab dem Lager der US-Kreationisten also volle  Unterstützung vom Präsidentensessel aus. Hier sieht man deutlich einen  Zusammenhang zwischen Politik, Religion und schliesslich auch der Macht.</p>
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		<title>Herstellung prähistorischer Keramik in der Schweiz</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 09:43:58 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Archäologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Produktion prähistorischer Keramik in der Schweiz wurde unter anderem von Johannes Weiss mit experimental archäologischen Untersuchungen gründlich erforscht. Dabei gelang es ihm verschiedenste Herstellungstechniken wie die prähistorischen, sowie auch römische insbesondere die Terra Sigillata Herstellung beinahe bis ins Detail nach zu vollziehen. Prähistorische Techniken Welche Bestandteile enthält die prähistorische Keramik? Es wurden jeweils zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Produktion prähistorischer Keramik in der Schweiz wurde unter anderem von Johannes Weiss mit experimental archäologischen Untersuchungen gründlich erforscht. Dabei gelang es ihm verschiedenste Herstellungstechniken wie die prähistorischen, sowie auch römische insbesondere die Terra Sigillata Herstellung beinahe bis ins Detail nach zu vollziehen.</p>
<h3>Prähistorische Techniken</h3>
<p>Welche Bestandteile enthält die prähistorische Keramik? Es wurden jeweils zwei Hauptbestandteile verwendet. Dies ist das plastische Ton und die Magerung. Die Magerung hat dabei die Aufgabe Spannungen und Risse zu vermeiden. Diese unerwünschten Effekte treten gerne bei nicht konstanter Hitze im Feuer auf. Indem man dem plastischen Ton die Magerung hinzufügt, vermindert man die Rissbildung. Grobe Magerung aus Gneis und Granit verbessert zusätzlich auch die Wärmeleitfähigkeit von Gefässen. Feinere Gefässe müssen ebenfalls über eine feinere Magerung verfügen, da dort grobe Körner sonst störend sind. Eine ebenfalls sehr wichtige Zugabe ist die Schamotte (zerkleinerter, bereits gebrannter Ton), welche dem Tongemisch hinzugefügt wird. Die Schamotte sollte etwa um 500 bis maximal 800 °C gebrannt worden sein (also in einer prähistorischen Art und Weise). Die hinzugefügte Schamotte ist nach dem Brennen kaum mehr erkennbar. Desweiteren wird häufig organisches Material hinzugefügt wie Holz, Mist und anderes. Die entstehenden kleinen Hohlräume während dem Brand sind bei den prähistorischen Gefässen wohl meist gewollt. Dies macht Gefässe wie beispielsweise Vorratstöpfe luftdurchlässiger, was den Schimmel verhindern kann. Andererseits können solche Gefässe mit dichter organischer Magerung schliesslich nicht für die Aufbewahrung von Flüssigkeiten eingesetzt werden, da diese auslaufen würde. Die Poren können jedoch sehr einfach verschlossen werden, in dem man das Gefäss mit Milch auskocht oder Wachs zum verschliessen verwendet.</p>
<h3>Die Zeit vor der Drehscheibe</h3>
<p>Die Drehscheibe ist in Mitteleuropa erst im 6. Jahrhundert v. Chr. aufgetaucht. Dies bedeutet, dass vor der Eisenzeit die Keramik von Hand, ohne drehende Scheibe hergestellt werden musste. Keramik wurde wahrscheinlich jedoch auf einer bereits beweglichen, drehbaren Unterlage wie einem Holzbrett, einem Stück Rinde oder einer Bastmatte produziert. Der Aufbau des Gefässes geschah wahrscheinlich mit der Wulsttechnik. Dabei werden Tonwülste in länglichen Formen ringförmig oder spiralförmig aufeinander aufeinander gesetzt und schliesslich in einander verstrichen. Man kann dies sehr einfach nachweisen, da man bei vielen Keramikgefässen Risse von Bruchstellen gefunden hat. An diesen Stellen wurden die einzelnen Wülste zusammengeklebt oder auch ganze Gefässteile auf- bzw. aneinander gesetzt. Die Wulsttechnik kann so effektiv sein, dass man sie gar nicht mehr erkennen kann, wenn das Gefäss vollendet ist. Durch geschicktes Verstreichen und Glätten, sowie Polieren mit einem weicheren Knochen- oder Holzwerkzeug können Gefässe schliesslich sehr fein und überhaupt nicht zwingend nur plumb und grob wirken. Die prähistorischen Gefässe der Pfyner und Horgener Zeit sind jedoch eher dickwandig, wirken grob und sind in der Tat mit der Aufbautechnik hergestellt worden. Man vermutet, dass sie jedoch sehr schnell aufgebaut worden sind, um ein Zusammenfallen zu vermeiden. Womöglich sind sie deshalb nicht besonders ästhetisch gestaltet worden? Andererseits lag der Fokus bei der Herstellung dieser Töpfe wohl eher auf der funktionellen Endnutzung. Kleine Halteaufsätze wie Knubben oder Lappen wurden separat aufgeklebt oder direkt aus der Wand herausgeformt. Damit die Halterungen sich nicht lösten, wurden Henkel, Ösen oder auch Knubben, Lappen häufig in ein Loch verzapft.</p>
<h3>Mehr Zeitaufwand für die Polierung und Verzierung</h3>
<p>Die Aufträge von Schlick auf Töpfen, welche besonders in der Pfyner Kultur zum Einsatz kamen, bestehen aus einer Mischung aus Arbeitston und Wasser, welche von Hand auf das Gefäss aufgetupft wurden. Durch diese Technik des Auftupfens ergibt sich eine krümelige Oberflächenstruktur. Dabei kann die Fingerführung häufig auf den prähistorischen Gefässen mit Schlicküberzug noch gut beobachtet werden. Das Polieren des Gefässes ist ebenfalls ein wichtiger Arbeitsprozess, wenn ein Gefäss eine glatte Oberfläche haben soll. Es ist dabei wichtig, dass das Polieren noch im weichen Zustand geschieht, wenn das Gefäss lederhart ist, also ungefähr nach dem Austrocknen nach einem halben Tag &#8211; je nach aktuellem Wetter und Wärme kürzer oder länger. Eine qualitativ guter Poliervorgang muss wiederholt stattfinden, bis das Gefäss fast Trocken ist. Zum Polieren verwendet man in prähistorischer Zeit meist Poliersteine oder auch ausgediente Steinbeilklingen, glatte Knochenstücke und weiteres. Am Häufigsten wurden Poliersteine aus Hämathit verwendet, die einen charakteristischen roten Strich auf der geglätteten Oberfläche hinterlässt. Das Wiederholen des Poliervorgangs ist recht zeitintensiv. Die prähistorischen Verzierungen umfassen Rillen, Kanellüren, Ritzungen, Einschnitte, Stempeleindrücke, Einpolierungen und auch Aufträge wie beispielsweise eine Schlickverzierung. Als Werkzeuge wurden die Finger, die Fingernägel, Holzteile, Knochenteile, Steine, Schnüre, Kämmen und viels mehr verwendet. Gleichmässige Verzierungen wie Rillen gelingen am besten auf einer drehbaren Unterage. Die meisten Verzierungen werden vor dem Brand angebracht. Es gibt jedoch auch Verzierungen wie das Ankleben von Birkenrinde mit Teer (Birkenteer) oder farbigen Fäden oder z.B. Zinnauflagen, welche erst nach dem Brennen angebracht werden können, da diese sonst durch das Feuer zerstört bzw. eingeschmolzen würden. Der Gesamtaufwand für die Herstellung eines Gefässes lässt sich nicht so einfach definieren. Die entsprechende Verzierung, sowie das Polieren nehmen jedoch meist mehr Zeit in Anspruch als der Aufbau des Gefässes. Flache Gefässe wie Schalen oder Tellerformen nehmen jedoch viel mehr Zeit in Anspruch als beispielsweise Topfformen.</p>
<h3>Brennen &#8211; aber richtig</h3>
<p>Selbst wenn die Herstellung eines Gefässes nach dem Polieren zu einem hervorragenden Ergebnis geführt hat, steht das wichtigste erst noch an: Der Brand. Durch das Brennen des Tongefässes erhält es erst die notwendige Stabilität und Wetterfestigkeit. In der Sonne getrocknete Keramikgefässe sind zwar auch einsetzbar, jedoch verfallen diese wieder in ihre Einzelmaterialien, sobald sie mit genügend Wasser in Kontakt kommen. In prähistorische Zeit nutzte man wohl vor allem den Grubenbrand als Brandtechnik. Das offene Feuer war sicherlich eines der ersten Brandmöglichkeiten. Jedoch hat der Grubenbrand den Vorteil, dass eine eher gleichmässige Hitze und Wärmeverteilung entstehen kann und diese eher kontrollierbar ist. Der Vorteil ist ebenfalls, dass hohe Gefässe vom Boden bis zum Rand gleichmässig erhitzt werden können.</p>
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		<title>Politische Anthropologie &#8211; Macht und Herrschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 08:47:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Definition von Typologien gestaltet sich schwierig, da man sie nicht auf alle Gesellschaften einfach so anwenden kann. Von 1940 – 1980 hat sich eine brauchbare Typologie gefestigt. Sie beinhaltet die Betrachtung der Faktoren wie Umwelt und Technologie. Durch diese kommt es zu einer Anhäufung von Individuen in einer Gruppe. So ist es möglich einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Definition von Typologien gestaltet sich schwierig, da man sie nicht auf alle Gesellschaften einfach so anwenden kann. Von 1940 – 1980 hat sich eine brauchbare Typologie gefestigt. Sie beinhaltet die Betrachtung der Faktoren wie Umwelt und Technologie. Durch diese kommt es zu einer Anhäufung von Individuen in einer Gruppe. So ist es möglich einen Zusammenhang zwischen Gruppen zu erstellen, die in ähnlich klimatischen Verhältnissen leben. Man nimmt an, dass die ökologischen und technologischen Faktoren schliesslich ähnliche politische Strukturen hervorbringen. Beispiele sind die Kung San (Kalahari Wüste), Shoshonen in Utah (in wüstenähnlichen Gebieten). Diese Gruppen organisieren sich in „Bands“. Bands zeichnen sich aus durch: egalitäre Struktur (ohne Führerschaft), ein Nahrungsaustauschsystem, flexible kleine Gruppen. Es gibt jedoch eine grosse Zahl von verschiedenen Bands und Chiefdoms. Man muss sich die Frage stellen, inwiefern man diese einfach so typologisieren kann.</p>
<p>Gesellschaften ohne Staat werden von Pritchard und Fortes als egalitär beschrieben und haben somit keine Führerschaft, keine Regierung. Es gibt auch keine Klassenunterschiede, sowie keine Steuern zu zahlen. Ein segmentäres Lineagesystem ist die Grundlage für die politische Struktur. Beispiele sind die Gesellschaften der Nuer, der Tallensiv, sowie der Dinka. Voraussetzungen sind jedoch, dass es nur wenige Menschen hat (geringe Bevölkerungsdichte), wenig Besitz und somit keine Basis für Macht gibt. Die Struktur der politischen Gruppen ist immer in ein Segment Territorium, ein Segment einer Gruppe und schliesslich in eine Einheit unterteilt. Wichtig sind Rituale und Symbole, in die einzelnen Segmenten! Oft gibt es demokratische Entscheidungen, die getroffen werden; es gibt keine Zentralmacht, die entscheidet!</p>
<p>Verschiedene poltische Formen sind:</p>
<ul>
<li><strong>Nicht-Zentralisiert</strong> (Egalitäre Struktur)</li>
<li><strong>Bands (Horden)<br />
</strong>Formen sind (nach Lewellen):<br />
Composite bands, patrilocal bands, Family bands (anomalous)</p>
<p>Charakteristik:<br />
Sind oft Jäger- und Sammlergruppen (25-150 Menschen), es müssen für Heirat andere Bands aufgesucht werden (Band Exogamie), bilaterale Verwandschaftsstruktur; Austausch von Nahrung sehr wichtig! (Reziprozität).</p>
<p>Beispiele:<br />
<strong>Kung San</strong> Gruppen in Kalahari mit einfacher Technologie (Graben mit Stock nach Wasser oder Wurzeln), Giftpfeile für Jagd nach Grosswild, Frauen beschaffen ca. 80% der Nahrung (durch Sammeln oder Kleinwild), Männer beschaffen 20% durch Grosswildjagd (Antilopenjagd usw.). Wenig Besitz und oftmaliges Umherwandern in einem Territorium. Bewachen von Gebieten, Konflikte und Streit, jedoch keine Kriege. Heiratsallianzen zwischen den einzelnen Gruppen.</p>
<p><strong>Inuit</strong> in einer schwierigen Umwelt (wenig Vegetation, kalt); Fische, Karibu und Robben nur saisonal, weit verbreitet. Dadurch ergibt sich ein starkes Nomadenverhalten &gt; Gruppen von 12 bis zu 300 Menschen. Es existiert keine eigentliche Führerschaft. Bei den Inlandgruppen gibt es Schamanen mit etwas Macht, bei Küstenbewohnern haben Bootsbesitzer minim etwas mehr Macht. Später dann Kontakt mit dem Westen (Pelz- und Walfleisch Handel).</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Tribes (Stämme)</strong><br />
Formen sind (nach Lewellen):<br />
Big Man Systeme, Village Councils, Ritually Stratified, Associational, Segmentäre Lineages</p>
<p>Charakteristik:<br />
Unklarer Begriff von «Tribes», bildet Brücke zwischen Bands und Häuptlingstum (Chiefdom); Stämme sind nicht zentralisierte, egalitäre soziale Systeme, in denen um Autorität gestritten wird; Der Zusammenhalt wird durch die Beziehungen / Beziehungsnetzwerke gesichert. Keine Spezialisierung in der Produktion, kein festes Priesteramt. Zusammenhalt über entweder über Verwandtschaft, wie Bruderschaft (sodality) durch einen gemeinsamen Ahnen oder nicht über Verwandtschaft auf Interessenbasis: Gemeinschaften, Geheimbünde, Interessengruppen.</li>
</ul>
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		<title>Politische Anthropologie &#8211; Historische Einführung</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 08:43:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor dem 19. Jh. hatte man noch keine Spezialisierungen in der Anthropologie. Man hatte auch die Vorstellung, dass bei den „Wilden“ nur eine Anarchie herrsche. Im 19 Jh schliesslich Henry Maine’s neue Vorstellung von politischen Strukturen in primitiven, patriarchal verwandtschaftlichen Gemeinschaftssystemen. Lewis Henry Morgan erkannte bei den Irokesen Verwandtschaftsmuster (die Matrilinerarität), sowie Siedlungsmuster (die Matrilokalität). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem 19. Jh. hatte man noch keine Spezialisierungen in der Anthropologie. Man hatte auch die Vorstellung, dass bei den „Wilden“ nur eine Anarchie herrsche. Im 19 Jh schliesslich Henry Maine’s neue Vorstellung von politischen Strukturen in primitiven, patriarchal verwandtschaftlichen Gemeinschaftssystemen. Lewis Henry Morgan erkannte bei den Irokesen Verwandtschaftsmuster (die Matrilinerarität), sowie Siedlungsmuster (die Matrilokalität). Er hatte die Vorstellung von Evolutionssequenzen: Wildheit, Barbarei, Zivilisation. Es habe zunächst eine Hortikultur gegeben, danach die Jagd und schliesslich sesshafte Gesellschaften mit Landwirtschaft &gt; Diese Vorstellungen sind typisch für das 19. Jh &gt; man spricht von „Evolutionismus“. Der Evolutionismus mit der Vorstellung von Gesellschaften mit gewissen Vereinbarungen wie „kin units“, also Heiratsabkommen. Durch diese Heiraten entstanden Allianzen. Die Heirat ausserhalb der eigenen Gesellschaft war also von Vorteil für das Kollektiv. Die Gesellschaften schlossen sich in Gruppenbündnissen und Stämmen zusammen. Morgans Überlegungen basierten auf seinen Beobachtungen der Irokesen. Dort gab es auch Landwirtschaft und urbane Gebiete/Zentren. Morgan nimmt die Position ein, dass eine Regierung erst durch den Besitz eines Territoriums entstehen kann. Die Entwicklung des Privatbesitzes und die Sesshaftigkeit (Territorium) ist in diesem Zusammenhang wichtig. Wildbeuter besitzen wenig, damit sie mobiler sind. Sesshaftigkeit führt fast automatisch zu mehr Besitz. Klanstrukturen, sogenannte „Lineage“ Systeme, aber auch egalitäre Strukturen, sowie das Fehlen von Privatbesitz sind typisch für „primitive Gesellschaften“ aus seiner Sicht.</p>
<p>Im 20. Jh. veränderte sich die Vorstellung in England/Frankreich durch den Strukturalismus von der Evolution. Radcliff Brown sah die Gesellschaft als ein sich ausgleichendes System (wie ein biologisches System) &gt; jedes Element trägt zur Erhaltung des Gesamten bei. Er setzte einen Fokus auf die Untersuchung von politischen Werten, Normen und Strukturen, die einen Rahmen für die Gesellschaft bilden &gt; Britischer Strukturfunktionalismus. England mit grossem Interesse an ethnologischen Forschungen. Ergebnisse der Erforschungen von politischen Strukturen der „Natives“ sollen helfen die Kolonien besser zu regieren. Beispiel sind die Nuer &gt; Evans Pritchards Feldforschungen. Fortes und Pritchard analysieren 2 afrikanische Systeme. Pritchards Nuer &gt; ohne Zentralmacht. System funktioniert durch segmentäre Lineages und Verwandtschaft; Fortes &gt; System mit König und Administration. Gleichgewichtsidee ist wichtig.</p>
<p>In Frankreich: Es gab unter anderem durch Durkheim eine Abkehr vom Evolutionismus. In den USA war Franz Boas grundsteinlegend, der auf detaillierte Studien setzt. Sein Kulturrelativismus in den USA war sehr prägend („cultural anthropology“).</p>
<p>Das Werk von Robert Lowie „Origin oft the State“ untersucht die Entwicklung von politischen Strukturen zum Staat. Er sieht eine Notwendigkeit für eine höhere Instanz &gt; Der Staat soll die einzelnen Bestandteile zusammenhalten.</p>
<p>Nach dem Funktionalismus gibt es eine selbstausgleichende Balance in Gesellschaften. Symbole, Religion und Rituale sind dabei wichtig, sowie rechtliche Institutionen. Solchen Strukturen sind eher statisch und verändern sich nur sehr träge.</p>
<p>Edmund Leach mit 3 politischen Systemen in Burma, die anarchisch organisiert sind. Das heisst, sie sind traditionell, eher instabil, hierarchisch. Es soll kein Gleichgewicht geben, sondern häufige Konflikte; die Gruppen sind durch Symbole verbunden &gt; es gibt aber eine Differenz zwischen den politischen Idealen und der sich verändernden Realität in Gruppen und zwischen ihnen.</p>
<p>Gluckmann erkennt, dass das Gleichgewicht nicht statisch ist, sondern vielmals konfliktbehaftet und sich dadurch auch verändert. Institutionen erschaffen oftmals auch Konflikte, um von Spannungen abzugleichen &gt; Rituale, Beschuldigungen und Allianzen.</p>
<p>Der Neo-Evolutionismus ist geprägt von Leslie White und Julian Steward. Es gibt hier die Idee, dass es einen Trend von der einfachen Landwirtschaft zu einer intensiven Form gibt. Es bildet sich schliesslich der Privatbesitz heraus. Damit verbunden entstehen Klassen und eine politische Zentralisierung. White und Steward verfolgen eine ökologische, materielle Sichtweise. Es wurde versucht verschiedene Stadien für die politischen Entwicklung / Evolution zu definieren: Die egalitären Wildbeuter Gesellschaften entwickeln sich weiter und werden sesshaft &gt; Sesshaftigkeit &gt; basierend darauf entwickelt sich später der Staat (Staatsbildung).</p>
<p>Victor Turner setzt einen Fokus auf das Individuum. Dieses muss sich durch verschiedene soziale Dramen kämpfen aufgrund der spezifischen Normen und Werte. Er ist der Meinung, dass die Struktur nicht ausreicht und Prozesse, Konflikte und die individuelle Ebene der Akteure betrachtet werden müssen. Er hat die Idee, dass Konflikte und Spannungen eine Art Norm / Standard sind (Prozesstheorie).</p>
<p>Die neue politische Anthropologie wird durch Swartz, Turner, Tuden und Belandier begründet. Sie stellen fest, dass Individuen sich in dynamischen, politischen Arenen agieren, um die Macht und Führerschaft zu erlangen oder zu erhalten. Wer hat welches Amt, wer hat welche Zugänge zu Ressourcen? Die europäischen und amerikanischen Anthropologen lassen nun ab von den Evolutions- und Funktionalismus Ideen.</p>
<p>Die neuen Trends sind feministische politische Anthropologie und Fragen um Gender &amp; Unterdrückung. Weiter wichtig ist Europa und ehemalige Kolonien, die zunehmende Durchdringung von politischen Prozessen in der Welt.</p>
<p>Auch wichtig ist James Scott mit „Weapons of the Weak“ (Diebstahl, Klatsch, kleiner alltägliche Widerstand als Waffe der Armen und Machtlosen &gt; symbolische Widerstandsformen). Es gibt also im Hintergrund viel Widerstand gegen kapitalistische Wirtschaftsstrukturen.</p>
<p>Weiter sind die Postmoderne und die Globalisierung für die politische Anthropologie von Wichtigkeit. Die Postmoderne löste ein allgemeines Hinterfragen der bisherigen Ideen und Konzepte aus. Malinowski, Boas, Turner, Pritchard werden kritisiert und nicht mehr als Anthropologiehelden betrachtet).</p>
<p>Die ethnographische Autorität wird hinterfragt, die Konstruktion von Situationen und Erkenntnissen. Es ist auch wichtig, dass eine Auseinandersetzung mit der Macht stattfindet &gt; Foucault. Er setzt den Fokus auf die Verinnerlichung von Macht. Ebenfalls wichtig ist Bourdieu mit seinem Habitus, der in Fields stattfindet. Er erklärt die Gesellschaft mit Mach aufgrund von Verhaltensweisen. Geld ist nicht alleine Machtbestimmend, sondern das Feld in dem sich die Person bewegen kann.</p>
<p>Die Globalisierung ist wichtig im Zusammenhang mit neuen Formen der Kommunikation, mit vereinfachter Mobilität (Flugzeuge, viele Flugstrecken weltweit), zunehmende globale Handelsflüsse (z.B. Produktion in China), der Einfluss der Medien (Internet), Technologische weiterentwicklungen.</p>
<p>Die Frage nach der Identität in einer geldorientierten Weltordnung mit einer diffusen, unklaren Machtsituation ist sehr wichtig.</p>
<p>Beispiel von Lewellen anhand von Sambia: Es gibt Konflikte um Weidegebiete. Der Staat versucht es mit Weideschutz und stellt Regeln für die Fischerei auf. Die Verwandtschaft und die Religion sind aber für die Macht massgebend. Rituale sind Formen der Sozialversicherung, Prestige ist entscheidend. Der Chief möchte ein Bewässerungssystem und dadurch eine Modernisierung einbringen. Doch die Opposition wehrt sich und will Vieh für die Ila sichern. Das Bewässerungssystem würde viel Viehland unbrauchbar machen. Das Fehlen von Vieh wäre ein Identitätsverlust. Die Opposition setzt also auf eine konservative Haltung, die das alte, traditionelle bewahren will.</p>
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		<title>Appadurais &#8220;Global Ethnoscapes&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 14:22:58 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie der Globalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[„… [there are] some brute facts about the world of the twentieth century that any ethnography must confront. Central among these facts is the changing social, territorial, and cultural reproduction of group identity. As groups migrate, regroup in new locations, reconstruct their histories, and reconfigure their ethnic projects, the ethno in ethnography takes on a [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„… [there are] some brute facts about the world of the twentieth century that any ethnography must confront. Central among these facts is the changing social, territorial, and cultural reproduction of group identity. As groups migrate, regroup in new locations, reconstruct their histories, and reconfigure their ethnic projects, the ethno in ethnography takes on a slippery, nonlocalized quality, to which the descriptive practices of anthropology will have to respond [..] The terms of the negotiation of between imagined lives and deterritorialized worlds are complex, and they surely cannot be captured by the localizing strategies of traditional ethnography alone. What a new style of ethnography can do is to capture the impact of deterritorialization on the imaginative resources of lived, local experiences.”</p>
<p>&#8220;Global Ethnoscapes. Notes and Queries for a Transnational Anthropology&#8221; von A. Appadurai</p>
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		<title>Evans Pritchards Einsicht</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 14:21:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Es kann eine feindliche Einstellung gegenüber ethnologischen Untersuchungen geben. Das Gefühl besteht, sie unterstellten den Untersuchten Unzivilisiertheit, Wildheit. Die Ethnologie hat hier den Geruch des kulturellen Kolonialismus – eine arrogante Behauptung europäischer Überlegenheit: der weisse Mann studiert den unterlegenen afrikanischen schwarzen Mann. Ihr Misstrauen und ihre Ablehnung haben einige Berechtigung, da sich in der Vergangenheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Es kann eine feindliche Einstellung gegenüber ethnologischen Untersuchungen geben. Das Gefühl besteht, sie unterstellten den Untersuchten Unzivilisiertheit, Wildheit. Die Ethnologie hat hier den Geruch des kulturellen Kolonialismus – eine arrogante Behauptung europäischer Überlegenheit: der weisse Mann studiert den unterlegenen afrikanischen schwarzen Mann. Ihr Misstrauen und ihre Ablehnung haben einige Berechtigung, da sich in der Vergangenheit Ethnologen allzu bereitwillig in den Dienst kolonialer Interessen stellten und sich verkauften. [..] Die Ethnologie ist in der Tat, und ich glaube zu unrecht und ohne dass ihre Intentionen und Errungenschaften wirklich verstanden worden wären, für die Völker der neuen und unabhängigen Staaten, besonders wohl in Afrika, zu einem Schimpfword geworden.”</p>
<p>Evans-Pritchard, 1978</p>
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		<title>Was ist der ethnographische Realismus?</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/12/was-ist-der-ethnographische-realismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 14:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ansicht, dass durch teilnehmende Beobachtung und Interpretation dessen, eine reale Abbildung der Gegebenheiten einer Kultur gemacht würde. Der „ethnographische Realismus“ war jedoch häufig eine Doppelstrategie: einerseits wollte man sich als Autor kompetent ausgeben und beweisen, dass man über eine fremde Kultur berichten konnte und durfte (Selbstautorisierung des Autors) und andererseits wurde die fremde Kultur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ansicht, dass durch teilnehmende Beobachtung und Interpretation dessen, eine reale Abbildung der Gegebenheiten einer Kultur gemacht würde. Der „ethnographische Realismus“ war jedoch häufig eine Doppelstrategie: einerseits wollte man sich als Autor kompetent ausgeben und beweisen, dass man über eine fremde Kultur berichten konnte und durfte (Selbstautorisierung des Autors) und andererseits wurde die fremde Kultur als Objekt dargestellt, das genau beschrieben werden konnte. Die immer vorhandene Subjektivität beim Verfassen von Ethnographien wurde grundsätzlich nicht erwähnt oder hinterfragt. Wie Clifford Geertz in „Die künstlichen Wilden“ sich passend ausdrückt, gibt es keine objektive Ethnographie. Ethnographen schaffen durch die Abbildung einer fremden Welt zugleich auch immer eine Fiktion. Der Autor nimmt eine Position ein, als ob er alles in seiner Umgebung wahrnehmen könnte, ohne selbst die Ereignisse zu beeinflussen. Er kreiert also immer ein eigenes subjektives Abbild der „Realitäten“. Durch die Beeinflussung des Ethnographen z.B. durch die eigene Anwesenheit oder Interaktion ist kritisch betrachtet eigentlich auch keine Authentizität mehr gegeben!</p>
<p>Autoren wie Malinowski oder Mead haben sich durch die Selbstrepräsentation in ihren Werken sozusagen „mythologisiert“. Beim Lesen eines Buchs von Malinowski kann man annehmen, dass er ein genialer Feldforscher war, der die meisten alle Beobachtungen selbst durchgeführt und sich fehlerfrei merken konnte. Das Autorenselbst (das ein Konstrukt des ethnographischen Realismus ist!) und das Feldforscher selbst wurden als identisch genommen. Die Autoren hätten also im Feld sozusagen in Geistform alles beobachtet, alles gesehen und sogleich auch verstanden. Sie hätten auch durch die eigene Anwesenheit nichts beeinflusst.</p>
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		<title>Was ist die interpretative Anthropologie?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 14:19:21 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Interpretative Anthropologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die interpretative Anthropologie ist eine Abgrenzung der Ethnologie/Anthropologie von der analytischen Anthropologie. Ein interpretierender Anthropologie beobachtet und interpretiert seine Beobachtungen. Es erfolgt eine Beobachtung, aber auch eine Kommunikation zwischen dem Anthropologen und den „Forschungobjekten“/Forschungsteilnehmern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die interpretative Anthropologie ist eine Abgrenzung der Ethnologie/Anthropologie von der analytischen Anthropologie. Ein interpretierender Anthropologie beobachtet und interpretiert seine Beobachtungen. Es erfolgt eine Beobachtung, aber auch eine Kommunikation zwischen dem Anthropologen und den „Forschungobjekten“/Forschungsteilnehmern.</p>
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		<title>Was ist die Writing Culture Debatte?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 11:53:06 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Writing Culture Debatte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Writing Culture Debatte hat in den 1980er Jahren die ethnographische Repräsentationsweise hinterfragt. Insbesondere in Bezug auf Elemente des Kolonialismus. Weitere Punkte sind das Problem der Autorität, das Problem der Authentizität (durch Lehnstuhl und Veranda Anthropologie etc.), die Form der schriftlichen Darstellung z.B. mittels des zu hinterfragenden „Ethnographisches Präsenz“ (Allgemeingültigkeit). Die postmoderne Wende kam schliesslich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Writing Culture Debatte hat in den 1980er Jahren die ethnographische Repräsentationsweise hinterfragt. Insbesondere in Bezug auf Elemente des Kolonialismus. Weitere Punkte sind das Problem der Autorität, das Problem der Authentizität (durch Lehnstuhl und Veranda Anthropologie etc.), die Form der schriftlichen Darstellung z.B. mittels des zu hinterfragenden „Ethnographisches Präsenz“ (Allgemeingültigkeit). Die postmoderne Wende kam schliesslich u.a. durch James Cliffords und Clifford Geertz‘ kritische Publikationen.</p>
<p>&#8220;.. [die Anthropologen haben bisher] ihre Schwierigkeiten beim Konstruieren solcher Beschreibungen eher auf die Problematik der Feldforschung zurückgeführt als auf die von Diskurs.&#8221; (Geertz, 1993:18).</p>
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		<title>Was ist die Orientalismus-Debatte?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 11:21:06 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Writing Culture Debatte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Orientalismus-Debatte, angeführt von Edward Said, beschäftigt sich mit der Repräsentation von vorderasiatischen/asiatischen Gesellschaften (östliche Kulturen) durch westliche Orientalisten. Dabei ist sicherlich die ethnographische Repräsentation für die Sozialanthropologie wichtig, obwohl Said nicht ausdrücklich in seinem Werk „Orientalism“ (1979) einging. Dabei weist er auf immer wieder auftauchende Elemente hin, wie z.B. das laute Markttreiben, die feminine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Orientalismus-Debatte, angeführt von Edward Said, beschäftigt sich mit der Repräsentation von vorderasiatischen/asiatischen Gesellschaften (östliche Kulturen) durch westliche Orientalisten. Dabei ist sicherlich die ethnographische Repräsentation für die Sozialanthropologie wichtig, obwohl Said nicht ausdrücklich in seinem Werk „Orientalism“ (1979) einging. Dabei weist er auf immer wieder auftauchende Elemente hin, wie z.B. das laute Markttreiben, die feminine Exotik, der ewig unveränderliche Osten, die mystische Religionen und die Unfähigkeit der Orientalen, für sich selber zu sprechen. Said kritisierte stark, dass der Westen sich das Privileg einräumte, diese orientalische Repräsentation vorzunehmen. Seine Kritik ist deshalb auch für die Writing Culture Debatte von Bedeutung, da in den 1980er Jahre die ethnographische Repräsentation stark hinterfragt wurde. Saids These ist schliesslich, dass der Herrschaftsanspruch des Westens über den Orient um 1840 in Europa entstand und durch den Diskurs eine wissenschaftliche Legitimation für die Herrschaft gesichert wurde.</p>
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		<title>Appadurais Modell der fünf Dimensionen</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:59:43 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie der Globalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Arjun Appadurais Modell der fünf Dimensionen im Kontext der Globalisierung und &#8220;Postcolonial Studies&#8221;. Es gibt folgende &#8220;kulturelle Flüsse&#8221;: Ethnoscapes Ethnoscapes Soziale Landschaften, geprägt durch Mobilität und Transnationalität Mediascapes Einfluss der Medien (TV, Film, Internet, Musik) auf den Lebensstil ist massiv; US-Unterhaltungsbusiness dominiert dabei den Markt und prägt das Bild eines idealen Lebensstils durch die Medien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Arjun Appadurais Modell der fünf Dimensionen im Kontext der Globalisierung und &#8220;Postcolonial Studies&#8221;.</p>
<p>Es gibt folgende &#8220;kulturelle Flüsse&#8221;:</p>
<ul>
<li><strong>Ethnoscapes<br />
</strong>Ethnoscapes Soziale Landschaften, geprägt durch Mobilität und Transnationalität</li>
<li><strong>Mediascapes</strong><br />
Einfluss der Medien (TV, Film, Internet, Musik) auf den Lebensstil ist massiv; US-Unterhaltungsbusiness dominiert dabei den Markt und prägt das Bild eines idealen Lebensstils durch die Medien mit</li>
<li><strong>Financescapes</strong><br />
Spekulative Finanzflüsse sind profitorientiert, schnell und global</li>
<li><strong>Ideoscapes<br />
</strong>Politische und religiöse Ideologien schaffen neue Bedeutungen für die Demokratie und das Recht <strong></strong></li>
<li><strong>Technoscapes<br />
</strong>Appadurai ist der Meinung, dass es keine Industrienationen mehr gibt und begründet dies damit, dass die Produktion flexibel in günstige Regionen verlegt wird, also völlig transnational produziert wird &#8211;&gt; z.B. günstige Produktion in China</li>
</ul>
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		<title>Womit beschäftigt sich die Anthropologie der Globalisierung?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:52:37 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie der Globalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie beschäftigt sich mit: der Veränderung der Welt durch Bevölkerungszunahme die Auswirkungen von technologischen Entwicklungen (&#8220;grüne Revolution&#8221;) den Postkolonialismus neue Formen von Religionen, Wohnraum, familiärer Solidarität (z.B. bei Migranten) der kulturellen Distanz ländlicher und städtischer Gebiete Grossstädten (Megacities) als Orte der kulturellen Globalisierung der Problem und Folgen der Transnationalität der Verarmung ländlicher Regionen der Gefahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie beschäftigt sich mit:</p>
<ul>
<li>der Veränderung der Welt durch Bevölkerungszunahme</li>
<li>die Auswirkungen von technologischen Entwicklungen (&#8220;grüne Revolution&#8221;)</li>
<li>den Postkolonialismus</li>
<li>neue Formen von Religionen, Wohnraum, familiärer Solidarität (z.B. bei Migranten)</li>
<li>der kulturellen Distanz ländlicher und städtischer Gebiete</li>
<li>Grossstädten (Megacities) als Orte der kulturellen Globalisierung</li>
<li>der Problem und Folgen der Transnationalität</li>
<li>der Verarmung ländlicher Regionen</li>
<li>der Gefahr des Kultur- bzw. Traditionsverlusts in ländlichen Gebieten</li>
</ul>
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		<title>Ulf Hannerz und die Forderung eines neuen Kulturbegriffs</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:50:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Anthropologie der Globalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ulf Hannerz ist der Mitbegründer der Urban Anthropologie. Sein Werk „Soulside – Inquiries in ghetto culture and community“ zählt zu den Klassikern der Urban Anthropologie. Hannerz forderte eine neue Definition des Kulturbegriffs. Dieser sollte dynamischer sein, da heute Kulturen nicht mehr homogen anzusehen sind, aufgrund einer starken Durchmischung. Die Mikoperspektive soll durch eine Makroperspektive ergänzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ulf Hannerz ist der Mitbegründer der Urban Anthropologie. Sein Werk „Soulside – Inquiries in ghetto culture and community“ zählt zu den Klassikern der Urban Anthropologie. Hannerz forderte eine neue Definition des Kulturbegriffs. Dieser sollte dynamischer sein, da heute Kulturen nicht mehr homogen anzusehen sind, aufgrund einer starken Durchmischung. Die Mikoperspektive soll durch eine Makroperspektive ergänzt werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Welche Bedeutung haben die Medien in Bezug auf Urban Anthropologie?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:50:15 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie der Globalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute spielen die Medien eine sehr wichtige Rolle, insbesondere auch die elektronischen Medien. TV, Film, Internet, Zeitungen, Bücher breiten sich heute sehr schnell aus. Die Beeinflussung durch die Medien insbesondere TV, Film und Internet muss deshalb genauer betrachtet werden. Nicht nur auf Mikroebene, sondern auch in einer Makroperspektive. So üben beispielsweise die USA einen grossen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute spielen die Medien eine sehr wichtige Rolle, insbesondere auch die elektronischen Medien. TV, Film, Internet, Zeitungen, Bücher breiten sich heute sehr schnell aus. Die Beeinflussung durch die Medien insbesondere TV, Film und Internet muss deshalb genauer betrachtet werden. Nicht nur auf Mikroebene, sondern auch in einer Makroperspektive. So üben beispielsweise die USA einen grossen Einfluss über das Film-, Musik- und TV-Geschäft aus. Es wird über die Medien ein Bild vermittelt. Unter anderem war noch einige Zeit nach dem Kalten Krieg das Bild der USA als „Retter der Welt“ in kriegerischen Konflikten in vielen Spielfilmen eine klare Rolle, während Russland aber auch Japan immer noch als Feind polarisieren dargestellt wurde. Die USA vermittelt in den Medien auch das Ideal einer Gesellschaft. In der Musik kommt dies ebenfalls stark zum Tragen. Dies zeigt sich beispielsweise bei Kindern in brasilianischen Ghettos, welche die Texte von New Yorker Rappern besser kennen, als traditionelle Lieder. Es findet also eine Identifikation über die Medien statt und damit verbunden auch immer eine Modernisierung. Alte Traditionen werden meist durch die Medien als „Vergangenheit“, als etwas das „Out“ ist, postuliert. Alles neue wird gelobt, ist „cool“ und „In“. Ich denke, dass insbesondere die Jugend stark durch die Medien beeinflussbar ist. Dies ist nicht nur heute der Fall, das war auch sicherlich schon zu unserer Zeit so. Als US-Serien wie „Beverly Hills 90210“ im TV anliefen, träumte jeder davon in Kalifornien zu leben, nach dem amerikanischen Traum, in einem kleinen Häusschen. Dass die Realität in den USA oftmals ganz anders aussah, war mir persönlich damals nicht bewusst. Die Medien vermitteln somit nicht nur ein bestimmtes Bild und Werte, sondern entsprechen oftmals gar nicht den realen Gegebenheiten. Genausowenig wie Malinowskis teilnehmende Beobachtung bei den Trobriander für ganz Asien universelle Gültigkeit hatte, decken auch vielmals die Inhalte von Film und TV nicht reale Gegebenheiten ab, im Gegenteil, alles wird gewaltiger, imposanter und schöner dargestellt. Die Menschen scheinen glücklich, alle verfügen über ein eigenes kleines Häusschen im typischen „amerikanischen Traum-Stil,“ wo frühmorgens der Zeitungsjunge mit dem Fahrrad vorbeifährt. Wer kennt diese Szene nicht? Ich bin mir sicher, dass wir einen Strassenjungen in Guatemala ebenso danach fragen können, wie einen Sushiverkäufer in Japan. Beide werden die Szene mit den amerikanischen Reihenhäusschen kennen und beschreiben können. Vielleicht wird der eine sogar davon träumen, später einmal so zu leben, denn so könne man wirklich glücklich werden, wie das Fernsehen ja beweist!</p>
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		<title>&#8220;Globalisierung als entfesselnde Modernisierung&#8221;?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:48:17 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Anthropologie der Globalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Arjun Apparudai kritisierte die westlichen Universalitätsansprüche. Er forderte, dass der postkolonialen Sicht und der globalen Perspektive (Makroperspektive) eine grössere Bedeutung zukommt. Er wendet sich gegen die Modernisierungstheorie, da diese nicht in der Lage sei, die heutigen Prozesse der sozialen und kulturellen Globalisierung zu erfassen. Er spricht davon, dass die „Modernity at Large“ ist, somit auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Arjun Apparudai kritisierte die westlichen Universalitätsansprüche. Er forderte, dass der postkolonialen Sicht und der globalen Perspektive (Makroperspektive) eine grössere Bedeutung zukommt. Er wendet sich gegen die Modernisierungstheorie, da diese nicht in der Lage sei, die heutigen Prozesse der sozialen und kulturellen Globalisierung zu erfassen. Er spricht davon, dass die „Modernity at Large“ ist, somit auf „freiem Fuss“. Während früher die Modernisierung örtlich gebunden war, ist sie heute transnational, also Grenzen- und Staaten übergreifend. Entsprechend spricht er von fünf wichtigen Dimensionen, den sogenannten „scapes“: Ethnoscapes, Mediascapes, Financescapes, Ideoscapes, Technoscapes.</p>
<p>Gemäss Appadurai sind die neuen elektronischen Medien für ihn von grosser Bedeutung. Er sagt, dass ihre sehr grosse Reichweite und Abdeckung die „kulturellen Flüsse“ mitprägt. So bestimmen z.B. Mediascapes den Lebenstil bzw. die Idee eines idealen Lebenstils. Oftmals gemäss amerikanischem Vorbild, da das US-Unterhaltungsgeschäft den Markt dominiert.</p>
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		<title>Bruno Latours anthropologischen Feldstudien</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/12/bruno-latour-und-die-symmetrische-anthropologie/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:47:19 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie der Globalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Bruno Latour interessierte sich für die Produktion von Wissen im Bereich der Wissenschaft, bzw. genauer der Naturwissenschaft. Er untersuchte Labore und führte dort die teilnehmende Beobachtung durch. Er stellte fest, dass die Personen/Individuen von der Richtigkeit und Wichtigkeit ihrer Aktivitäten überzeugt sind. Dies wiederum prägt das kollektive Handeln der Gesellschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bruno Latour interessierte sich für die Produktion von Wissen im Bereich der Wissenschaft, bzw. genauer der Naturwissenschaft. Er untersuchte Labore und führte dort die teilnehmende Beobachtung durch. Er stellte fest, dass die Personen/Individuen von der Richtigkeit und Wichtigkeit ihrer Aktivitäten überzeugt sind. Dies wiederum prägt das kollektive Handeln der Gesellschaft.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Welches Problem spricht Bruno Latour mit &#8220;die Anthropologie kehrt aus den Tropen zurück&#8221; an?</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/12/was-meint-bruno-latour-mit-die-anthropologie-kehrt-aus-den-tropen-zuruck/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 10:45:32 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie der Globalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[(siehe Latours Veröffentlichung „Wir sind nie modern gewesen“) Bruno Latour spricht das Thema der Anthropologen an, die aus den exotischeren Bereichen zurückkommen, wo sie zuvor Feldforschungen durchgeführt haben, und schliesslich Forschungen in der modernen Welt durchführen. Die Anthropologie orientiert sich noch immer zu stark an den traditionellen klassischen Vorbildern, wie beispielsweise Malinowski. Man will das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(siehe Latours Veröffentlichung „Wir sind nie modern gewesen“)</p>
<p>Bruno Latour spricht das Thema der Anthropologen an, die aus den exotischeren Bereichen zurückkommen, wo sie zuvor Feldforschungen durchgeführt haben, und schliesslich Forschungen in der modernen Welt durchführen. Die Anthropologie orientiert sich noch immer zu stark an den traditionellen klassischen Vorbildern, wie beispielsweise Malinowski. Man will das Zentrum einer fremden Gesellschaft aufdecken, sehen wie sie funktioniert. Welche überschauenden Zusammenhänge man aus der Froschperspektive aufdecken kann. Teilaspekte sind wichtig, jedoch ist der grosse Zusammenhang immer die grosse Motivation.</p>
<p>Kehrt die Anthropologie jedoch aus diesen fernen Ländern zurück, so beginnt der Anthropologe in der modernen Welt nur Teilaspekte zu betrachten. Dabei gibt es sehr viele interessante Möglichkeiten zur Feldforschung in der modernen westlichen Welt. Bauern im Schatten der Kernkraftwerke, informelle Ökonomien in unserer Gesellschaft, die kulturelle Bedeutung der Bahnhöfe für Kunst und Musik. Dies sind nur einige von tausenden Beispielen. Jedoch ist der Anthropologe meist eingeschüchtert, wenn er in seiner eigenen modernen Welt Forschung betreibt. Er bleibt mit seinen Fragestellungen und Forschungen nur im Randbereich und vergisst seine Motivation und das traditionelle Ziel aus den Augen: das Zentrum, grosse Zusammenhänge aufzudecken. Gemäss Latour ist es sehr wichtig, dass auch in der modernen Gesellschaft anthropologisch geforscht wird und die genau gleichen Fragen gestellt werden. Die Methoden und Zielsetzungen dabei sollten sich ebenfalls nicht unterscheiden.<br />
Anmerkung: ist „Betriebsblindheit“ womöglich ein Problem? Dann sollte der Anthropologe umso mehr in seiner modernen Welt Teilbereiche wählen und erforschen, die er selber nicht kennt – und hier gibt es eine genügend grosse Auswahl.</p>
<p>Vom Balam-IX Team:<br />
Nebenbei bedanken wir uns bei unserem Sponsor <a href="http://www.greengolf.ch" target="_self">Green Golf Reisen</a>, für die jahrelange Unterstützung unseres Blogs! Besuchen Sie auch folgende Seiten, wenn Sie sich für Golf Reiseangebote interessieren: <a href="http://www.proreisen.ch" target="_blank">Pro Reisen</a>, <a href="http://www.turnierwochen.ch" target="_blank">Turnierwochen</a> und unseren Favorit <a href="http://www.golfalgarve.ch" target="_blank">Golf in der Algarve</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Rezension zu Marjorie Shostaks „Nisa. The Life and Words of a !Kung Woman”</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/12/rezension-zu-marjorie-shostaks-%e2%80%9enisa-the-life-and-words-of-a-kung-woman%e2%80%9d/</link>
		<comments>http://www.balam-ix.com/2009/12/rezension-zu-marjorie-shostaks-%e2%80%9enisa-the-life-and-words-of-a-kung-woman%e2%80%9d/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 17:37:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Postmoderne Ethnographien]]></category>
		<category><![CDATA[botswana]]></category>
		<category><![CDATA[buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[kung]]></category>
		<category><![CDATA[kung san]]></category>
		<category><![CDATA[life]]></category>
		<category><![CDATA[marjorie]]></category>
		<category><![CDATA[nisa]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[sa]]></category>
		<category><![CDATA[shostak]]></category>

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		<description><![CDATA[Von M. Rettenmund Marjorie Shostak lebte von 1969 bis 1971 mit ihrem Mann in Botswana, unter den !Kung San, einer Jäger- und Sammlergesellschaft. Sie erlernte während ihres Aufenthalts die Schnalzlautsprache der !Kung, was ihr die Durchführung von Interviews mit den !Kung ermöglichte. Als aktive Feministin in den USA konzentrierte sie sich vor allem auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/kung.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-439" title="Kung San" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/kung.jpg" alt="Kung San" width="153" height="237" /></a>Von M. Rettenmund</p>
<p>Marjorie Shostak lebte von 1969 bis 1971 mit ihrem Mann in Botswana, unter den !Kung San, einer Jäger- und Sammlergesellschaft. Sie erlernte während ihres Aufenthalts die Schnalzlautsprache der !Kung, was ihr die Durchführung von Interviews mit den !Kung ermöglichte. Als aktive Feministin in den USA konzentrierte sie sich vor allem auf die Stellung und Rolle der Frau in der !Kung Gesellschaft. Zudem war es ihr ein grosses Anliegen, mehr über die Gefühlswelt der !Kung zu erfahren. Nach zahlreichen eher ernüchternden Gesprächen mit den !Kung lernte sie schliesslich eine Frau namens „Nisa“1 kennen. Shostak zeigt sich der neuen Bekanntschaft gegenüber zunächst eher skeptisch, ist jedoch nach einigen Interviews von Nisas Erzählstil und ihrer starken Persönlichkeit fasziniert.</p>
<p>Für die Durchführung der Befragungen setzte Shostak ein Tonbandgerät ein und transkribierte die Texte nachträglich. 1981 veröffentlichte sie mit Genehmigung der !Kung Frau schliesslich die literarische und ethnographische Verarbeitung der Gespräche im Buch „Nisa. The Life and Words of a !Kung Woman“.</p>
<p>In Shostaks Ethnographie steht erstmals ein Individuum einer „fremden Kultur“ im Zentrum. Nisa, zugleich Informantin und Studienobjekt, erhält in Shostaks Werk eine eigene Erzählstimme. Die Autorin entschied sich dazu, wie James Clifford (Clifford 1995, S. 136) sich in seinem Aufsatz „Über ethnographische Autorität“ treffend ausdrückt, „[..] die diskursiven Prozesse der Ethnographie in der Form eines Dialogs zwischen zwei Individuen zu präsentieren“, und nennt das Werk nebst einigen weiteren Publikationen ein bemerkenswertes Beispiel. Eine verborgene Kritik an der ethnographischen Autorität und der damit zusammenhängenden Machtposition des Autoren lässt sich aus Shostaks Text ableiten: Mittels der Wahl der dialogischen Autoritätsform lässt Shostak Nisa zum Hauptcharakter werden, die ihre Geschichte selber erzählen darf. Das Resultat ist eine romanartige Monographie, die sich spannend lesen lässt und überzeugt. Entsprechend gross ist die Leserschaft des Buchs, da sich nicht nur die wissenschaftliche Welt für das Werk interessiert, sondern ebenso die breite Öffentlichkeit. Durch die einfache und verständliche Präsentation kann sich der Leser mit Nisa identifizieren und sich so in ihre Welt einfühlen. Die emotionalen Aspekte im Leben der !Kung können aus der Perspektive der Gruppe auf diese Weise „von innen heraus“ betrachtet und verstanden werden.</p>
<p>„Nisa erzählt“, wie das Buch in der deutschsprachigen Veröffentlichung 1986 heisst, lässt ebenfalls eine gesellschaftliche Provokation erkennen, da Shostak die offenherzigen Berichte zu Nisas Sexualität bewusst nicht zensierte. Da in den 80er Jahren noch sehr viele sexuelle Tabus bestanden, war dies auf alle Fälle ein mutiger Schritt. Einzige Kritik bleibt das unklare Verhältnis zwischen Shostaks Interpretation, Nisas Worten und dem ethnographischen Bericht. Eine Überprüfung ist hier sehr schwierig und wird auch durch die Abtrennung der „objektiven“ Textteile Shostaks (z.B. Kapiteleinleitungen) nicht möglich. Wie geht man mit dem Werk also richtig um? Aus wissenschaftlicher Sicht ist es entscheidend, dass man eine eigene Kontextualisierung vornimmt und sich mittels zusätzlichen Publikationen ein eigenes Bild der !Kung Gesellschaft zu dieser Zeit erschafft. Die Berichte in Shostaks Werk sollten nicht als Fakten oder absolute Wahrheiten betrachtet werden. Da selbst Shostak während ihres Aufenthalts bei den !Kung, wie sie selbst im Epilog erklärt, wiederholt aufgezeichnete Gespräche hinterfragen musste.</p>
<p>Das Werk wird heute als umstrittenes anthropologisches Standardwerk betrachtet. Einerseits wird der innovative postmoderne Stil der Ethnographie gelobt und die Bedeutung des Werks für das Fach betont, andererseits führt das Fehlen von wissenschaftlichen Aspekten, wie beispielsweise das Fehlen von Quellen, eine Kontextualisierung, ein Fazit oder auch die fehlende anthropologische Ausbildung Shostaks in universitären Kreisen zu Ablehnung. Die Veröffentlichung 1981 durch die Harvard University Press gab Shostak jedoch bereits von Anfang an einen „wissenschaftlichen Rückenwind“. Gesellschaftskritische, feministische Aspekte, der innovative ethnographische Charakter des Werks, sowie die Reflexion der eigenen Autorität rechtfertigen die Einstufung des Werks als bedeutende Ethnographie. Trotz der immer noch anhaltenden Diskussion um wissenschaftliche Akzeptanz, konnte das Werk die ethnographische Postmoderne entscheidend mitprägen.</p>
<h3>Bibliographie</h3>
<p>Clifford, James 1995: Über ethnographische Autorität. In: Fuchs, M. und Berg, E. (Hg.): Kultur, soziale Praxis, Text. Die Krise der ethnographischen Präsentation. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag. S. 109-157.</p>
<p>Haller, Dieter 2005: dtv-Atlas Ethnologie. München: Deutscher Taschenbuch Verlag.</p>
<p>Shostak, Marjorie 1986 (1981): Nisa erzählt. Das Leben einer Nomadenfrau in Afrika. Reinbek: Rowohlt Verlag.</p>
<p>Shostak, Marjorie 2000 (1981): Nisa. The Life and Words of a !Kung Woman. Cambridge: Harvard University Press.</p>
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		<title>Postkolonialismus &#8211; was ist die geeignete Lösung aus anthropologischer Sicht?</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 09:43:58 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Von M. Rettenmund Als die europäischen Kolonialmächte, darunter u.a. England, Spanien, die Niederlande, Portugal, weite Teile der Welt in Besitz nahmen, konnte noch niemand die massiven Folgen daraus überschauen oder absehen. Ein anthropologisch-ethnologischer Rückblick mittels älteren und neueren Ethnographien und Forschungsergebnissen erlaubt heute ein mehr oder weniger grobes Bild der Folgen zu zeichnen. Kurz und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von M. Rettenmund</p>
<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/kolonialismus.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-471" title="Kolonialismus" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/kolonialismus-150x150.jpg" alt="Kolonialismus" width="150" height="150" /></a>Als die europäischen Kolonialmächte, darunter u.a. England, Spanien, die Niederlande, Portugal, weite Teile der Welt in Besitz nahmen, konnte noch niemand die massiven Folgen daraus überschauen oder absehen. Ein <strong>anthropologisch-ethnologischer Rückblick</strong> mittels älteren und neueren Ethnographien und Forschungsergebnissen erlaubt heute ein mehr oder weniger grobes Bild der Folgen zu zeichnen. Kurz und knapp: Die <strong>Kolonialmächte</strong> haben die heute noch immer stark unterentwickelten, <strong>ehemals kolonialbesetzten Länder und Gesellschaften</strong> kulturell, religiös und wirtschaftlich durch ihren Eingriff in eine <strong>extreme</strong> <strong>Instabilität</strong> getrieben.</p>
<p>Man könnte nun argumentieren, dass dies <strong>Fehler der Vergangenheit</strong> gewesen seien und dass heute ganz anders gedacht wird. Weitgehend ist dies zwar richtig &#8211; eine erneute feindliche Übernahme eines fremden Territoriums wie dies zu Zeiten des Kolonialismus geschehen war, würde heute nicht mehr akzeptiert. Dennoch besteht weiterhin eine intensive Einmischung in den instabilen Gegenden der Welt. Als offensichtliches Beispiel kann der <strong>Irak</strong> oder <strong>Afghanistan</strong> genannt werden, wo die Kriegsführung (grösstenteils angeführt von der USA) bisher weder zu sinnvollen Lösungen noch zu vernünftiger Stabilität geführt haben. Man kann sich fragen, ob diese <strong>&#8220;offene Intervention&#8221;</strong> in diesen Ländern ebenfalls Aspekte des Kolonialismus aufzeigt und wird Punkto Rohstoffen (=&gt; Erdöl) sicherlich fündig, wenn auch nicht eindeutig beweisbar. Doch man muss erst gar nicht soweit gehen, dass man den Krieg miteinbezieht. Betrachtet man das <strong>Verhältnis Afrika &#8211; Europa</strong> in den letzten Jahrzehnten, so wird klar, dass selbst nach dem Kolonialismus noch immer eine <strong>klare Ausbeutung</strong> des afrikanischen, aber auch des asiatischen Kontinents besteht &#8211; ein Interesse diese Situation umzukehren ist nur gering vorhanden, da schliesslich die &#8220;<strong>Dritte Welt&#8221; günstig produziert</strong> und dadurch der materielle Wohlstand der entwickelten Länder auf &#8220;einfache Art und Weise&#8221; gesichert wird.</p>
<p>Doch kehren wir zurück zu den &#8220;alten&#8221; Kolonialmächten. Die <strong>Auswirkungen des Kolonialismus in Lateinamerika</strong> sind beispielsweise noch heute spürbar. Man könnte sich diesbezüglich sogar fragen: <strong>Ist dort der Kolonialismus überhaupt zu Ende?</strong> &#8211; Als abgeschlossen kann man ihn wohl nicht betrachten, trifft man beispielsweise in Guatemala (Mittelamerika) auf die starken Identifikationsprobleme der Indigenas mit den eigenen Traditionen und die massive Durchmischung der Kultur mit westlicher Religion, Sprache und Ideen. Die eigene Identität zu finden, ist für viele Einheimische, egal ob indigener oder mestizischer (indigen-europäisch vermischter) Herkunft, heute noch ein massives Problem. Es ist ein <strong>Drahtseilakt</strong> zwischen einer <strong>modernen Ausrichtung</strong> auf die westliche Welt (mit der USA, aber auch Europa als zweifelhaftes Vorbild, betrachtet man die geschichtlichen Ereignisse) und einer<strong> Rückbesinnung</strong> auf alte Bräuche, Sitten und Rituale. Doch welches davon sind die vorkolonialen und welches sind die postkolonialen Überbleibsel? Gibt es überhaupt noch bewahrte Elemente aus der präkolonialen Zeit? Falls ja, so werden diese von den &#8220;Bewahrern alten Wissens&#8221; nicht öffentlich gemacht, um das kulturelle Erbe zu schützen. Man darf wohl annehmen, dass noch immer einige wenige uralte <strong>Traditionen im &#8220;Hinterzimmer&#8221; praktiziert</strong> und/oder mündlich weitergegeben werden. Dass europäische oder amerikanische Anthropologen bei Forschungen diese Quellen nicht ohne Weiteres ausfindig machen und aufdecken werden, ist naheliegend. Und aus meiner Sicht auch gut so!</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Die heutigen anthropologischen Untersuchungen sollten nicht ausschliesslich vom &#8220;Westen&#8221; durchgeführt werden, sondern von <strong>Anthropoloogen aus den eigenen Reihen</strong>, somit von <strong>Einheimischen</strong>. Wie schon Franz Boas feststellte, ist <strong>jede Kultur relativ</strong> und <strong>nur aus sich selbst heraus zu verstehen</strong>. Der nächste einzig logische Meilenstein für die Anthropologie ist somit gegeben: die <strong>Analyse </strong>und <strong>Diskussion </strong>der <strong>Forschungsergebnisse einheimischer anthropologischer Studien</strong>. Die <strong>Rekonstruktion </strong>der <strong>präkolonialen Kulturidentität</strong> in unterentwickelten Ländern von <strong>&#8220;innen aus sich selbst heraus&#8221;</strong> ist für die <strong>Stabilität</strong> und <strong>positiver Weiterentwicklung</strong> dieser Länder von <strong>zentraler Bedeutung</strong>.</p>
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		<title>Franz Boas</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 09:20:08 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturrelativismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Franz Boas war ein deutschstämmiger US-amerikanischer Geograph, Anthropologe und Ethnologe. Er stammte aus einer jüdisch-deutschen Familie, die nachweislich des Geschlechterbuches Heinemann (Chajim)/Boas seit 1670 in Westfalen ansässig war. Boas Grossvater, der Kaufmann Feibes Boas hatte seit 1821 die Bürgerrechte der Stadt Minden. Franz und Maria Boas hatten sechs Kinder; als jüngstes Kind die Tanztherapeutin Franziska [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/FranzBoas.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-464" title="FranzBoas " src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/FranzBoas-150x150.jpg" alt="FranzBoas " width="150" height="150" /></a>Franz Boas war ein deutschstämmiger US-amerikanischer Geograph, Anthropologe und Ethnologe. Er stammte aus einer jüdisch-deutschen Familie, die nachweislich des Geschlechterbuches Heinemann (Chajim)/Boas seit 1670 in Westfalen ansässig war. Boas Grossvater, der Kaufmann Feibes Boas hatte seit 1821 die Bürgerrechte der Stadt Minden. Franz und Maria Boas hatten sechs Kinder; als jüngstes Kind die Tanztherapeutin Franziska Boas. Beeinflusst vom 1. Internationalen Polarjahr, einer Initiative von Carl Weyprecht, zog Franz Boas im Oktober 1882 nach Berlin, um seine <strong>Expedition in die Arktis</strong> zu organisieren. Boas erreichte eine finanzielle Förderung durch den Verleger Rudolf Mosse bei einer Gegenleistung von fünfzehn Artikeln für das Berliner Tageblatt. Auch gelang es ihm, die wissenschaftliche Unterstützung durch den Mediziner Rudolf Virchow, den Ethnologen Adolf Bastian und den Polarforscher Georg von Neumayer zu gewinnen. Ausserdem erlernte Boas die <strong>Grundkenntnisse der dänischen Sprache </strong>und des <strong>Inuktitut, der Sprache der Inuit</strong>.</p>
<p>Am 20. Juni 1883 brach Franz Boas in Begleitung von Wilhelm Weike in Hamburg zu seiner Expedition zu den Inuit des Baffinlandes auf. Als ein geografisch geschulter Wissenschaftler entwickelte er die Grundlagen ethnologischer Feldforschung, wobei er von einem <strong>kulturökologischer Ansatz</strong> ausging. Im September 1884 beendete Boas die Expedition in New York und blieb zunächst bei seiner Verlobten Marie Krackowitzer. Nach seiner Rückkehr präsentierte Franz Boas die Ergebnisse seiner Forschungsreise auf dem 5. Deutschen Geographentag. Er stellte sie auch dar in seiner Habilitationsschrift über &#8220;<em>Die Eisverhältnisse des arktischen Ozeans</em>&#8220;. Von 1886 bis 1887 unternahm er auf eigene Kosten eine Expedition nach British Columbia, 1888 unterstützte die British Association for the Advancement of Science seine Nordwestküstenexpedition.</p>
<p>Sein Onkel Abraham Jacobi – wegen seiner Aktivitäten bei der demokratischen Revolution von 1848 nach Amerika emigriert – war als Kinderarzt wohlhabend geworden. Er ermöglichte Franz Boas im Jahr <strong>1886 </strong>die <strong>Übersiedlung in die USA.</strong> 1892 wurde er Dozent für Anthropologie an der Clark University in Worcester. 1893 wurde er Assistent des Direktors des Peabody Museums, Frederick Ward Putnam bei der grossen World&#8217;s Columbian Exposition. Die Ausstellungsstücke kamen ins Field Columbian Museum in Chicago, an dem Boas für 18 Monate Kurator wurde, bis man ihn dort vergraulte. Er unternahm danach eine <strong>kurze Expedition</strong>, um die <strong>Winterzeremonie der Kwakiutl</strong> zu dokumentieren.</p>
<p>1896 bis 1900 war er stellvertretender wissenschaftlicher Leiter der anthropologischen Abteilung des American Museum of Natural History in New York. 1899 erhielt Franz Boas an der Columbia University in New York eine Professur für Anthropologie, die er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1934 inne hatte. Aus dieser Position heraus gelang ihm die Professionalisierung der Anthropologie sowie die Ausweitung der Ethnologie über das nordamerikanische Forschungsgebiet hinaus. Boas wurde zum <strong>Wegbereiter </strong>einer neue Richtung der Anthropologie in Amerika, der <strong>Cultural Anthropology</strong>. Franz Boas errang durch die Planung und Leitung der Jesup North Pacific Expedition (1897–1902) in der US-Ethnologie eine Spitzenstellung. Die Expedition konnte die asiatische Herkunft der nordamerikanischen Indianer nachweisen. Boas bemühte sich auch um die Sicherung des kulturellen Erbes der nordamerikanischen Indianer und der Inuit.</p>
<p><strong>Bekannt geworden </strong>ist Boas durch seinen <strong>Kulturrelativismus: Jede Kultur ist relativ und </strong><strong>nur aus sich selbst heraus zu verstehen. </strong>Er entwickelte einen <strong>historischen Partikularismus</strong>: <strong>Jede Kultur</strong> habe ihre <strong>eigene Geschichte</strong> und <strong>Entwicklung. Man solle nicht versuchen</strong>, ein <strong>allgemeines Gesetz zu machen</strong>, wie sich Kulturen entwickeln. Damit widersprach er dem Evolutionismus von Lewis Henry Morgan. Boas und seine Schülerinnen und Schüler (wie Alfred Kroeber und Ruth Benedict) beeinflussten die nordamerikanische Anthropologie nachhaltig. <strong>Bekannt geworden</strong> ist <strong>Boas für seine Erforschung von Wildbeutergesellschaften der Indianer an der Nord-Nordwestküste der USA</strong>. Er forschte bei den <strong>Kwakiutl</strong>. Als er diese studierte, fiel ihm die Unstimmigkeit von Morgans Theorie auf.</p>
<p>Der <strong>Evolutionismus</strong> <strong>behauptet</strong>, <strong>Wildbeutergesellschaften</strong> (Jäger und Sammler) stellten <strong>immer die unterste Entwicklungsstufe</strong> dar mit einem harten Dasein ohne Luxus, wo nur der tägliche Kampf ums Überleben herrsche. Boas fand aber bei den <strong>Kwakiutl </strong>eine ganz andere Situation. Diese sind zwar <strong>Wildbeuter</strong>, aber <strong>trotzdem sesshaft</strong>. Sie hatten ein angenehmes Leben mit <strong>reichlich Nahrung</strong> <strong>durch den Lachsfang an der Küste</strong>. Sie besassen reiche Töpferwaren und ein ausgeprägtes Kunsthandwerk und sogar Kriegsgefangene von Nachbarstämmen als Haussklaven. Und sie hatten so viel, dass sie es verschenken oder gar zerstören konnten – nämlich beim <strong>Potlatch</strong>. Seine Forschungen zu dieser Zeremonie des Gabentausches sind von Thorstein Veblen (Theorie des demonstrativen Konsums) und Marcel Mauss (Theorie des Geschenks) ausgiebig genutzt worden.</p>
<p>Boas <strong>beeinflusste</strong> auch den französischen Philosophen und Ethnologen <strong>Claude Lévi-Strauss</strong>, der ihn während seines Exils in New York 1942 mehrfach traf. Seine Erfahrungen bei den Kwakiutl beschäftigten die Anthropologie über viele Generationen. Seinen genauen Beschreibungen und Aufzeichnungen ist es auch zu verdanken, dass die Fadenspiele der Inuit Einzug in die westliche Welt hielten. Franz Boas Bedeutung für die noch junge Wissenschaft der Anthropologie hängt auch mit dem hohen Anteil seiner Schüler unter den ersten professionellen universitären Anthropologen in den USA zusammen. Von 1901 bis 1911 gingen aus der Columbia University sieben PhDs in Anthropologie hervor. Diese nach heutigen Massstäben geringe Zahl festigte den Ruf von Boas’ Abteilung an der Columbia als ein herausragendes Anthropologieprogramm im ganzen Land. Seine Studenten sowie Schüler, die auch anthropologische Studiengänge an den anderen grösseren US-Universitäten etablieren konnten, waren:</p>
<ul>
<li>Alfred Louis Kroeber (1901) war der erster Doktorand; gemeinsam mit seinem Kommilitonen Robert H. Lowie (1908) schuf er das anthropologische Programm an der University of California, Berkeley.</li>
<li>William Jones (1904 PhD von Columbia) war einer der ersten indianischen Anthropologen (Fox). Er wurde 1909 bei Forschungen auf den Philippinen getötet.</li>
<li>Albert B. Lewis (1907) und Frank Speck (1908), der seinen PhD an der University of Pennsylvania erwarb und dort eine Anthropologieabteilung aufbaute.</li>
<li>Der Linguist <strong>Edward Sapir</strong> (1909) lehrte an den Universitäten in Berkeley, Ottawa, Chicago und Yale.</li>
<li>Alexander Goldenweiser (1910) startete gemeinsam mit Elsie Clews Parsons das Fach Anthropologie an der New School for Social Research. Parsons wurde 1899 an der Columbia in Soziologie promoviert; anschliessend hatte sie bei Boas Ethnologie studiert.</li>
<li>Paul Radin (1911) leitete umfangreiche Feldforschungen bei den Ojibwa- und den Winnebago-Indianern in der Great Lakes Region und lehrte als Ethnologe.</li>
<li>Herman Karl Haeberlin (um 1914) hinterliess nach seinem Tod 1918 insgesamt 41 Notizhefte, deren Veröffentlichung Boas veranlasste.</li>
<li>Fay-Cooper Cole (1914) entwickelte das Anthropologieprogramm für die Universität Chicago.</li>
<li>Esther Goldfrank, seit 1940 verheiratet mit Karl August Wittfogel, reiste 1919 mit Boas nach New Mexico, um die Pueblo-Indianer zu erforschen.</li>
<li><strong>Leslie Spier</strong> (1920) legte die Grundlagen an der University of Washington in Seattle gemeinsam mit seiner Ehefrau und Boas-Schülerin Erna Gunther. Gunther konnte aus Herman Haeberlins Notizen publizieren. Sie alle stammten aus Deutschland.</li>
<li>Melville J. Herskovits (1923) lehrte an der Northwestern University in Evanston (Illinois).</li>
<li>Zora Neale Hurston studierte mit einem Stipendium Anthropologie. Das Studium beendete sie 1928 am Barnard College.</li>
<li><strong>Margaret Mead</strong> (1929) war eine überzeugte Vertreterin des Kulturrelativismus.</li>
<li>Gilberto Freyre, brasilianischer Soziologe, bezeichnete Boas als seinen Lehrer.</li>
<li>Viola Garfield setzte die Arbeiten über die Tsimshian fort, und Frederica de Laguna forschte über die Inuit und die Tlingit.</li>
</ul>
<h6>Quelle: Wikipedia</h6>
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		<title>Marshall Sahlins</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 09:13:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Marshal Sahlins wuchs in Chicago auf. Seinen BA und MA erwarb er an der University of Michigan, wo er bei Leslie White studierte. 1954 wurde Sahlins Ph.D. an der Columbia University. Hier haben ihn Karl Polanyi und Julian Steward intellektuell beeinflusst. Er kehrte in den 1960er Jahren als Dozent an die University of Michigan zurück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/sahlins.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-457" title="Marshall Sahlins" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/sahlins-150x150.jpg" alt="Marshall Sahlins" width="150" height="150" /></a>Marshal Sahlins wuchs in Chicago auf. Seinen BA und MA erwarb er an der University of Michigan, wo er bei Leslie White studierte. 1954 wurde Sahlins Ph.D. an der Columbia University. Hier haben ihn <strong>Karl Polanyi</strong> und Julian Steward intellektuell beeinflusst. Er kehrte in den 1960er Jahren als Dozent an die University of Michigan zurück und wurde bei Protesten gegen den Vietnamkrieg politisch aktiv: Gemeinsam mit seinem Kollegen <strong>Eric Wolf</strong> organisierte er das erste Teach-in. Während eines zweijährigen Aufenthaltes in Paris lernte Sahlins insbesondere die Arbeiten von <strong>Claude Lévi-Strauss</strong> kennen und erlebte die studentischen Proteste bei den Mai-Unruhen 1968. Seit 1973 lehrte Sahlins an die University of Chicago, und seit Juni 1997 führt er den Titel des Charles F. Grey Distinguished Service Professor of Anthropology Emeritus.</p>
<p>Sahlins Forschungen konzentriert sich auf die <strong>Fragestellung, mit welchem Potenzial die Kultur auf Wahrnehmungen und Handlungen der Menschen einwirken kann</strong>. Er will vor allem beweisen, dass die <strong>Kultur</strong> eine <strong>einzigartige Kraft zur Motivation der Menschen</strong> besitzt, die <strong>nicht biologischen Ursprungs</strong> ist. Seine frühen Arbeiten dienten dazu, die <strong>Vorstellung vom Homo oeconomicus zu relativieren</strong> und zu zeigen, dass sich das ökonomische System in kulturell spezifischen Weisen der jeweiligen Umwelt anpasst. Nach der Veröffentlichung von <strong>Culture and Practical Reason</strong> (1976) widmete sich Marshall Sahlins der Beziehung zwischen Geschichte und Anthropologie sowie der Art, wie verschiedene Kulturen Geschichte verstehen und schaffen. Obwohl der gesamte Pazifik in seinem Blickfeld lag, betrieb er die meiste Forschung auf den Fidschi und Hawaii. In seinem Werk Evolution and Culture (1960 und 1988) befasst sich Sahlins mit der <strong>kulturellen Evolution</strong> und dem <strong>Neoevolutionismus</strong>. Die Evolution von Gesellschaften unterteilt er in allgemein und spezifisch. Als allgemeine Evolution bezeichnet er die Tendenz kultureller und sozialer Systeme, hinsichtlich ihrer Komplexität, Organisation und Umweltanpassung zu expandieren. <strong>Weil einzelne Kulturen jedoch nicht isoliert existieren können, kommt es zu Interaktionen und zur Diffusion ihrer Qualitäten, zum Beispiel bei technologischen Erfindungen</strong>. Dies führt dazu, dass sich Kulturen unterschiedlich entwickeln: In einer spezifischen Evolution entstehen nun verschiedene Kombinationen kultureller Elemente und auch verschiedene Entwicklungsstufen.</p>
<p>Ende der 90er Jahre lieferten sich der aus Sri Lanka stammende Ethnologe <strong>Gananath Obeyesekere </strong>und <strong>Marshall Sahlins</strong> eine intensive <strong>Debatte</strong> über die Details des Todes von James Cook auf Hawaii im Jahre 1779. Im Mittelpunkt der Debatte stand die Frage nach der <strong>Beurteilung der Rationalität indigener</strong> Völker. Obeyesekere bestand darauf, dass diese grundsätzlich genauso dachten wie Menschen aus der westlichen Welt. Er befürchtete, dass jede andere Einschätzung sie als irrational oder unzivilisiert einstufen würde. Sahlins hingegen sah westliche Denkweisen selbst kritisch: <strong>Er betonte, dass indigene Kulturen zwar anders, doch dabei denen im Westen gleichwertig seien</strong>.</p>
<h6>Quelle: Wikipedia</h6>
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		<title>Margarete Mead</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 09:04:17 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Culture-and-Personality Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Margaret Mead war eine US-amerikanische Anthropologin und Ethnologin. Margaret Mead gilt als eine der entschiedensten Vertreterinnen des Kulturrelativismus im 20. Jahrhundert. Sie vertrat die Auffassung, dass Sozialverhalten formbar und kulturbestimmt sei. Besonders in den 1960er und in den 1970er Jahren waren ihre Arbeiten sehr populär. Mead galt mit ihren Studien über die Sexualität in südpazifischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/786px-Margaret_Mead_NYWTS.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-451" title="Margaret Mead" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/786px-Margaret_Mead_NYWTS-150x150.jpg" alt="Margaret Mead" width="150" height="150" /></a>Margaret Mead war eine US-amerikanische Anthropologin und Ethnologin. Margaret Mead gilt als eine der entschiedensten Vertreterinnen des Kulturrelativismus im 20. Jahrhundert. Sie vertrat die Auffassung, dass <strong>Sozialverhalten formbar</strong> und <strong>kulturbestimmt </strong>sei. Besonders in den 1960er und in den 1970er Jahren waren ihre Arbeiten sehr populär. Mead galt mit ihren Studien über die Sexualität in südpazifischen Kulturen als eine Wegbereiterin der sexuellen Revolution. Seit den 1980er Jahren wurde verstärkt Kritik an ihren Forschungsmethoden geübt. Margaret Mead studierte an der Columbia University bei <strong>Franz Boas</strong> und <strong>Ruth Benedict</strong>.</p>
<p>1925 reiste sie als junge Anthropologin allein nach <strong>Samoa</strong>, wo sie junge Mädchen an der Stufe zum Erwachsenwerden studierte. Mit einigem Erstaunen hielt sie fest, dass die bis dahin als starr geltenden <strong>sozialen Rollen</strong> <strong>kulturell vorgegeben waren </strong>und nicht – wie bisher allgemein angenommen – für alle Menschen allgemein gültig waren. 1957 reiste Lowell D. Holmes auf den Spuren Meads und korrigierte in seiner Dissertation Fehler von Mead; im Grossen und Ganzen bestätigte er darin aber Meads Ergebnisse. Weltberühmt wurde Mead durch ihre Forschungsreisen 1931 nach <strong>Neuguinea</strong>, wo sie die Gesellschaftsstrukturen der Arapesh, Tchambuli und Mundugumor erforschte und aus ihrem Material folgerte, dass die <strong>bis dahin bekannten Geschlechterrollen kulturell bedingt seien</strong> und <strong>nicht genetisch vorgegeben. </strong>Sie war die erste Person, die diese (bis heute umstrittene) Ansicht empirisch zu belegen schien und gab damit den gesamten Sozialwissenschaften neue Impulse. Zwischen 1936 und 1939 betrieb sie zusammen mit Gregory Bateson und Jane Belo intensive Studien auf der Insel Bali. Sie war damit eine wichtige Figur des sogenannten Bali-Circle der dreissiger Jahre. Während des Zweiten Weltkrieges musste sie ihre Forschungsreisen in die Südsee unterbrechen, wodurch sie sich jedoch nicht von weiteren Forschungstätigkeiten abhalten liess. <strong>Gemeinsam mit Ruth Benedict</strong> wandte sie früh anthropologische und ethnologische Methoden zur Erforschung moderner Kulturen an. Um ihre <strong>Vergleiche zwischen den Kulturen</strong> zu vertiefen und weitere Forscher zu solchen Vergleichen zu animieren, gründeten <strong>die beiden Ethnologinne</strong>n das <strong>Institute for Intercultural Studies</strong>. Insgesamt erforschte Mead sieben Kulturen im Südpazifik. Sie war Professorin des American Museum of Natural History in New York, Präsidentin der American Anthropological Association (AAA) und der American Association for the Advancement of Science. Sie erhielt 28 Ehrendoktorate von Universitäten weltweit und schrieb mehr als 40 Bücher sowie über 1000 wissenschaftliche Artikel. Sie war Lehrerin und Förderin von Ray Birdwhistell. Sie war auch eine Galionsfigur der 68er-Bewegung, die sich gerne auf die Pionierin berief. Mead war verheiratet mit Luther Cressman, Reo F. Fortune und Gregory Bateson mit dem sie eine Tochter, Mary Catherine (* 1938) hatte.</p>
<p>Der Anthropologe <strong>Derek Freeman widersprach Meads Samoa-Ergebnissen</strong> in seinen Studien. Freeman ging dabei ausdrücklich nicht von einer bewusst falschen Darstellung durch Mead aus. Seiner Auffassung nach entsprang ihr Samoa-Bild eigenem Wunschdenken. Mead hatte Anthropologie bei Franz Boas, einem der Gründungsväter der amerikanischen Kulturanthropologie, studiert. Boas wandte sich in seinen Forschungen gegen den von der Eugenetik vertretenen Erbdeterminismus, der den Menschen vor allem durch seine Erbanlagen bestimmt sah. Im Sinne Boas trat die damals 23-jährige Margaret Mead ihre Forschungen ausdrücklich mit dem Ziel der <strong>Widerlegung des Erbdeterminismus</strong> an: „<em>Wir hatten zu zeigen, dass die Menschennatur ausserordentlich anpassungsfähig ist, dass die Rhythmen der Kultur zwingender sind als die physiologischen Rhythmen … Wir hatten den Beweis zu erbringen, dass die biologische Grundlage des menschlichen Charakters sich unter verschiedenen gesellschaftlichen Bedingungen verändern kann.</em>“</p>
<p>Meads Fahrt nach Samoa im August 1925 war ihre erste Auslandsreise. Fundierte Kenntnisse der samoanischen Geschichte und Kultur hatte sie nicht. Erst vor Ort nahm sie Anfangsunterricht in der samoanischen Sprache (1 Stunde pro Tag). Da sie die Vorstellung, in der primitiven Umgebung einer samoanischen Familie zu leben, abschreckte, zog sie in das Haus einer dort ansässigen nordamerikanischen Familie. Im nächsten halben Jahr <strong>befragte sie samoanische Mädchen, 25 davon näher. </strong>Diese Befragungen bildeten die Quelle ihres Buches. Zugang zum politischen Leben der Einheimischen, den Männerversammlungen, bekam sie als Frau nicht.<br />
Anders als Mead war Derek Freeman der samoanischen Sprache kundig. Er kam erstmalig 1940 nach Samoa und verbrachte dort in den folgenden vier Jahrzehnten über sechs Jahre. Er schrieb seine Doktorarbeit über die Gesellschaftsstruktur Samoas, wurde von einer einheimischen Familie adoptiert und in seinem Dorf zum Häuptling ernannt. Anfangs wie Mead ein überzeugter Kulturdeterminist, veröffentlichte er sein mead-kritisches Buch erst als emeritierter Professor. Freemans Beschreibung von Samoa, das er aufgrund seiner eigenen jahrzehntelangen Erfahrungen und Befragungen sowie intensiven Quellenstudien beschreibt, steht im ausdrücklichen Widerspruch zu Meads Ergebnissen. Es ist eine genauso komplexe Kultur wie die uns bekannte, mit vergleichbaren emotionalen Höhen und Tiefen für jeden ihrer Bewohner. Massiv kritisiert wurde, dass er sein Werk erst nach dem Tod Meads publizierte, die sich so den Vorwürfen nicht mehr stellen konnte.</p>
<p>Die Beschreibung Arapesh auf Neuguinea in den 1930er Jahren als äusserst friedliches Volk hat Mead Kritik von einem ihrer Ex-Männer eingetragen. Der Anthropologe Reo F. Fortune wies 1939 Forschungsergebnisse der inzwischen mit dem Kollegen Gregory Bateson liierten Mead energisch zurück und beschrieb detailliert die Frauenraubkriege der Arapesh. Der Anthropologe <strong>Paul Shankman</strong> zeichnet inzwischen ein eher vermittelndes Bild von der Kontroverse zwischen <strong>Mead und Freeman</strong> und ist der Auffassung, dass auch Freemans Untersuchung nur unzureichend von der Beweislage gedeckt sei; <strong>beide Seiten der Kontroverse seien unter Ideologieverdacht</strong>.</p>
<h6>Quelle: Wikipedia</h6>
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		<title>Radcliffe-Brown</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 12:22:30 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Strukturfunktionalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Radcliffe-Brown stammte aus Birmingham und machte 1904 seinen Bachelor in Cambridge. In seiner Jugendzeit war er aktiver Anarchist, von seinen Kommilitonen wurde er &#8220;Anarchy Brown&#8221; genannt. Nach seinem Studium (Psychologie &#38; Ökonomie) widmete er sich Feldforschungen auf den Andamanen und in Westaustralien. Während des 1. Weltkrieges war er Erziehungsleiter im Königreich Tonga, anschließend lehrte er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/a-radcliffe-brown.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-419" title="a-radcliffe-brown" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/12/a-radcliffe-brown-150x150.jpg" alt="a-radcliffe-brown" width="150" height="150" /></a>Radcliffe-Brown stammte aus Birmingham und machte 1904 seinen Bachelor in Cambridge. In seiner Jugendzeit war er aktiver Anarchist, von seinen Kommilitonen wurde er &#8220;Anarchy Brown&#8221; genannt. Nach seinem Studium (Psychologie &amp; Ökonomie) widmete er sich Feldforschungen auf den Andamanen und in Westaustralien. Während des 1. Weltkrieges war er Erziehungsleiter im Königreich Tonga, anschließend lehrte er an verschiedenen Universitäten.</p>
<p>Zeit seines Lebens befasste sich Radcliffe-Brown mit der zentralen Frage, ob und auf welche Weise Menschen ohne Herrschaft und ohne Staat leben können. Beeinflusst von seinem Lehrer Emile Durkheim und den Philosophen Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, befasste er sich mit Herrschaftssystemen und Organisationsformen nicht-industrieller Gesellschaften. Radcliffe-Brown wendet sich vom Standpunkt Hobbes&#8217; (Menschen brauchen eine starke Hand, sonst kommt es zum Krieg &#8220;jeder gegen jeden.&#8221;) ab und arbeitet Rousseaus Ansätze weiter aus: Menschen können sehr gut ohne Staat miteinander leben, wenn sie sich an ein paar, einmal geschlossene Vereinbarungen halten.</p>
<p>Seine Idee der staatenlosen Selbstregulierung nicht-industrialisierter Gesellschaften geht vom so genannten &#8220;Gleichgewichtsmodell&#8221; aus. Er veranschaulicht diese Idee in der &#8220;Blattmetapher&#8221;: Die Struktur der Adern gegenüber der Funktion der Flächen spielt zusammen und ergibt als Ganzes das System-Blatt.</p>
<p>Im Detail sieht Radcliffe-Browns Gleichgewichtsmodell folgendermaßen aus: Staatenlose Gesellschaften funktionieren am besten dann, wenn sie sich aus gleichartigen Subsystemen zusammensetzen. Der Schlüssel zum Verständnis, wie staatenlose Gesellschaften funktionieren, finde sich im Gleichgewicht der Subsysteme. Wie eine Torte z.B. aus verschiedenen Sub-Tortenstücken besteht &#8211; wobei jedes Tortenstück das Gegengewicht zum anderen Tortenstück ist &#8211; so wird die Balance, das Gleichgewicht gehalten. Aus Radcliffe-Browns Gleichgewichtsmodell heraus entwickelte sich innerhalb der Ethnologie ein ganzer Strang an neuen Ideen: die so genannte &#8220;Segmentäre Theorie&#8221;.<br />
Strukturfunktionalismus</p>
<p>Radcliffe-Brown sah Institutionen als Schlüssel zum Erhalt der globalen sozialen Ordnung der Gesellschaft, analog zu den Organen des Körpers, und seine Studien der sozialen Funktion untersuchen, wie Bräuche dazu beitragen, die allgemeine Stabilität der Gesellschaft zu erhalten. Dabei ignorierte er die Effekte historischer Veränderungen völlig. Kritisiert wurde vor allem sein Nichtbeachten der Einflüsse des Kolonialismus. Heute wird Radcliffe-Brown, zusammen mit Bronisław Malinowski als Gründer der Social Anthropology gesehen.</p>
<h3>Wichtige Veröffentlichungen</h3>
<ul>
<li>The Andaman Islanders, 1922</li>
<li>Social Organization of Australian Tribes, 1931</li>
<li>Structure and Function in Primitive Society, 1935</li>
<li>African System of Kinship and Marriage, 1950</li>
</ul>
<h6>Quelle: Wikipedia</h6>
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		<title>Ökonomisches Anthro Rätsel</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 08:59:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Haben Sie Anthropologie bzw. Ethnologie studiert oder sind Sie noch dran? Dann versuchen Sie einmal dieses nette kleine Rätsel zur Ökonomischen Anthropologie auszufüllen. Sehr gut gemacht, wenn auch nicht ganz leicht! http://www.lai.at/web/oeku/cp/theogrundlagen/raetsel.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie Anthropologie bzw. Ethnologie studiert oder sind Sie noch dran? Dann versuchen Sie einmal dieses nette kleine Rätsel zur Ökonomischen Anthropologie auszufüllen. Sehr gut gemacht, wenn auch nicht ganz leicht!</p>
<p><a href="http://www.lai.at/web/oeku/cp/theogrundlagen/raetsel.html" target="_blank">http://www.lai.at/web/oeku/cp/theogrundlagen/raetsel.html</a></p>
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		<title>Marcel Mauss</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 22:29:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mauss stammt aus einer jüdischen Familie, die eine kleine Seidensticker-Manufaktur in den Vogesen betrieb. Als Neffe von Emile Durkheim, der 14 Jahre sein Mentor war, war er aber viel stärker empirisch orientiert als dieser. Er versuchte, soziale Phänomene in ihrer Totalität zu sehen und zu verstehen. Der Austausch in archaischen Gesellschaften, den er in seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/marcel-mauss-2-sized.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-421" title="Marcel Mauss" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/marcel-mauss-2-sized-150x150.jpg" alt="Marcel Mauss" width="150" height="150" /></a>Mauss stammt aus einer jüdischen Familie, die eine kleine Seidensticker-Manufaktur in den Vogesen betrieb. <strong>Als Neffe von Emile Durkheim</strong>, der 14 Jahre sein Mentor war, war er aber viel stärker empirisch orientiert als dieser. Er versuchte, soziale Phänomene in ihrer Totalität zu sehen und zu verstehen. Der Austausch in archaischen Gesellschaften, den er in seinem <strong>Essai sur le don („Die Gabe“</strong>) darstellt, ist nach seiner Auffassung eine umfassende gesellschaftliche Tätigkeit – ein „<strong>soziales Totalphänomen</strong>“, das gleichzeitig <strong>ökonomische, juristische, moralische, ästhetische, religiöse, mythologische und sozio-morphologische Dimensionen</strong> umfasst und weit über das Menschenbild des rationalen Homo oeconomicus und seiner Wirtschaft hinaus geht. Im Mittelpunkt seiner Erforschung der Gabe steht die Frage,<strong> warum man Gaben erwidern muss</strong>. Seine Antwort liegt darin begründet, <strong>dass sich in der Gabe Person und Sachen mischen</strong>, man beim Geben einen Teil von sich gibt und im Nehmen der Gabe insofern eine Fremderfahrung des Anderen macht. Mauss untersucht diese Vermischung von Person und Sache nicht nur in fremden Kulturen, sondern auch in unterschiedlichen europäischen Rechtssystemen (bei den Römern oder Germanen), um schließlich von den fremden und alten Kulturen auf die gegenwärtigen Gesellschaften überzuleiten und dort die moralischen Folgerungen aus den Praktiken der Gabe auszuloten. Marcel Mauss&#8217; grundlegende vergleichende ethnografische Arbeit über die Gabe stellt das moralische, psycho-ökonomische Prinzip der Gabe in seinem Zwangscharakter und seiner Schuldverursachung heraus und bringt die Gabe mit dem zweideutigen englischen gift zusammen. Damit kann er die Prinzipien von Dienstleistung, Arbeit, Sozialstaat und Wohlfahrt analysieren. Der Essai sur le don war die erste systematische und vergleichende Studie, die das System des Geschenkaustauschs analysierte und die erste Deutung seiner Funktion im Bezugsrahmen der gesellschaftlichen Ordnung.</p>
<p>Marcel Mauss lehrte an der École Pratique des Hautes Études im FB Religionswissenschaften die „Religionen unzivilisierter Völker“ (wobei er die Bezeichnung „unzivilisiert“ ablehnte). Zusammen <strong>mit seinem Lehrer Emile Durkheim</strong> begründete er die Zeitschrift L&#8217;Année Sociologique und 1925, zusammen mit Paul Rivet und Lucien Lévy-Bruhl, das Institut d&#8217;Ethnologie in Paris. Kurz darauf erhielt er einen Lehrstuhl für Soziologie am Collège de France; die Bewerbung dafür hatte er, zum Ärger seines Onkels, 1908 noch abgelehnt. Politisch war Mauss eng mit der Arbeiter-Internationale verbunden, gründete die Zeitschriften Mouvement Socialiste und L&#8217;Humanité und veröffentlichte entsprechende reformsozialistische Artikel. Sein politisches Vorbild war Jean Jaurès. 1934 heiratete er seine Sekretärin. Während der deutschen Besatzungszeit drängte man ihn aus seiner Position. Er selbst blieb zwar unbehelligt, aber engste Kollegen (wie z. B. Maurice Halbwachs) wurden umgebracht. Nach dem Krieg lebte er sozial isoliert, hinzu traten persönliche Probleme und Demenz.</p>
<p>Einer seiner Schüler war Jean Rouch. Freunde waren Robert Hertz, Henri Hubert, Maurice Leenhardt, Schüler waren u. a. die Gründer des Collège de Sociologie, Michel Leiris und Roger Caillois, aber auch Louis Dumont, André Leroi-Gourhan, Claude Lévi-Strauss und Henri Lévy-Bruhl. Sein Buch <strong>Die Gabe übte darüber hinaus Wirkungen auf das Denken</strong> von Jacques Derrida, Paul Ricoeur, Marcel Hénaff, <strong>Maurice Godelier</strong>, <strong>Marshall Sahlins</strong>, <strong>Pierre Bourdieu</strong> oder Jean Baudrillard aus und ist ein Standardwerk für Anthropologen, Soziologen, Kulturwissenschaftler und Ethnologen.</p>
<h6>Quelle: Wikipedia</h6>
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		<title>Strukturfunktionalismus</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 22:25:22 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Strukturfunktionalismus, eine theoretische Richtung der Soziologie, betrachtet soziale Systeme als ihre eigene Existenz erhaltende Gebilde. Es wird untersucht, welche Bestandsvoraussetzungen gegeben sein müssen, um den Bestand strukturell zu sichern und welche Funktion diese Struktur hat. Zum Teil wird der Strukturfunktionalismus zu den Handlungstheorien gezählt. Der englische Sozialanthropologe Alfred Radcliffe-Brown sah Institutionen als Schlüssel zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Strukturfunktionalismus, eine theoretische Richtung der Soziologie, betrachtet soziale Systeme als ihre eigene Existenz erhaltende Gebilde. Es wird untersucht, welche Bestandsvoraussetzungen gegeben sein müssen, um den Bestand strukturell zu sichern und welche Funktion diese Struktur hat. Zum Teil wird der Strukturfunktionalismus zu den Handlungstheorien gezählt. Der englische Sozialanthropologe Alfred Radcliffe-Brown sah Institutionen als Schlüssel zum Erhalt der globalen sozialen Ordnung der Gesellschaft, analog zu den Organen des Körpers, und seine Studien der sozialen Funktion untersuchen, wie Bräuche dazu beitragen, die allgemeine Stabilität der Gesellschaft zu erhalten. Dabei ignorierte er die Effekte historischer Veränderungen völlig. Zusammen mit den Ergebnissen von Bronisław Malinowski nahmen seine Beiträge den stärksten Einfluss auf den Strukturfunktionalismus.</p>
<p>Der einflussreichste US-amerikanische Soziologe Talcott Parsons entwickelte den anfangs von ihm mitbegründeten Strukturfunktionalismus im Laufe seines Lebens weiter zum Systemfunktionalismus. Dies wird insbesondere im von ihm in den 1950er Jahren entwickelten AGIL-Schema deutlich, das bei der Allgemeinen Systemtheorie Anleihen nimmt und den Grundstein für die Soziologische Systemtheorie legt.</p>
<p>Nach dem AGIL-Schema muss ein System vier Funktionen erfüllen: Adaption, Goal-Attainment, Integration und Latency. Hierfür bildet das System Subsysteme aus, die sich wiederum zerlegen lassen.</p>
<h6>Quelle: Wikipedia</h6>
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		<title>Pierre Bourdieu</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 21:41:20 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Pierre Bourdieu stammte aus einfachen Verhältnissen. Er studierte im Hauptfach Philosophie an der École Normale Supérieure und erreichte 1954 die Agrégation. Führte zunächst Feldforschungen zur Kultur der Berber durch und unterrichtete in der philosophischen Abteilung der Universität Algier. Gleichzeitig betrieb er Studien der arabischen und berberischen Sprache, die er bereits in Algerien begonnen hatte. Bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/bourdieu1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-423" title="Pierre Bourdieu" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/bourdieu1-150x150.jpg" alt="Pierre Bourdieu" width="150" height="150" /></a>Pierre Bourdieu stammte aus einfachen Verhältnissen. Er studierte im Hauptfach Philosophie an der École Normale Supérieure und erreichte 1954 die Agrégation. Führte zunächst <strong>Feldforschungen </strong>zur <strong>Kultur der Berber</strong> durch und unterrichtete in der philosophischen Abteilung der Universität Algier.</p>
<p>Gleichzeitig betrieb er <strong>Studien der arabischen</strong> und <strong>berberischen Sprache, </strong>die er bereits in Algerien begonnen hatte. Bis 1964 verbrachte Bourdieu seine unterrichtsfreie Zeit jeweils in Algerien, um seine ethnologischen Feldstudien fortzusetzen. In der Zeit zwischen 1958 und 1964 entstanden circa 3000 Fotos über den Krieg und das Alltagsleben in Algerien, insbesondere in Algier, von denen nur noch ein Teil vorhanden ist. Erst kurz vor seinem Tod wurden die Fotodokumente veröffentlicht, einzelne Fotos dienten vorher als Buchtitel. In Hamburg wurde 2006 eine Ausstellung von Fotoarbeiten Bourdieus gezeigt.</p>
<p>1963 publizierte er gemeinsam mit Alain Darbel, Jean-Paul Revet und Claude Seibel Abhandlungen über die Entstehung der Lohnarbeit und eines städtischen Proletariats in Algier. 1964 erschien eine Arbeit über die Krise der traditionellen Landwirtschaft, die Zerstörung der Gesellschaft sowie die Umsiedlungsaktionen durch die französische Armee, die er gemeinsam mit Abdelmalek Sayad verfasst hatte.</p>
<p>Bourdieu war auch, vor allem in späteren Jahren, ein politischer Intellektueller: Bekannt geworden ist seine Solidarisierung mit streikenden Bahnarbeitern auf einer Betriebsversammlung im Gare de Lyon am 13. Dezember 1995. Im Jahre 1998 unterstützte er die Arbeitslosenbewegung in Frankreich, war Mitbegründer der globalisierungskritischen Bewegung attac und trat im Mai 2000 für eine Vernetzung der sozialen Bewegungen in Europa gegen den Neoliberalismus ein. Die Tendenz zu politischen Stellungnahmen ist jedoch keine Spätentwicklung, sondern äußert sich bereits in seinen frühen Schriften zu Algerien.</p>
<p>Obwohl ins Zentrum der akademischen Macht in Frankreich, dem Collège de France, vorgedrungen, blieb er, aus einfachsten Verhältnissen stammend, Zeit seines Lebens dem Gebaren und den Gepflogenheiten dieser Institution gegenüber innerlich distanziert. Seine kritisch-ironische Antrittsvorlesung Leçon sur la leçon und die großangelegte Studie Homo academicus zeugen davon.</p>
<p>Seine soziologischen Forschungen, zumeist im Alltagsleben verwurzelt, waren vorwiegend empirisch orientiert und können der Kultursoziologie zugeordnet werden. Anknüpfend an den Strukturalismus versuchte Bourdieu, subjektive Faktoren mit objektiven Gegebenheiten zu verbinden. Wissenschaftstheoretisch vertrat er unter anderem die Aufhebung des Dualismus von Subjektivismus und Objektivismus, zwischen Idealismus und Materialismus. Auch zum mittelalterlichen Universalienstreit nahm Bourdieu eine vermittelnde Position zwischen Nominalismus und Realismus ein.</p>
<p>Bourdieu entwickelte seine theoretischen Begriffe unter Einbeziehung der Erfahrungen von Individuen. Er verwendete Leitbegriffe wie Habitus, sozialer Raum, soziales Feld, Kapital und Klasse. Alle diese in der Soziologie und Ökonomie verwendeten Begriffe entwickelte er weiter, so dass sie in der Zusammenschau eine neue empirisch begründete soziologische Theorie ergeben, die in den heutigen soziologischen Diskursen von großer Bedeutung ist und häufig als „Theorie der Praxis“ bezeichnet wird. Mit seinem Konzept einer praxeologischen Erkenntnisweise, das er aus seiner Kritik an der theoretischen Vernunft &#8211; den Erkenntnismöglichkeiten eines rein theoretisch arbeitenden Wissenschaftlers &#8211; formulierte, wollte er objektive Erkenntnis nicht negieren, sondern überschreiten.</p>
<p>Die Kulturtheorie Bourdieus vergleicht Interaktionen des Alltagslebens mit einem Spiel. Die Individuen besitzen unterschiedlich viele Potentiale verschiedener Art, die sie einsetzen und teilweise umwandeln können: ökonomisches Kapital, soziales Kapital, symbolisches Kapital und kulturelles Kapital. Dabei gilt: Und jeder spielt entsprechend der Höhe seiner Chips. So kann der Erwerb kulturellen Kapitals beispielsweise zur Erhöhung des ökonomischen Kapitals eingesetzt werden.</p>
<p>Das soziale Feld differenziert er weiter und unterscheidet u.a. das politische und das literarische Feld. Die jeweiligen Felder sind mit bestimmten Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsschemata, also einem Habitus verknüpft, über den Individuen wiederum auf soziale Felder zurückwirken. Bourdieu vertritt somit weder einen Strukturdeterminismus noch einen individualistischen Ansatz.</p>
<p>Schon in seinen frühen Schriften legte Bourdieu eine Theorie der symbolischen Formen und der symbolischen Gewalt vor, die er in seinen weiteren Studien verfeinerte. In seinem Hauptwerk Die feinen Unterschiede prägte Bourdieu den Begriff Distinktionsgewinn für die erfolgreiche Durchsetzung eines neuen vorherrschenden Geschmacks und Lebensstils als Mittel im Kampf um gesellschaftliche Positionen. Diese Kulturkämpfe zwischen den gesellschaftlichen Klassen finden in einem sogenannten Raum der Lebensstile statt, wobei die hegemonialen Klassen sich in der Regel an die jeweiligen neuen Bedingungen angepasst, selbst reproduzieren.</p>
<p>Nach Bourdieu gibt es für die menschliche Freiheit vielfältige Begrenzungen, unter anderem durch unbewusste verinnerlichte Faktoren, Illusionen, durch sozioökonomische Strukturen, historische Gegebenheiten, Geschlecht, Nationalität und Weltanschauung. Jedoch hat jeder Mensch innerhalb seiner Grenzen einen individuellen Handlungsspielraum, der umso größer ist, je komplexer die Gesellschaft organisiert ist. Nur auf diesem beschränkten Hintergrund gibt es sozialen Wandel und Innovation.</p>
<p>Wissenschaftliche Vorläufer Bourdieus waren insbesondere Émile Durkheim, Max Weber und Karl Marx. Seine Sozial-Epistemologie ist von Émile Durkheim beeinflusst. Bourdieu verwendet wie dieser den Begriff der sozialen Tatsache und teilt die Grundeinsicht in die Bedeutung der Kultur- und Sozialanthropologie für die Soziologie. Mit Weber verband ihn der Ungleichheitsdiskurs, der sich an der subjektiv ausgerichteten Begriffstrias Klasse, Stand und Partei orientiert. Von Marx übernahm er Teile der objektiv ausgerichteten Konzepte Klasse, Klassenkampf und Kapital, die er über die ökonomischen Aspekte hinaus sehr stark erweiterte. Friedrich Nietzsches Zur Genealogie der Moral stand bei seiner Diskussion des Verhältnisses zwischen dem Adel und den einfachen Leuten Pate.</p>
<p>Sein wissenschaftliches Gesamtwerk zeichnet sich durch hohe Komplexität aus, da er nicht nur verschiedene Wissenschaftssysteme, sondern gleichzeitig eine Vielzahl von neu konnotierten Begrifflichkeiten miteinander verbindet.</p>
<p>Bekannt war Bourdieu zudem als politisch engagierter Intellektueller, der sich gegen die herrschende Elite wandte. Die Aufgabe der neuen sozialen Bewegungen umschrieb er mit dem Begriff der ökonomischen Alphabetisierung. Politisch setzte er sich für Formen direkter Demokratie ein.</p>
<p>Bei seinen Forschungsprojekten setzte Bourdieu qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung ein. In dem Werk Das Elend der Welt arbeitete er vor allem mit qualitativen Interviews. Um eine Feldanalyse durchzuführen, verwendete er oft das mathematische Verfahren der Korrespondenzanalyse, bei der kategoriale Variablen in einem zwei- oder mehrdimensionalen Raum verortet werden. Mittels des von Jean-Paul Benzécri entwickelten und in der französischen Statistik verbreiteten Verfahrens, rekonstruierte er „soziale Felder“ und die ihnen zugrundeliegenden Dimensionen. In seinem späteren Werk homo academicus, aber auch in Die feinen Unterschiede ist dies ein von ihm häufig verwendetes Verfahren. Er setzte als Bezugspunkte auch die Ergebnisse seiner Feldforschung bei den Berbern ein, beispielsweise in seinem Spätwerk Die männliche Herrschaft.</p>
<h4>Wichtige Publikationen</h4>
<ul>
<li>1979 &#8211; &#8220;Die feinen Unterschiede&#8221;. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft.<br />
(Original franz. &#8220;La distinction&#8221;. Critique sociale du jugement)<br />
Beruht auf empirischen Untersuchungen in Frankreich in den 1960er Jahren.</li>
</ul>
<h4>Weiterführende Links</h4>
<ul>
<li>Bourdieux über Lévi-Strauss
<p>http://www.youtube.com/watch?v=_1_SjJ-rB_I</li>
</ul>
<h6>Quelle: Wikipedia</h6>
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		<item>
		<title>Bronisław Malinowski</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/11/bronislaw-malinowski/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 21:36:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Funktionalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Bronisław Kasper Malinowski geboren am 7. April 1884 in Krakau, Polen und gestorben am 16. Mai 1942 in New Haven, USA. Malinowski war ein polnischer Sozialanthropologe. Heute gilt er als einer der Begründer des „britischen Funktionalismus“. Die längste Zeit seines Lebens stand er mit seinem Rivalen Alfred Radcliffe-Brown wissenschaftlich gesehen im Wettstreit. Sein Einfluss auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/bronislaw-malinowski-2-sized1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-427" title="Bronislaw Malinowski" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/bronislaw-malinowski-2-sized1-150x150.jpg" alt="Bronislaw Malinowski" width="150" height="150" /></a>Bronisław Kasper Malinowski geboren am 7. April 1884 in Krakau, Polen und gestorben am 16. Mai 1942 in New Haven, USA. Malinowski war ein polnischer Sozialanthropologe. Heute gilt er als einer der Begründer des „britischen Funktionalismus“.</p>
<p>Die längste Zeit seines Lebens stand er mit seinem Rivalen Alfred Radcliffe-Brown wissenschaftlich gesehen im Wettstreit. Sein Einfluss auf die nordamerikanische Kulturanthropologie und auf die soziologische Theorie der Institution (Helmut Schelsky) in Deutschland war bedeutend.</p>
<h4>Wichtige Publikationen</h4>
<ul>
<li>1922 &#8211; <em>Argonauts of the Western Pacific</em></li>
<li>1926 &#8211; <em>Crime and Custom in Savage Society</em></li>
<li>1953 &#8211; <em>Coral Gardens and Their Magic. A Study of the Methods of Tilling the Soil and of Agricultural Rites in the Trobriand Islands</em></li>
</ul>
<h4>Weitereführendes</h4>
<ul>
<li>BBC Reportage zu Malinowski 1/6
<p>http://www.youtube.com/watch?v=f22VsAlOwbc</li>
<li>BBC Reportage zu Malinowski 2/6
<p>http://www.youtube.com/watch?v=vgCDuuj6ksI&#038;feature=related</li>
<li>BBC Reportage zu Malinowski 3/6
<p>http://www.youtube.com/watch?v=N-sBtFJMNrA&#038;feature=related</li>
<li>BBC Reportage zu Malinowski 4/6
<p>http://www.youtube.com/watch?v=df9BlSbYiKY&#038;feature=related</li>
<li>BBC Reportage zu Malinowski 5/6
<p>http://www.youtube.com/watch?v=qAt3zhOjdtk&#038;feature=related</li>
<li>BBC Reportage zu Malinowski 6/6
<p>http://www.youtube.com/watch?v=8heZc_dB8NM&#038;feature=related</li>
</ul>
<h6>Quelle: Wikipedia</h6>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Claude Lévi Strauss</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/11/claude-levi-strauss/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 21:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Strukturalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss hat mit ethnosoziologischen Publikationen wichtige Beiträge zur Struktur von Familien, totemischen Clans und den Mythen der Menschheit vorgelegt und dadurch deren Untersuchbarkeit ermöglicht. Die Mythen der unterschiedlichen Kulturen sind nach Lévi-Strauss Modelle eines auf Ganzheit zielenden wilden Denkens. Unabhängig von ihren verschiedenen Inhalten lassen sich die Mythen auf eine vergleichsweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/levi-strauss.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-429" title="Claude Lévi-Strauss" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/levi-strauss-150x150.jpg" alt="Claude Lévi-Strauss" width="150" height="150" /></a>Der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss hat mit ethnosoziologischen Publikationen wichtige Beiträge zur <strong>Struktur von Familien, </strong>totemischen <strong>Clans </strong>und den <strong>Mythen </strong>der Menschheit vorgelegt und dadurch deren Untersuchbarkeit ermöglicht.</p>
<p>Die Mythen der unterschiedlichen Kulturen sind nach Lévi-Strauss Modelle eines auf Ganzheit zielenden wilden Denkens. Unabhängig von ihren verschiedenen Inhalten lassen sich die Mythen auf eine vergleichsweise kleine Gruppe so genannter Mytheme und ihrer Kombinationen zurückführen. Bei den Mythemen handelt es sich um die fundamentalen Einheiten der Mythen, z. B. Held tötet Drachen. Die Mytheme gewinnen ihre Bedeutung nicht durch ihren Inhalt sondern durch ihre Relation zu anderen Mythemen. <strong>Mythos, Dichtung </strong>und <strong>Literatur </strong>sind keine kreativen Schöpfungen sondern die <strong>Produkte struktureller Determination</strong>.<strong> </strong></p>
<p>Die menschliche Wirklichkeit selbst bringt <strong>Strukturmodelle</strong> hervor. Dabei ist es das Grundprinzip, dass der Begriff der sozialen Struktur sich nicht auf die empirische Wirklichkeit bezieht sondern auf die nach dieser Wirklichkeit konstruierten Modelle.</p>
<h4>Wichtige Publikationen</h4>
<ul>
<li>1955 Reisebericht &#8220;Traurige Tropen (Tristes Tropiques)</li>
<li>1958 erschien die „Anthropologie Structurale“</li>
<li>1962 „Das wilde Denken“</li>
</ul>
<h6>Quelle: Wikipedia</h6>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Anthropos Journal</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/11/das-anthropos-journal/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 19:42:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier einige Informationen zum deutschen Anthropos Journal, das jeweils halbjährlich publiziert wird. Zahlen und Fakten „Anthropos“ wird halbjährlich veröffentlicht und erscheint als Printausgabe. Umfasst jeweils rund 350 Seiten und erreicht damit jährlich insgesamt 700 Seiten. Journal enthält Buchrezensionen, Artikel und Reportagen Inhalt ist nach Textsorten in Artikel, Berichte und Kommentare, Rezensionen unterteilt Beiträge erscheinen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/ANTHS1.jpg"><img class="size-full wp-image-434 alignnone" title="ANTHS" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/ANTHS1.jpg" alt="ANTHS" width="150" height="208" /></a></p>
<p>Hier einige Informationen zum deutschen Anthropos Journal, das jeweils halbjährlich publiziert wird.</p>
<p><strong>Zahlen und Fakten</strong></p>
<ul>
<li>„Anthropos“      wird halbjährlich veröffentlicht und erscheint als Printausgabe.</li>
<li>Umfasst      jeweils rund 350 Seiten und erreicht damit jährlich insgesamt 700 Seiten.</li>
<li>Journal      enthält Buchrezensionen, Artikel und Reportagen</li>
<li>Inhalt      ist nach Textsorten in Artikel, Berichte und Kommentare, Rezensionen      unterteilt</li>
<li>Beiträge      erscheinen in verschiedenen Sprachen wie Englisch, Deutsch, Französisch      und Spanisch</li>
<li>Über      100 Autoren weltweit publizieren regelmässig in „Anthropos“</li>
<li>Mehrsprachigkeit      zeichnet den Charakter der Zeitschrift</li>
<li>Aktuelle      Auflage des Journals beträgt 750 Kopien</li>
<li>In      60 Länder ausgeliefert und gehört deshalb zu weltweit führenden 10 Ethno-Fachzeitschriften</li>
<li>Abonnenten      sind meistens Bibliotheken und Institute</li>
<li>Website      des Journals zu finden unter <a href="http://www.anthropos-journal.de/">www.anthropos-journal.de</a> (nur in englischer Sprache). Internetseite gibt Auskunft über Inhaltsangaben      und Abstracts zu allen Artikeln seit dem Jahr 2000.</li>
<li>Zeitschrift      kann bei Bedarf direkt über die Website bezogen bzw. abonniert werden.</li>
</ul>
<p><strong>Themen Schwerpunkte</strong></p>
<ul>
<li>Ziel zunächst durch Zeitschrift Forum für missionarischen Forschungsresultate zu erhalten</li>
<li>In ersten Jahren * gelegt, das Fach der Ethnologie bzw. Sozialanthropologie möglichst neutral, ohne Berücksichtigung der religiösen Ziele, zu unterstützen. Die missionarischen Ziele traten etwas in den Hintergrund</li>
<li>Verschiedene Richtungsspezialitäten der Anthropologie sind breit vertreten. Zu diesen gehören u.a. Religionsanthropologie,  ökonomische Anthropologie, Sozialanthropologie, „Culture History“ und Linguistik</li>
</ul>
<p><strong>Geschichte</strong></p>
<ul>
<li> „Steyler Missionare“ als katholische Ordensgemeinschaft<strong></strong></li>
<li>Arnold Janssen, Ordensgründer, errichtet 1875 erstes Missionshaus im niederländischen Steyl <strong></strong></li>
<li>Gründungsort gibt der Ordensgemeinschaft zugleich den Namen<strong></strong></li>
<li>Missionare rufen 1906 Zeitschrift „Anthropos“ („Der Mensch“) ins Leben.<strong></strong></li>
<li>Thematischer Schwerpunkt des Journals, sei „der Mensch mit allem was ihn ausmacht, von Religion bis zur Wirtschaft, von der Kunst bis zur Sprache“<strong></strong></li>
<li>Um Publikationen wissenschaftliche Basis zu geben, wurde 1931 das Anthropos-Institut gegründet. Mit Hilfe „wissenschaftlicher Kenntnisse einheimischer Kulturen“ hatte das Institut zum Ziel ein Fundament zu schaffen, das es ermöglichen sollte, „allen Völkern das Evangelium nahezubringen“</li>
</ul>
<p><strong>Quellen</strong></p>
<ul>
<li>Anthropos      Journal 2009 (2). Freiburg (Schweiz): Paulusverlag</li>
<li>Anthropos      Institute Website: http://www.anthropos-journal.de</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Nisa erzählt. Marjorie Shostak und die Postmoderne</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/11/nisa-erzahlt-marjorie-shostak-und-die-postmoderne/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 19:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ethnographien]]></category>

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		<description><![CDATA[Postmoderne Die Postmoderne bezeichnet eine Epoche und geistig-kulturelle Bewegung, die schwer zu definieren ist, aber weitgehend durch ihre Zurückweisung &#8211; nach anderer Meinung Vollendung &#8211; der Moderne unterschieden werden kann. Diskussionen darüber begannen in den Siebzigern. Die Postmoderne Ethnologie sah ihre Aufgabe darin, die Problematik der Repräsentation bewusst zu machen. Demzufolge war man auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/9783499230509_med.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-437" title="Nisa" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/11/9783499230509_med.jpg" alt="Nisa" width="75" height="126" /></a>Postmoderne</strong></p>
<p>Die Postmoderne bezeichnet eine Epoche und geistig-kulturelle Bewegung, die schwer zu definieren ist, aber weitgehend durch ihre Zurückweisung &#8211; nach anderer Meinung Vollendung &#8211; der Moderne unterschieden werden kann. Diskussionen darüber begannen in den Siebzigern.<br />
Die Postmoderne Ethnologie sah ihre Aufgabe darin, die Problematik der Repräsentation bewusst zu machen. Demzufolge war man auf der Suche nach alternativen Repräsentationsformen. Neben neuen Formen ethnographischer Repräsentation folgte auch die Aufwertung entsprechender Texte wie zum Beispiel Autobiographien, Kunstwerke, den Einbezug von Emotionen und polyphonen Darstellungen. Diese gemässigten Formen sind heute weit verbreitet. Wie nun die gemässigte Form mit unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Ansätzen vereinbar ist, zeigt Shostak in diesem Werk ‚Nisa erzählt‘. Dort zeigt sie den kulturökologischen Standpunkt auf, sowie die Reflexion Beziehung Ethnographin – Informantin. In ihrer Darstellungsform sprechen Betroffene.<br />
Reflexivität spielt eine wichtige Rolle. Dem Leser soll die Möglichkeit zur Kontextualisierung gegeben werden. Dies soll zur Ausschaltung eigener kultureller Vorurteile führen. Somit kommen wir zu einem weiteren Merkmal der postmodernen Ethnologie: die Kritik an stereotyper Konstruktion des ‚Anderen‘, sowie die Kritik der Machtausübung mittels Stereotypen. Ebenfalls wird die Autorität des Ethnographen in Frage gestellt. Feminismus war eine aufkommende Bewegung im Westen. Shostak’s eigene feministische Einstellung war auch Motivation, die Kung Frauen zu studieren. Ihre Arbeit ist sicherlich ein anthropologischer Text, sie ist jedoch auch in die feministische Literatur einzuordnen.</p>
<p><strong>Methode<br />
</strong>Shostak war nicht die erste, die bei den Kung Feldforschung betrieben hatte. Vor ihr waren Irven DeVore und Richard Lee bereits 1963 dort. Shostak sagt, dass sie deren Arbeiten und Ergebnisse sehr wohl gelesen habe, keine davon hätten jedoch ihre Neugier über die Gefühle, Hoffnungen und Ängste der Kung befriedigen können. Shostak wollte eine andere Art von Ethnographie schreiben. Eine Geschichte über eine andere Kultur, erzählt aus der Perspektive von einer Frau, meist in deren eigenen Worten. Jedes Kapitel beginnt mit einem allgemeinen ethnographischen Bericht, eine Art wissenschaftlicher Kontext, geschrieben von Shostak. Darauf folgt eine abgestimmte Version von Nisa’s eigener Beschreibung über ihr Leben.</p>
<p>Wie erschloss sie die Daten? Sie sprach die Sprache der Kung San. Ihr Hauptinteresse galt der Rolle der Frau in der Gesellschaft der Kung San. Somit begann sie, Lebensgeschichten der dortigen Frauen niederzuschreiben. Das spezielle an ihrem Vorgehen war, dass sie sich den Kung Frauen nicht als Anthropologin präsentierte, sondern als jemand wie sie, die sich mit Themen wie Liebe, Heirat, Arbeit und Identität auseinandersetzt, genau wie die Kung Frauen auch. Dies mag ein wenig amateurhaft klingen, jedoch resultierten aus ihrer Arbeit bemerkenswerte Ergebnisse. Die Beziehung zwischen Shostak und Nisa war wie eine Schüler – Lehrer Beziehung, in der Nisa die Rolle der möglichst objektiven Lehrerin übernahm, die Shostak über das ‚Frau sein‘ in der Kung Gesellschaft informierte. Shostak führte 15 lange Interviews, 4 Jahre später folgten 6 weitere. Dabei verglich Shostak Nisa’s persönliche Geschichten mit ihren eigenen objektiven Beobachtungen über das Leben der Kung. Shostak hatte aber auch Kontakt zu vielen anderen Kung Frauen deren Aussagen die Aufrichtigkeit Nisas bestätigten. Dafür bezahlte sie auch. In erster Linie ist der Fokus in Shostak’s Buch auf eine einzelne Person gerichtet. Dies war eher ungewöhnlich neben anderen zu der Zeit anerkannten anthropologischen Texten. Shostak schrieb Nisas Geschichten möglichst ohne in eine Richtung zu drängen nieder.</p>
<p><strong>Kritik an der Postmoderne</strong><br />
Die Kritiker der Postmoderne sehen in den interpretativen Vorgängen einen Verlust an Wissenschaftlichkeit, die stets auf Intersubjektivität basieren muss.<br />
Den postmodernen Autoren wird vorgeworfen, dass sie sich mehr mit ihren eigenen Methoden und mit ihrer eigenen Person beschäftigen als mit dem Forschungsgegenstand. Nach zwei Dekaden „writing-culture-Debatte“ sind die kritischen Fragen der Autorenschaft hinreichend diskutiert worden, ohne die grundlegenden Probleme gelöst zu haben.</p>
<p>&#8220;Die Postmoderne Ethnographie ist von den Literaturwissenschaften inspiriert, dies sieht man zum Beispiel an ihrem Romancharakter. Ethnographien beeinflussen den Blick auf das Fremde. In der postmodernen Ethnographie werden Standpunkte und Perspektiven des Ethnologen untersucht, zum Beispiel: Wie etabliert sich ethnographische Autorität? Die Gesellschaft wird als Bündel von Sichtweisen und Interpritationen angesehn. Die Existenz absoluter Wahrheiten wird verneint, da sie in den gesellschaftlichen Kontext eingebettet sind (alles verändert sich). Die postmoderne Ethnographie stellt eine überfällige Kritik an der eigenen Gesellschaften und der eigenen Wissenschaft (Selbstreflektion) dar. Zwei Tendenzen lassen sich unterscheiden:</p>
<ul>
<li>Erstens die Beschäftigung mit dem eigenen Fach (Kritik) und zweitens</li>
<li>Die Suche nach neuen Wegen (neue Teilbereiche und neue Arbeitsfelder der Ethnologie).</li>
</ul>
<p>Diealogische und diskursive Verfahren werden vermehr eingesetzt. In den Re- studies wird &#8220;Altes&#8221; neu gelesen, in einen politischen Kontext verortet und Schreibstrategien untersucht.</p>
<p>Kritik an der Postmoderne Ethnographie wurde vor allem an den interpretativen ( subjektive) Vorgängen geübt, die als Verlust an Wissenschaftlichkeit angesehen werden. Ein weiterer Punkt der Kritik stellt die Tatsache dar, dass der Forschungsgegenstand hinter die Reflexion über eigene Methodenund die eigene Personen tritt. Die Frage stellt sich: Sind die alten Probleme wirklich gelöst worden?</p>
<p>Quellen / Weiterführende Links</p>
<ul>
<li> http://dieoff.org/page107.htm</li>
<li>http://chnm.gmu.edu/worldhistorysources/unpacking/acctsanalysis2.html</li>
<li>http://www.sparknotes.com/lit/nisa/context.html</li>
<li>http://www.anthrophoto.comhttp://www.brainworker.ch/Dialog/postmoderne.htm</li>
<li>http://www.ethnologie.lmu.de/downloads/HM/EinfuerungInDieEthnologie2007_08.pdf</li>
<li>http://willie.itg.uni-muenchen.de:9077/downloads/HM/EinfuehrungInDieEthnologie2007_08.pdf</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Schamanistische Jagd der Kalahari</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/07/schamanistische-jagd-der-kalahari/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 22:12:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schamanismus]]></category>
		<category><![CDATA[jagd]]></category>
		<category><![CDATA[jäger]]></category>
		<category><![CDATA[kalahari]]></category>
		<category><![CDATA[natur]]></category>
		<category><![CDATA[schaman]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie jagten früher die Menschen, als sie mit der Natur noch eins waren? Sie setzten den Tieren die eigene Willenstärke und Ausdauer entgegen. Damals brauchte man keine Waffen, mit denen man aus hundert Meter Distanz ein Tier feige erschiessen konnte. Das nachfolgende Video dokumentiert eine schamanistische Jagd der Kalahari. Sehr eindrücklich wird gezeigt, wie ausgereift [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie jagten früher die Menschen, als sie mit der Natur noch eins waren? Sie setzten den Tieren die eigene Willenstärke und Ausdauer entgegen. Damals brauchte man keine Waffen, mit denen man aus hundert Meter Distanz ein Tier feige erschiessen konnte. Das nachfolgende Video dokumentiert eine schamanistische Jagd der Kalahari. Sehr eindrücklich wird gezeigt, wie ausgereift diese Form der Jagd sein kann, selbst wenn diese sehr lange andauert. Gekonntes Spurenlesen, ja beinahe ein Erfühlen eines Tieres. Jäger und Gejagter stehen sich in Ehrfurcht gegenüber, gehen bis ans Limit ihrer Kräfte. Auch wenn die Dokumentation einerseits etwas übertrieben erscheint, so wird klar, dass die Ehrfurcht vor dem Tier für die Kalahari zentral war. Eine abschliessende Zeremonie erweist dem erlegten Tier die letzte Ehre und zeigt die tiefe Verbundenheit zwischen Jäger und Natur. Schlicht Eindrucksvoll.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/52k6FdApB94&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/52k6FdApB94&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		</item>
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		<title>Mit Freiwilligenarbeit die Welt verbessern</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/07/mit-freiwilligenarbeit-die-welt-verbessern/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 08:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Heutige Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[freiwillige]]></category>
		<category><![CDATA[indian]]></category>
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		<description><![CDATA[Weltwirtschaftskrise, Stress im Job und Geldsorgen. Die meisten kümmern sich um ihre eigenen Probleme. Man könnte meinen, die Zeit der Freiwilligenarbeit sei vorbei. Doch es gibt immer noch eine grosse Anzahl motivierter Menschen, die ihre persönlichen Bedürfnisse frewillig und gerne eine Zeit lang zurückstellen, um sich Hilfsbedürftigen zu widmen. Wir haben Carole Gasser, eine junge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/07/sozialarbeit.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-343" title="Freiwilligenarbeit" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/07/sozialarbeit-150x150.jpg" alt="Freiwilligenarbeit" width="150" height="150" /></a>Weltwirtschaftskrise, Stress im Job und Geldsorgen. Die meisten kümmern sich um ihre eigenen Probleme. Man könnte meinen, die Zeit der Freiwilligenarbeit sei vorbei. Doch es gibt immer noch eine grosse Anzahl motivierter Menschen, die ihre persönlichen Bedürfnisse frewillig und gerne eine Zeit lang zurückstellen, um sich Hilfsbedürftigen zu widmen. Wir haben Carole Gasser, eine junge Frau aus der Schweiz, die sich für ein Volontariat in Jaipur, Indien entschieden hat, getroffen und mit ihr ein Interview geführt.</p>
<p>&#8220;Ich habe mich dazu entschlossen einen Monat lang ein Volontariat in Jaipur, der Hauptstadt vom nordöstlich gelegenen Bundesstaat Rajasthan, zu machen. Bevor ich mich dem Vergnügen widme und voraussichtlich ein Jahr lang in Asien (ev. später noch Mittelamerika) umherreise möchte ich etwas Sinnvolles tun. Für mich war klar, dass es etwas mit Kindern zu tun haben muss. Von den Kleinen können wir viel lernen. Die sind noch offen und ehrlich, sagen einem was sie denken und überlegen nicht lange. Sie tun, was ihnen Spass macht und können uns mit ihrem herzhaften Lachen immer wieder anstecken. &#8221;</p>
<p>&#8220;So musste ich nicht lange überlegen für welches der Projekte ich mich entscheide und habe das Child Care Projekt ausgesucht. In den ländlichen Gegenden Indiens wurden vom Staat sogenannte „Aanganwaris“ (day care centers) gebaut, damit bereits in der frühen Kindheit auf die Kleinen aufgepasst werden kann. Hier wird den Kindern auf eine spielerische Art vieles beigebracht. Man achtet auf Ihre Gesundheit und die Hygiene. Meistens müssen diese Center mit sehr wenig auskommen und sind oft auch unterbesetzt.&#8221;</p>
<p>&#8220;Die Auswahl des Ortes fiel mir jedoch etwas schwerer. Ich habe hin und her überlegt ob ich nun in Dharamshala (der Wohnort des derzeitigen Dalai Lamas im Himalya Gebiet), in Bangalore (der 5. grössten Stadt und des IT-Zentrums Indiens) oder in Jaipur (der Pink City) mein Volontariat machen möchte. Nachdem ich von der Organisation Shake Hands einige Infos zu den Orten bekommen habe, habe ich mich schlussendlich für Jaipur entschieden. Die Gebäude im Altstadtviertel von Jaipur wurden 1853, zur Vorbereitung auf den Besuch von Prinz Albert von England, Rosarot angestrichen, da dies Rajasthans traditionelle Farbe der Gastfreundschaft ist. Deshalb wird die Stadt oft auch nur Pink City genannt. Bangalore war mir dann doch zu westlich und Dharamshala wäre sicher schön, jedoch für einen ganzen Monat für mich wohl zu ruhig.&#8221;</p>
<p>&#8220;Warum gerade ein Volontariat in Indien?&#8221;, fragen wir nach. &#8220;Wir vergessen immer wieder, dass Menschen auf der Welt noch viel weniger haben als wir und dabei doch viel glücklicher sind. Als ich als kleines Kind mit meinen Eltern in Vietnam einen Teller Pasta nicht aufessen wollte, tauchte plötzlich ein kleiner Junge auf und fragte, ob er mein Essen haben könne. Der Kleine hat die Spaghetti in sich „eingesogen“ und plötzlich standen mehrere Kinder um diesen Teller und haben meine Pastas gierig aufgegessen. Dies war wohl einer der schlimmeren Augenblicke für mich und hat mir gezeigt wie glücklich wir sein können mit all dem was wir haben. Ich habe auf unseren Asienreisen viele ähnliche Momente und Situationen erlebt, welche mich bereits von klein auf geprägt haben. Das ist wohl auch der Grund, warum ich auf irgend eine Art helfen möchte.&#8221;</p>
<p>Wir sind von der sympathischen jungen Frau und ihren Vorstellungen begeistert und wünschen ihr alles Gute auf ihrer Reise.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Verbringen auch Sie Ihre Ferien in einem armen Land?</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2009/07/verbringen-auch-sie-ihre-ferien-in-einem-armen-land/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 07:59:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Heutige Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungsländer]]></category>
		<category><![CDATA[Ferien]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon jetzt befinden sich viele in ihren wohlverdienten Ferien. Oft geht es in ärmere Länder, da man als Tourist ja nicht zu viel zahlen möchte. Dabei geht schnell vergessen, dass die einheimische Bevölkerung vielmals vom Tourismus nicht nur profitiert. Hast auch du vor in ein Land, vielleicht ein Entwicklungsland oder ein Land in dem bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/07/mombasa.JPG"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-327" title="mombasa" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/07/mombasa-150x150.jpg" alt="mombasa" width="150" height="150" /></a>Schon jetzt befinden sich viele in ihren wohlverdienten Ferien. Oft geht es in ärmere Länder, da man als Tourist ja nicht zu viel zahlen möchte. Dabei geht schnell vergessen, dass die einheimische Bevölkerung vielmals vom Tourismus nicht nur profitiert. Hast auch du vor in ein Land, vielleicht ein Entwicklungsland oder ein Land in dem bis vor kurzem noch ein Krieg herrschte, zu reisen? Unser Tipp: Gib niemals Geld und kaufe nichts von Kindern. Denn wenn Kinder durch die Touristen Geld verdienen, werden sie von den Eltern nicht zur Schule geschickt. Sie verpassen die notwendige Grundausbildung, die es ihnen erst ermöglicht etwas aus sich zu machen. Ohne Lesen und Schreiben sind viele hoffnungslos ausgegrenzt und verloren.</p>
<p>Pack lieber ein paar Dinge wie Schreibstifte, Notizblätter oder Bilderbücher, Socken, Turnschuhe mit ein, die du jemanden vor Ort verschenken kannst. Denn du wirst bestimmt auf jemanden treffen, der sich darüber freut und es brauchen kann. Verschenke gezielt, nicht gleich am ersten Ferientag und suche dir die Person gut aus. Und erzähle dann deinen Freunden und Verwandten davon. Sie sollen es genauso machen, wenn sie verreisen und es ebenfalls weitererzählen.</p>
<p>Dann bleibt nur noch eins zu wünschen: Gute Reise, schöne Ferien und eine sichere Heimkehr!</p>
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		<title>Das gemalte Bild</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 12:45:59 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Heutige Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Paris Kuce Radis Paris Kuce Radis ist in London geboren, lebte lange Zeit in den Philippinen und in der Schweiz. Sie schreibt über Themen wie soziale und interkulturelle Probleme der Welt. Wir freuen uns sehr, sie als Gastautorin auf dem Balam Ix Blog zu haben. Während ich in meinem Zimmer sass, betrachtete ich verwundert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von Paris Kuce Radis</strong><br />
<em>Paris Kuce Radis ist in London geboren, lebte lange Zeit in den Philippinen und in der Schweiz. Sie schreibt über Themen wie soziale und interkulturelle Probleme der Welt. Wir freuen uns sehr, sie als Gastautorin auf dem Balam Ix Blog zu haben.</em></p>
<p>Während ich in meinem Zimmer sass, betrachtete ich verwundert ein gemaltes Schwarzweiss Bild von San Francisco an der Wand. Ich fing an, das Bild aus einer anderen Sicht zu sehen und je länger ich darauf starrte, um so mehr Gedanken rasten durch meinen Kopf. Ich sah nicht länger ein Bild, sondern ein Abbild dessen, wie weit wir als Menschen im Leben gekommen sind. Das Bild sah friedlich, wie an jedem anderen Tag, aus. Es schien einen düsteren und grauen Morgen zu zeigen, Autos an der Strassenseite parkiert, der steile Hügel, der Wegweiser zu den Geschäften und das Tram, in mitten der Strasse, welches Passagiere zu ihren Haltestellen bringt, Autos in verschiedene Richtungen fahrend und Menschen, ihrem Geschäft nachgehend.</p>
<p>Es brachte mich zum grübeln, wie so ein wunderschönes Bild zu einem so traurigen und dunklen Ort werden konnte. Ich fragte mich:  Warum? Weil wir zum Auto in diesem Bild geworden sind, ein Auto, das nur fährt, wenn es von einem Fahrer gelenkt wird. Das Auto hat keine Gefühle, keine Empfindungen, Moral oder Würde, noch Schande oder Schuld. Dennoch sind wir die selben Leute, die die Autos bauen, die hohen Gebäude, den Bus, eine heutige Gesellschaft aufbauen, in der ein zusammenleben möglich sein soll. Wenn dem so sei, was ist geschehen?</p>
<p>Es gibt so viele Gemeinschaften von Menschen, die eng zusammenleben, weil der Mensch als Wesen nicht allein sein möchte. Er mag das Soziale, die Interaktion mit der eigenen Art, doch trotzdem versuchen wir immer einander weh zu tun, Schmerz zu verursachen und lassen der Verletzbarsten im Stich. Viele erstaunliche Menschen haben sich erhoben und für Gerechtigkeit, Frieden und Gleichheit gekämpft und sind dafür gestorben. Wenn uns dies also nicht von Tieren unterscheidet, dann was sonst? Wir kennen den Unterschied von richtig und falsch und verwenden unseren mächtigen Verstand, um uns zu bewegen und zu agieren und doch tendieren wir stets immer zum Negativen.</p>
<p>Wir müssen aufhören auf eine höhere Macht zu warten, die uns erlösen soll. Ein jeder von uns kann etwas ändern, mit den eigenen Fähigkeiten in uns. Wir sehen wie tagtäglich das Leiden vor unseren Nasen geschieht. Und doch lassen wir es zu. Wieso? Weil wir mehr und mehr von unserer Moral abweichen und uns einem robotischen Verstand nähern. Wir verwenden Aussagen wie &#8220;es ist in unserer Natur, der Stärkste sein zu wollen, auch wenn das bedeutet, dass andere Menschen sterben müssen,&#8221; oder Ausreden wie &#8220;Menschen ändern sich nicht, schau dir die Geschichte an&#8221;. Ich sage dir, dass auch ich einer dieser Menschen war. Was ich jetzt sehe ist komplett anders!!! Ich sehe eine Reise, die die Menschheit unternommen hat.</p>
<p>Es gab Zeiten, als wir in der Wildnis auf uns alleine gestellt gegen wilde Tiere kämpfen mussten und einander töteten. Weil wir nicht wussten, dass das Zusammenhalten unsere Chancen aufs Überleben erhöht. Doch wir lernten durch Zeit und Erfahrung, wie man eine Gesellschaft aufbauen muss, in der jeder sicher ist, gefüttert und umsorgt wird. So kam es, dass wir Gefühle und Verantwortung füreinander zu empfinden begannen. Das war für die Menschheit der erste Schritt, die Welt zu verstehen und die eigenen Fähigkeiten gezielt zu nutzen, um friedliche Gemeinschaften aufzubauen, in welchen Frieden herrschte, es die Sicherheit vor Feinden gab und in denen man stark war.Die Menschheit ist seit Jahrhunderten auf einer Achterbahn-Fahrt. Betrachtet man die geschichtlichen Ereignisse, so kann man erkennen, dass wir für Dinge wie Macht und Kontrolle getötet haben, jedoch nun nicht länger kämpfen müssten. Wir sind so weit gekommen und haben so viel aufgebaut, um unseren neugierigen Verstand fortwährend zu nähren.</p>
<p>Wir kennen inzwischen die Ursachen und Gründe für die Emotionen und Gefühle die wir haben, wir kennen inzwischen die Ursachen und Gründe für Kriminalität und Morde, wir wissen um die ökonomischen und politischen Probleme und kennen das weshalb. Warum also werden wir immer noch kontrolliert und lassen es zu, dass Millionen unserer Art auf der Welt sterben?</p>
<p>Es ist nicht Religion, Patriotismus, Rassismus, vielmehr ist es Ignoranz und Selbstsucht. Eigenschaften, zu denen wir selbst geworden sind. Wir sitzen hier und fühlen uns schlecht, weil tausende von Menschen aus der Welt aus Armut sterben, und dennoch tun wir nichts. Wir fühlen die Schuld und Schande, weil so viel Ungerechtigkeit geschieht und dennoch sitzen wir hier und tun nichts. Wieso ich das sage? Es ist nicht so, dass wir keine Erklärungen hätten, wieso alles geschieht. Wir haben heute Zugang zum Internet, zu Büchern und somit zu Wissen, welches uns noch vor hunderten von Jahren verborgen blieb. Und doch sitzen wir hier und lassen uns von Leuten lenken.</p>
<p>Ich verlange von niemandem, dass er sein Leben aufgibt und kämpft, weil wir schon genügend Menschen von dieser Sorte haben. Was ich sagen möchte ist, dass wir die Art und Weise ändern müssen, wie wir denken. Wir müssen der Art und Weise wie wir selbst Leben gegenüber kritischer sein.Wenn du einen Mann siehst, der aufgrund seiner Hautfarbe geschlagen wird und du stimmst dieser Tat zu, dann Frage dich einen Moment lang wieso. Frage dich so lange bis du auf den Kern des Problems stösst. Wie es mit jedem anderen Problem in der Gesellschaft ist, muss man bis zur Wurzel durchdringen mittels kritischem Denken.</p>
<p>Die Massenmedien unserer Gesellschaft leben nur für den eigenen Profit. Du siehst und hörst nur, was die Medien dir anliefern. Wenn du kritisch denkst und urteilst, dann würdest du erkennen, dass du beeinflusst wirst von deinem Umfeld und bedauerlicherweise würdest du feststellen, dass du selbst nicht davon profitierst, jedoch die Leute an der Spitze (der Welt).</p>
<p>Du bist nur ein Werkzeug wie das Auto, das vom Fahrer zum Ziel gelenkt wird und wenn es nicht länger nützlich ist, wird es einfach links liegen gelassen. Erkennen wir also an, dass wir alle Opfer der Kontrolle sind, erkennen wir rasch, wie die Boshaftigkeit positioniert wird und dadurch Rückschritte gemacht werden und wir dies selbst sogar willkommen heissen.</p>
<p>Hast du dich je gewundert, wieso die Juden so sehr gehasst werden, wieso Afrika das Ziel von Rassismus ist, wieso Leute so falsch über Indianer denken, es gibt so viele Beispiele, die ich stundenlang nennen könnte. All dies sind eigentlich nur verschiedene Arten von Systemen, uns zu kontrollieren. Sie wurden positioniert, um viele Menschen wie du und ich glauben zu lassen, dass wir uns von einander unterscheiden. Jeder einzelne von uns ist gleich, wir alle sind traurig, wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, wir alle sind glücklich, wenn wir für unseren Erfolg gelobt werden und wir alle fühlen Furcht, Scham, Schuld und viele andere Emotionen, die wir erleben können.</p>
<p>Was also unterscheidet uns vom Kind aus Sri Lanka, das stirbt weil es nicht genügend Essen hat? Es hat die gleichen Träume wie jedes andere Kind; es will spielen und ein schönes zu Hause haben und sich nicht um die nächste Mahlzeit sorgen müssen. Wir sind schnell mit unseren Urteilen und versuchen nicht zu sehen, warum das System voller Ungerechtigkeit ist. Es ist einfach feststellbar, wieso niemand nachfragt. Weil wir alle selbstzufrieden leben, wir haben alles was wir brauchen hinsichtlich Essen, Unterkunft, Sicherheit, warum sollten wir uns also kümmern, was auf der restlichen Welt passiert, so lange wir glücklich sind?</p>
<p>Unglücklicherweise wird eine Zeit kommen, in der du alles verstehen wirst, möglicherweise zu spät. Du wirst vielleicht nicht einverstanden sein und dich auch nicht als kontrolliertes Opfer fühlen und dich widerstrebend wehren, dass du nicht das Auto bist, dass auf dem Bild vom Lenker gefahren wird.</p>
<p>Es ist noch nicht am Ziel angekommen; das Auto wird noch immer für den eigentlichen Zweck genutzt. Was würde passieren, wenn der Fahrer sein Ziel erreicht? Du wärst wie das Sri Lanka Kind, um das sich niemand kümmert und das vergessen geht. Das ist der Moment, wo du die Dinge viel klarer siehst. Du wirst kommen und verstehen, was viele Menschen in der dritten Welt zum jetzigen Zeitpunkt fühlen.</p>
<p>Die Welt war früher ein grosser Ort, wo es keine Rolle spielte, wieviel Leid existierte, weil du früher nichts davon wissen konntest. Unsere Gemeinschaften werden immer grösser und die Welt wird kleiner. Die kleinste Veränderung auf der Erde schickt Erdbebenwellen um den Globus. In dem Moment haben Farbe, Kaste, Religion keine Bedeutung mehr. Das einzige, was dann wichtig sein wird, sind Essen, Unterkunft und Sicherheit.</p>
<p>Alles dreht sich nur noch um Macht und Kontrolle, nicht um einzelne Individuen. Je mehr Menschen beginnen diesem System zu folgen, desto mehr geraten in einen Hinterhalt. Nimm dir einen Augenblick Zeit und frage dich, wie kommt es, dass du so komfortabel wohnst, du Sicherheit hast und wieso nicht alle Menschen über dies verfügen. Es ist nicht weil sie anders sind als wir. Es wird schwer sein für dich, zu begreifen, dass Abermillionen von Menschen pro Jahr sterben und auch jetzt gerade am Sterben sind, für das was wir hier haben. Wenn das kein Motivationsgrund ist, selbst auch zu helfen Ungerechtigkeiten aufzuhalten? Wir brauchen gar kein Kontrollsystem, um uns zu lenken. Wir haben die Macht selbst in uns. Es ist eine Frage des Wissens und Aufwachens und des Erkennens, was um uns geschieht. Wir sollten nicht länger herumsitzen und alles zulassen, da wir sonst später die katastrophalen Folgen sehen werden. Es wäre nicht länger das Leid Afrikas, Indiens, das der Juden, der Vietnamesen usw., es wäre ein globales Leid. Dabei ist es nur eine Frage des Verstehens und Erkennens, was die Konsequenzen sind, wenn wir zulassen, dass uns das System individuell lenkt. Wir müssen aufhören das Auto auf dem Bild zu sein, das nur ein Werkzeug ist. Wir sind ein Volk mit Verstand und könnten so viel Gutes schaffen in dieser Welt; wir haben Dinge gebaut, von denen man einmal geträumt hatte, wir sind fähig aggressiv zu sein, zu lachen, zu weinen, für etwas zu kämpfen, wir haben Gefühle und können von Gut und Böse unterscheiden und brauchen daher keine Lenkung, die uns lehrt wie man miteinander zu leben hat. Was wir brauchen ist Zusammenhalt und Stärke, Frieden und Gleichheit in dieser Welt.</p>
<p>Stehe in Kontakt mit deinem unterbewussten Verstand und sei kritisch allem um dich herum gegenüber und du wirst viele Leben über Generationen verändern, wie viele andere Menschen zuvor, so dass es dir nun möglich war dies hier zu lesen.</p>
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		<title>Woher das Zeug kommt</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 05:39:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hast du dich schon einmal gefragt, warum es immer wieder neue Produkte gibt, die wir nicht brauchen? Hast du dich schon mal gefragt, was mit dem ganzen Abfall geschieht, wer die Produkte herstellt und wie sie zu uns gelangen? .. dann schau dir das nachfolgende Video mit dem Title &#8220;The Story of Stuff&#8221; an (Englisch).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hast du dich schon einmal gefragt, warum es immer wieder neue Produkte gibt, die wir nicht brauchen? Hast du dich schon mal gefragt, was mit dem ganzen Abfall geschieht, wer die Produkte herstellt und wie sie zu uns gelangen?</p>
<p>.. dann schau dir das nachfolgende Video mit dem Title &#8220;The Story of Stuff&#8221; an (Englisch).</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gLBE5QAYXp8&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/gLBE5QAYXp8&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Glaubens- und Wertevorstellungen der Maya</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 09:04:59 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Kulturen & Völker]]></category>
		<category><![CDATA[Mayas]]></category>
		<category><![CDATA[glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Vorstellung der Maya gab es drei Ebenen: Der Himmel, in dem die Götter wohnen, die Erde, auf der die Menschen leben und die Unterwelt, namens Xibalbá. Ein Baum, der Lebens- oder Weltenbaum, genannt, der eine Art von Kreuz bildet, verbindet alle Ebenen. So sind die Wurzeln in der Unterwelt verankert, während der Stamm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/04/may.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-283" title="may" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/04/may-150x150.jpg" alt="may" width="150" height="150" /></a>In der Vorstellung der Maya gab es drei Ebenen: Der Himmel, in dem die Götter wohnen, die Erde, auf der die Menschen leben und die Unterwelt, namens Xibalbá. Ein Baum, der Lebens- oder Weltenbaum, genannt, der eine Art von Kreuz bildet, verbindet alle Ebenen. So sind die Wurzeln in der Unterwelt verankert, während der Stamm von der Erde hinauf in den Himmel führt, wo sich die Zweige und Äste befinden. Auf der Spitze des Baumes befand sich auf den Abbildungen jeweils die Himmelsschlange, eine Art Drachen- oder Schlangenwesen.</p>
<p>Die Maya respektierten die Natur, weil sich nach ihrer Vorstellung in allen Lebewesen, sowie auch den Steinen, den Flüssen und allen anderen Elementen der Hauch der Götter befand. Verschiedene Tiere so unter anderem die Schlange, der Jaguar oder der Frosch waren Alter-Egos der Götter. Jedem Gott war eine oder mehrere tierische Formen zugeordnet. So war der Frosch beispielsweise als amphibisches Wesen, das im Wasser lebt, eine Tierform des Regengotts Chac. Entsprechend ehrten die Mayas die Tiere und ihre natürliche Umgebung.</p>
<p>Das Leben bestand für die Mayas aus einem klaren Kreislauf: Anfang – Entwicklung – Höhepunkt – Ende – Neubeginn. Der Tod gehörte zu den natürlichsten Dingen des Lebens. So waren schliesslich auch die Opferungen von Nahrungsmitteln, Tieren oder gar Menschen keine Barbarei, sondern wohlüberlegte zeremonielle Ereignisse: Die Menschen, meist Mitglieder des Adels, übergaben sich den Göttern, um durch den eigenen Tod „Höherem“ oder dem eigenen Volk zu dienen. Die Aufgabe des irdischen Lebens führte nur zum Ende des Seins auf der Erde und gleichzeitig zum Neubeginn im Jenseits. Die alten Mayas würden unsere heutige Angst vor dem Tod wohl kaum verstehen können. Womöglich freute man sich bereits auf das andere Leben im Jenseits. Der Tod ist von den Mayas eindeutig als eine Art der Transformation gesehen worden: Die Seele lebte nach dem Verlassen des physischen Körpers weiter und war unsterblich. Mit diesem Wissen, wurde das Leben auf der Welt relativiert. Materieller Besitz und Macht waren keine Dinge, die anzustreben waren.<br />
Interessant ist, dass die Mayas wie die Ägypter ähnlich an ein Leben nach dem Tod. Fast analog zu den Pharaonen, glaubten sie, dass die Sterbenden eine Reise ins Universum antreten würden, wo -sie ihren Platz als Sterne einnahmen. In der Kosmologie und der Mythologie, aber auch bei Tempelbauten gibt es bei genauerer Betrachtung zwischen den Völkern einige auffällige Übereinstimmungen. Die herrschenden Könige beider Kulturen nahmen beispielsweise in Anspruch jeweils göttlichen Ursprungs zu sein, was die Inthronisierung rechtfertige und die Übergabe der Regentschaft an die Nachkommen erleichterte. Priester beider Völker trugen Jaguar- bzw. Leopardenfelle und vollführten ähnliche Zeremonien. Dieser interessanten Thematik widmen wir uns später dieses Jahr in einem separaten Blogartikel.</p>
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		<title>Auf nach Ägypten!</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 09:43:25 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Ägypter]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche geht&#8217;s auf nach Ägypten, wo das Balam Ix Blog-Team sich ein wenig mit der ägyptischen Kultur befasst (OK nebenbei gibt&#8217;s auch noch etwas Erholung). Natürlich wirds nach unserer Reise viel archäologisches Fotomaterial auf dem Blog zu sehen geben. Das Material wird für die ACRS (www.acr-society.org) veröffentlicht und für alle Mitglieder zugänglich gemacht. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/03/110402_r_by_soquett_pixeliode.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-275" title="110402_r_by_soquett_pixeliode" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/03/110402_r_by_soquett_pixeliode-150x150.jpg" alt="110402_r_by_soquett_pixeliode" width="150" height="150" /></a>Diese Woche geht&#8217;s auf nach Ägypten, wo das Balam Ix Blog-Team sich ein wenig mit der ägyptischen Kultur befasst (OK nebenbei gibt&#8217;s auch noch etwas Erholung). Natürlich wirds nach unserer Reise viel archäologisches Fotomaterial auf dem Blog zu sehen geben. Das Material wird für die ACRS (<a href="http://www.acr-society.org">www.acr-society.org</a>) veröffentlicht und für alle Mitglieder zugänglich gemacht. Wer nicht Mitglied ist sollte im März ein Auge offen halten, wenn dann nämlich die neue ACRS Website live geschaltet wird. Bis Bald!<br />
PS: Archäologische Grüsse an unsere treuen Balam Ix Leser und Autoren in der Schweiz, Deutschland und Guatemala! ;-)</p>
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		<title>Die weltweite Adoptionsproblematik</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 12:01:41 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft adoption interkulturell hollywood stars]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute sah ich in einer Tageszeitung ein Bild Madonnas mit Adoptivsohn, gleich auf der darauffolgenden Seite Angelina Jolie mit ihrem bunten Adoptionspark. Selbst Ricky Martin schreckte nicht vor der Adoption thailandischer Zwillinge zurück. Was soll man davon halten? Kann jeder Kinder von irgendwo auf der Welt adoptieren? Meist ist die Adoption eines Kindes aus einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/02/jolie.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-239" title="Interkulturelle Adoption ist in" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/02/jolie.jpg" alt="Interkulturelle Adoption ist in" width="192" height="147" /></a>Heute sah ich in einer Tageszeitung ein Bild Madonnas mit Adoptivsohn, gleich auf der darauffolgenden Seite Angelina Jolie mit ihrem bunten Adoptionspark. Selbst Ricky Martin schreckte nicht vor der Adoption thailandischer Zwillinge zurück. Was soll man davon halten? Kann jeder Kinder von irgendwo auf der Welt adoptieren? Meist ist die Adoption eines Kindes aus einem anderen Land noch viel einfacher als die Adoption eines Kindes im eigenen! Fährt man beispielsweise nach Afrika, China oder Südamerika  ist es ein Leichtes.  Man sucht sich in seinen Ferien ein geeignetes Adoptivkind aus und legt genügend Geld hin. In Kürze ist man Vater und Mutter. Das ist doch schlichtweg krank. Die lokalen Behörden schauen zu, interessiert es zum Teil nicht mal. Schlimmer jedoch sind die Behörden im eigenen Land, welche die Adoptierung meist nicht weiter betrachten. Fehlen Papiere oder sind die Papiere genügend gut gefälscht wird nicht nachgehakt. Krank oder? Kinder scheinen heute wie früher Waren zu sein. Es wird Zeit, dass insbesondere Stars mit solchen Aktionen aufhören und geächtet werden. Kein Kind aus Afrika sollte eine Mutter aus Beverly Hills haben und seine Identität und Kultur einfach so verlieren &#8211; es kann sich ja nicht wehren. Dieser Form der Selbstverwirklichung muss unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden.</p>
<p>Zwar gibt es Amnesty International &amp; Co, die sich gegen diese Art der Adoption wehren, jedoch gibt es beispielsweise in Guatemala, Asien oder Afrika täglich Entführungen von jungen schwangeren Frauen, die bis zur Geburt eingesperrt werden und denen dann sogleich das Kind nach der Empfängnis weg genommen wird. Die Frauen selbst werden dann irgendwo auf der Strasse &#8220;entsorgt&#8221; und sehen ihr Kind nie wieder. Auf der anderen Seite gibt es die direkten Kindsentführungen, welche sehr organisiert durchgeführt werden. So wird zum Beispiel im voraus bewusst nach passenden Opfern gesucht und schliesslich in einem passenden Moment das Kind im Auto geraubt. Oftmals werden die Kinder schliesslich in Waisenhäusern (oft Alltag beispielsweise in Indien) platziert und von dort aus weitervermittelt. Neue Ausweise und Identitäten sind kein Problem. Suchenden Eltern, meist europäischer oder amerikanischer Abstammung, werden Fotos bzw. Kataloge von den Kindern gezeigt und traurige Geschichten aufgetischt: So seien die Eltern der Kinder tragisch verstorben, das Kind sei alleine auf der Welt und benötige Hilfe. Im Nu sind die Eltern überzeugt. Mit genügend Geld ist jedermann mit von der Partie. Die Vermittler verlangen selbstverständlich horrende Summen für die Suche nach einem passenden Kind, was die künftigen Eltern meist nicht einmal nachdenklich macht. Oder sie ignorieren bewusst den Hintergrund der Adoption .Ein Mekka für Adoptionen ist beispielsweise die bekannte Stadt Antigua in Guatemala. Dort gehört es mittlerweile zum Alltag, dass zwielichtige Adoptionen durchgeführt werden. Jeder fünfte Europäer mit einem indigenen Kind im Arm, hat mit grosser Wahrscheinlichkeit das Kind in Antigua oder aus der Nähe adoptiert. Dies meist völlig schnell und unkompliziert &#8211; sofern natürlich das Geld stimmt. Gedanken über mögliche Entführungen der Kinder oder die zurückgebliebenen Eltern macht sich kaum jemand.</p>
<p>Schlimm sind Situationen, in denen unmittelbar nach der Geburt den biologischen Eltern hinterhältigerweise der Kindstod vorgegaukelt wird. Schockierenderweise wird oftmals in öffentlichen Spitälern damit Geld gemacht. Die Eltern erfahren somit niemals die Wahrheit und trauern lebenslang sinnlos dem Tod ihres Kindes hinterher. In anderen Fällen werden Frauen als Geburtsmaschinen verwendet (siehe z.B. <a href="http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/11/17/nigeria-menschenhandel/babyfabriken-zuechten-saeuglinge.html" target="_blank">Artikel in Bild-Zeitung</a>). Gefangengehalten in fabrikenähnlicher Art und Weise, produzieren vergewaltigte Frauen als Gebärmaschinen laufend neue Kinder. Diese werden schliesslich von Vermittlern zu barem Geld gemacht. Ein solcher Fall ist gerade letzte Woche wieder in den Medien publik gemacht worden. Kaum vorstelbar wieviele unentdeckte Gebärfabriken weltweit existieren.</p>
<p>In einem mittelamerikanischen Dorf wurde vor drei Jahren ein Fall bekannt, in dem ein zweijähriges Indianermädchen auf offener Strasse der Mutter entrissen und in ein Auto gezerrt wurde. Einige Zeit später befasst sich ein Anwalt mit dem Fall und konnte Verstrickungen zwischen dem Militär und den Entführungen aufdecken und nachweisen. Menschenhandel! Jedoch wurde er während seiner Nachforschungen von verschiedenen Seiten bedroht, so dass er seine Tätigkeiten einstellen musste. Kein Wunder, wenn ja selbst die Regierung und das Militär involviert ist. Der Menschenhandel ist eben ein florierendes Top-Geschäft.</p>
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		<title>Kan &#8211; Maya-Tag der Schlange</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 07:21:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Maya-Symbol der Schlange bzw. der sogenannte &#8220;Kan&#8221;-Tag steht für Frieden, die Wahrheit und die Gerechtigkeit, sowie Manifestationen des Herzens, des Himmels und des Herzes der Erde. Menschen, die im Zeichen von Kan geboren sind, üben oft Tätigkeiten aus, die die Gerechtigkeit, die Förderung des Respekts, die Gleichheit, die eigene Ausgeglichenheit im Leben, die spirituelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/02/snake.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-243" title="Schlange" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/02/snake-150x150.jpg" alt="Schlange" width="150" height="150" /></a>Das Maya-Symbol der Schlange bzw. der sogenannte &#8220;Kan&#8221;-Tag steht für Frieden, die Wahrheit und die Gerechtigkeit, sowie Manifestationen des Herzens, des Himmels und des Herzes der Erde. Menschen, die im Zeichen von Kan geboren sind, üben oft Tätigkeiten aus, die die Gerechtigkeit, die Förderung des Respekts, die Gleichheit, die eigene Ausgeglichenheit im Leben, die spirituelle und physische Gesundheit, Familie und Gemeinschaft fördern. Es ist ein guter Tag, um Missgunst und Neid abzulegen.</p>
<p>Geborene im Zeichen von Kan, wurden am Tag des NO&#8217;J gezeugt. Sie sind friedensliebend und haben einen guten Sinn für Gerechtigkeit, sind intelligent, sind ausgezeichnete Wissenschaftler, sind bekannt dafür gute Politiker und Führer zu sein, sowie Physiker und Astronomen. Kan-Menschen neigen dazu sich rasch zu ärgern, sind manchmal zu gefühlsmässig, Tratschen gerne und können nachtragend sein.</p>
<p>Kan steht weiter für: das Symbol der gefiederten Schlange, die Reife, der Mais, die Farbe Gelb, den Respekt, die Peitsche der Welt, den Wächter der Wälder, das Messband</p>
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		<title>Sind wir eine fortschrittliche Kultur?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 06:19:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Unsere Kultur ist grossartig. All unser Schaffen bringt nur Positives für unsere Welt. Wir setzen unser Wissen weise ein. Wir tragen dazu bei, dass wir glücklich leben können und helfen uns gegenseitig bei unseren täglichen Problemen. Unser soziales Verhalten ist beispielhaft und unser gemeinschaftliches Denken bringt uns weiter. Familien haben bei uns eine enorm grosse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/02/leiter.gif"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-246" title="Fortschritt" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/02/leiter-150x150.gif" alt="Fortschritt" width="150" height="150" /></a>Unsere Kultur ist grossartig. All unser Schaffen bringt nur Positives für unsere Welt. Wir setzen unser Wissen weise ein. Wir tragen dazu bei, dass wir glücklich leben können und helfen uns gegenseitig bei unseren täglichen Problemen. Unser soziales Verhalten ist beispielhaft und unser gemeinschaftliches Denken bringt uns weiter. Familien haben bei uns eine enorm grosse Bedeutung und der Zusammenhalt in diesen bildet sich von selbst. Jeder hilft jedem.</p>
<p>Ein schönes Szenario nicht wahr? Leider kann man so ziemlich keinen dieser Punkte auf unsere heutige Gesellschaft anwenden. Betrachtet man unser soziales Verhalten, so muss man sich fragen, ob wir uns überhaupt noch eine fortschrittliche Kultur nennen dürfen: Verantwortungslose Produktion von Müll, Tierquälerei, überall soziale Spannungen und Kriege auf der Welt und alle schauen zu, sinnlose Ablenkung durch das Unterhaltungsgeschäft, Nahrung im Überfluss und gleichzeitig Millionen hungernder Menschen. Medikamente im Überschuss und gleichzeitig Millionen Kranker. Abertausende von Selbstmorden in den &#8220;hochzivilisierten&#8221; Ländern, darunter auch mein Land, die Schweiz. Ich male bewusst ein stark pessimisstisches Bild, aber bin ich so weit daneben?</p>
<p>Fortschritt was ist das eigentlich? Technologisch gesehen mögen wir in Teilbereichen sehr grosse Fortschritte erzielt haben. Wisschaftlich ist der Fortschritt aus meiner Sicht jedoch bereits aufgrund von fehlender Ethik am Ausarten (Beispiel unkontrollierte Klonversuche, quälende Tierversuche). Wie siehts im Bereich des sozialen Fortschritts aus? Vergleicht man unsere Kultur mit einem relativ unberührten indigenen Volk (von denen es kaum noch welche gibt!), so verlieren wir im Sozialen haushoch. Wo Familien zueinander halten sind bei uns Zerissenheit in Verwandschaften, fehlende Elternteile und depressive Jugendliche ganz normaler Alltag.</p>
<p>Am liebsten würde ich den wirtschaftlichen Fortschritt weglassen, denn zu tragisch ist es über diesen zu schreiben. Aufgrund von Habgier und Machthunger vieler Politiker, Banker und CEOs steuert unsere Kultur auf einen neuen Supergau zu. Verantwortungslosigkeit hat dazu geführt, dass sich niemand um das Gemeinwohl kümmert und das Ego über alles gestellt wurde. Heute existierende moderne wirtschaftlich-theoretischen Konzepte beinhalten stets die Mitberücksichtung von Faktoren wie Umwelt, Gemeinschaft, soziale Bereiche usw. bis hin zum Mensch als wichtigste Arbeitskraft und zeigen auf, dass diese Faktoren entscheidend sind für das ganze System. Jedoch hat die Praxis gezeigt, dass beispielsweise weder die Umwelt, noch der Mensch als Arbeitskraft in unserer wirtschaftlich-denkenden Welt gross respektiert wird. In Ländern wie der Schweiz mögen diese Verhältnisse besser sein als in anderen Ländern. Betrachten wir beispielsweise China, so stellen wir Schockierendes fest: China ist eine neue Weltmacht, ein enormer Wirtschaftsfaktor, gilt als fortschrittlich, setzt kaum bis keine Umweltkonzepte konkret um, man denke an die Olympischen Spiele und die Probleme mit der Luftverpestung zurück. Wohlbemerkt: Es geht da nicht um eine &#8220;andere Umwelt&#8221; sondern, die eigene Umwelt, die eigene chinesische Luft, den eigenen Wohlstand und es scheint diesbezüglich noch immer kein Alarm zu läuten in China. Zudem wird in China der Mensch mit seiner Arbeitsleistung oft ausgebeutet. Dies aufgrund der endlos zur Verfügung stehenden Menschenzahl, im Sinne von &#8220;jeder ist doch ersetzbar!&#8221;</p>
<p>Da kann sich jeder selbst Fragen, ob die industriell hochentwickelten Länder oder eine kleine Gruppe indigener Menschen, die einfach lebt aber glücklich list, fortschrittlicher ist. Ich für meinen Teil kenne die Antwort für mich schon längst.</p>
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		<title>Königin Bonduca &#8211; keltischer Kampf um Britannien</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 10:27:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bei Recherchen über das Keltentum im alten Britannien bin ich über eine interessante Figur gestossen. Bonduca war die Frau des &#8220;Königs&#8221; eines keltischen Stammes im Gebiet des heutigen East Anglia (Norfolk und Suffolk). Nach dem Tod ihres Mannes übernahm sie die Führung als Königin und führte, als sich das Verhältnis zwischen Einheimischen und den landbesetzenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/01/eng-hist-5b-boudicca.gif"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-207" title="Boudica" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/01/eng-hist-5b-boudicca-150x150.gif" alt="Boudica" width="150" height="150" /></a>Bei Recherchen über das Keltentum im alten Britannien bin ich über eine interessante Figur gestossen. Bonduca war die Frau des &#8220;Königs&#8221; eines keltischen Stammes im Gebiet des heutigen East Anglia (Norfolk und Suffolk). Nach dem Tod ihres Mannes übernahm sie die Führung als Königin und führte, als sich das Verhältnis zwischen Einheimischen und den landbesetzenden Römern verschlechterte, die britisch-keltischen Völker in den Krieg. So kam es, dass 60 n. Chr. die Kelten nach Süden zogen und dort die römischen Siedlungen angriffen. Als erstes wurde scheinbar die Veteranenkolonie &#8220;Camulodunum&#8221; angegriffen, welche das heutige Colchester darstellt. Darauf folgten &#8220;Londinium&#8221; (London) und &#8220;Verulamium&#8221; (St Albans). Es wird vermutet, dass über 50&#8217;000 Kämpfer mit Bonduca zusammen kämpften. Nach und nach schlossen sich immer mehr Menschen der Truppe an. Insbesondere nach den grossen Siegen gegen die Römer. Die keltischen Einwohner Britanniens waren jedoch schlecht ausgerüstet und die Organisationsstufen der britischen Krieger war mit der des Feindes in keiner Weise vergleichbar. Obwohl sie stark in der Überzahl waren, hatten sie gegen die disziplinierten, gut ausgerüsteten Römer keine Chance in der entscheidenden Endschlacht. Gaius Suetonius Paulinus, römischer Feldherr und Statthalter Britanniens, griff die Kelten nordwestlich von Verulamium  auf offenem Gebiet mit zwei Legionen an. Der Angriff endete für die Einheimischen verheerend.</p>
<p>Doch was geschah mit Königin Bonduca? Über ihren Verbleib gibt es verschiedene Theorien bzw. Geschichten. Tacitus schrieb, dass sie sich mit Gift umbrachte, damit sie nicht in die Hände des Feindes fallen konnte. Cassius Dio schrieb jedoch, dass sie erkrankte und schliesslich an der Krankheit starb.</p>
<p>Königin Bonduca, oftmals auch mit Namen Boadicea oder Boudicca bezeichnet, war lange Zeit in Vergessenheit geraten. John Fletcher und Francis Beaumont verfassten im Jahre 1610 eine Tragödie &#8220;Bonduca&#8221;. Vor allem im 19. Jahrhundert wurde die Figur der Bonduca in vielen Liedern, Gedichten und anderen Publikationen wieder aufgerollt. Durch diese Publikationen ist die Königin wieder bekannt und sogar an der Themse bei der Westminster Bridge Statuen, welche Bonduca mit ihren Töchtern auf einem Streitwagen zeigen in London bewundern.</p>
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		<title>Opinion Personal sobre los Mayas como Pueblo Natural</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 08:27:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Viele Menschen mögen aus verschiedenen verständlichen oder auch unverständlichen Gründen behaupten, dass das Volk der Mayas, in jeder Weise eine grosse und wunderbare Zivilisation, verschwunden sei. Dies entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als falsch, insbesondere wenn wir uns ein wenig mit ihren heutigen Nachkommen in Campeche, Chiapas, Tabasco, Quintana Roo und Guatemala sowie in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/01/tree.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-248" title="Yaxché" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2009/01/tree-150x150.jpg" alt="Yaxché" width="150" height="150" /></a>Viele Menschen mögen aus verschiedenen verständlichen oder auch unverständlichen Gründen behaupten, dass das Volk der Mayas, in jeder Weise eine grosse und wunderbare Zivilisation, verschwunden sei. Dies entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als falsch, insbesondere wenn wir uns ein wenig mit ihren heutigen Nachkommen in Campeche, Chiapas, Tabasco, Quintana Roo und Guatemala sowie in einem Teil von Belize und Honduras, beschäftigen. Sie alle sind Maya und müssen von der Welt als solche anerkannt werden. Auch wenn sie nicht mehr nach den gleichen Prinzipien der damaligen Zeit leben und sich nicht mehr auf der Höhe der Herrlichkeit wie früher befinden. Stellen wir uns die Mayakultur einmal als einen wunderschönen Ceiba-Baum mit seinen Wurzeln und umgeben von der Schönheit der vielfältigsten Vegetation und grünen Bäumen vor. Ein Baum der sich geduldig den Veränderungen des Kosmos während seiner Evolution anpasst und durch harte Zeiten mit Bodentrockenheiten und Mangel an Wasser hindurch muss. Dennoch überlebt er seit Tausenden von Jahren und mit ihm auch das Volk der Mayas. Die Globalisierung übt einen ähnlichen Druck wie der Kosmos aus und verlangt, dass heute die indigenen Dörfer den wichtigen Schritt zur Teilnahme an der globalen Welt machen und gleichzeitig eigene Traditionen und Sitten aufgeben sollen. Dennoch ist dieser Krieg, ein Kampf um die Integration und die Lösung der aktuellen Probleme, noch nicht verloren. Die gleiche Suche nach dem Fortbestand spaltet Gemeinden und Familien. Den moralischen, geistigen und materiellen Wohlstand erkämpfend. Denken wir daran, dass die Mayas oftmals als Unzivilisierte von den sogenannten &#8220;zivilisierten Menschen&#8221; bezeichnet wurden und umgekehrt. Aber alle heutigen Länder dieser Welt mit einem hohen Grad an Industrie und Entwicklung haben die Welt, so wie sie heute ist, erschaffen. Und hier stellt sich die Frage: Haben ihre Entscheidungen zum Guten oder zum Schlechten geführt? Die Mayas hatten stets Respekt vor der Natur und haben begriffen, dass Menschen gegenseitige Achtung für einander haben müssen, weil der Lebenszyklus in der Welt und ausserhalb, von allem um uns herum abhängig ist und somit alles miteinander verbunden ist. Man muss nicht Maya sein, um eine spirituelle Offenheit zu besitzen. Aber suchen wir nicht nach Lösungen im Äussern, sondern in uns selbst und in unserem Handeln. Maya ist nicht vergangen, nicht begraben und erinnert mit den alten Stelen und Pyramiden in Yucatan daran, dass die Zukunft auf der Grundlage der Praxis der Wahrheit und der Liebe in dem, was wir tun, mit der Sprache des Herzens, aufgebaut sein muss. Respekt, Selbstwertgefühl und eine familiäre Gemeinschaft, in der wir leben können, sind das Wichtigste. Die Politik, Gesetze und alles, was die Welt von heute erschaffen hat, wurde ohne Berücksichtigung der indigenen Dörfer erschaffen. Tragischerweise ist es so, dass die industriell entwickelten Länder nur am Anspruch, an der Macht des Geldes und der Vernichtung von allem, was im Wege steht, interessiert sind.</p>
<p>Originaltext in Spanisch:<br />
Muchos aseguran por diferentes razones comprensibles o incomprensibles, que los mayas, gran civilizacion; admirable en todos los sentidos desaparecio en determinada epoca del tiempo. Lo cual se considera erroneo si nos informamos un poco y visitamos a sus descendientes en Campeche, Chiapas, Tabasco, Quintana roo y ademas Guatemala, parte de Belice y Honduras. Ellos son Mayas y deben ser reconocidos ante el mundo.Si bien es cierto no siendo facil subsistir con los mismos principios de aquella epoca de gloria y apogeo. Consideremos que la cultura es una hermosa ceiba con sus raices y rodeado de la belleza de la vegetacion de arboles diferentes y frondosos, pero atraves de los cambios que ha sufrido el universo en su evolucion cabe la aceptacion que es arido el suelo y escasa el agua para alimentar tan elevada cultura. La misma presion de la globalizacion hace pensar , que los pueblos naturales tienen que dar el paso principal de integrarse a este mundo globalizado y brindar en sacrificio un par de determinadas tradiciones y costumbres.Pero cabe aclarar que aun esta guerra no esta perdida, se lucha por la integracion y la solucion de la problematica actual. La busqueda misma de la susbsistencia separa comunidades, familias.Luchando por la sobrevivencia moral,espiritual y material. Recordemos que muchas veces se nombra incivilizados a los civilizados y al reves.Pero todos los paises actualmente, con un grado elevado de industria y desarrollo han creado este mundo que actualmente tenemos.Y alli va la pregunta lo han creado con sus decisiones para lo mejor o lo contrario? Los mayas tienen el respeto a la naturaleza y sobreentendido por todo lo que ella abarca incluyendo el respeto al ser humano porque de el depende todo el ciclo vital de la subsitencia en el planeta y fuera de el. No se necesita ser maya para comprender , para tener apertura espiritual. Pero no busquemos fuera de nosotros las soluciones que estan dentro de nosotros mismos y de hecho en nuestras actuaciones. Maya no es pasado, no el presente enterrado y recordado en estelas y piramides, es el futuro basado en la practica de la verdad y en el amor en lo que hacemos con el lenguaje del corazon.Respeto a nosotros mismos, autoestima y deseo de union con la comunidad y la familia en que vivimos. La politica, las leyes y todo lo que rige al mundo actual fueron creadas sin tomar en cuenta a los pueblos naturales. Lo cual me atrevo asegurar desde cualquier angulo, pues a los paises desarrollados industrialmente les interesa la ambicion, el poder del dinero y la exterminacion de todo lo que a su parecer se interpone en su camino.</p>
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		<title>Keltische Fundstücke aus der La Tène-Zeit in der Schweiz</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 10:17:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Fundstücke aus der La Tène Eisenzeit im Zürcher Landesmuseum Im Neuenburgersee fand man vor rund 150 Jahren gut erhaltene keltische Objekte, aus der jüngeren Eisenzeit. Der Fundort &#8220;La Tène&#8221; gab schliesslich dieser Zeit den Namen, &#8220;La Tène&#8221;-Zeit. Überreste von Waffen aus Eisen und Pfählen und eine ehemalige Brücke erregten europaweit Aufmerksamkeit. Es wurden über 3000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Fundstücke aus der La Tène Eisenzeit im Zürcher Landesmuseum</h3>
<div id="attachment_168" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/schaedeldecke_gh.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-168" title="Schädelfundstück - La Tène" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/schaedeldecke_gh-150x150.jpg" alt="Schädelfundstück - La Tène" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Schädelfundstück - La Tène</p></div>
<p>Im Neuenburgersee fand man vor rund 150 Jahren gut erhaltene keltische Objekte, aus der jüngeren Eisenzeit. Der Fundort &#8220;La Tène&#8221; gab schliesslich dieser Zeit den Namen, &#8220;La Tène&#8221;-Zeit. Überreste von Waffen aus Eisen und Pfählen und eine ehemalige Brücke erregten europaweit Aufmerksamkeit. Es wurden über 3000 Objekte gefunden, welche heute zum grössten Teil im Musée Laténium in Hauterive, Neuenburg, zu sehen sind. 800 Stücke sind im Museum Schwab und 200 im Landesmuseum in Zürich zu bewundern. Umstritten ist bis heute der Zweck des Ortes am Neuenburgersee. Das Museum Schwab in Biel zeigt beispielsweise in seiner Wanderausstellung auf, dass La Tène ein Kult- und Bestattungsort gewesen sein könnte. Menschliche Schädel und Knochen hätte man dort aus rituellen Gründen zusammengetragen, ebenso wie Waffen und sonstige Opferobjekte. Wer mehr wissen möchte, sollte unbedingt die Museun in Hauterive, Biel und in Zürich besuchen. Es lohnt sich auf alle Fälle, da man sich dadurch als Schweizer schliesslich direkt mit den eigenen Wurzeln, den eigenen Vorfahren, den keltischen Helvetern, befasst.</p>
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		<title>Von Kriegern und Sklavinnen</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 07:39:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Etymologie, Wandel und Adaption eines Namens: Isaura Isaura Moser ist eine der Blogautoren auf balam-ix.com. Sie erforschte kürzlich ihre eigene Namensherkunft. Die Isaurier oder auch Isaurer genannt, waren ein antiker Volksstamm im Süden der heutigen Türkei. Sie lebten in einem Land/Gebiet &#8220;Isaurien&#8221; genannt. Dieses Gebirgsland, lag zwischen dem antiken Kilikien und Lykaonien (römische Provinz Isauria). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Etymologie, Wandel und Adaption eines Namens: Isaura</h3>
<p>Isaura Moser ist eine der Blogautoren auf balam-ix.com. Sie erforschte kürzlich ihre eigene Namensherkunft.</p>
<div id="attachment_169" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/leo_isaurier.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-169" title="Münze: Leo - der Isaurier" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/leo_isaurier-150x136.jpg" alt="Münze: Leo - der Isaurier" width="150" height="136" /></a><p class="wp-caption-text">Münze: Leo - der Isaurier</p></div>
<p>Die Isaurier oder auch Isaurer genannt, waren ein antiker Volksstamm im Süden der heutigen Türkei. Sie lebten in einem Land/Gebiet &#8220;Isaurien&#8221; genannt. Dieses Gebirgsland, lag zwischen dem antiken Kilikien und Lykaonien (römische Provinz Isauria). Das Volk war für seine gefürchteten Krieger bekannt, welche im 5. Jahrhundert in der byzantinischen Armee als Söldner dienten. Die Isaurier waren von hoher militärischer Bedeutung und aufgrunddessen gelang es einem isaurischen Anführer sogar zum Kaisertitel zu gelangen. Dieser war damals als Kaiser Zenon oder auch Zeno bekannt.</p>
<p>Das Land Isaurien ist abgeleitet vom Namen Isaura, der noch heute in Variationen z.B. als Isaure als Frauenname verwendet wird. Die Herkunft und Bedeutung des Namens ist bis heute unklar, da in der Antike das Wissen um die Wortbedeutung verloren war und die Isaurier keine Schriften dazu führten (möglicherweise sind diese aber nur noch nicht gefunden worden). </p>
<div id="attachment_177" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/armenianmeds.gif"><img class="size-thumbnail wp-image-177" title="Geograph. Lage Isauriens" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/armenianmeds-150x150.gif" alt="Lage von Isauria auf alter Karte" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Geograph. Lage Isauriens</p></div>
<p>Eine mögliche Bedeutung des Namens ist &#8220;Sanfte Brise&#8221;. Es gab zwei isaurische Städte in Eurasien: Isaura Vetus (Altes Isaura) und später Isaura Nea (Neues Isaura). Diese Städte waren im Gebiet der Taurus Berge (wie zuvor erwähnt, heute im Gebiet der Türkei) angesiedelt. Die Städte waren eine Zeit lang unter mazedonischer und römischer Besetzung und waren aufgrund von einzigartigen Turmbauten (wahrscheinlich zu militärischen Zwecken) bekannt.</p>
<p>Heute existieren nur noch wenige Erinnerungen an die Isaurier. So findet der herumreisende Tourist unterwegs in Nordafrika Schmuckläden mit dem Namen Isaura, der anscheinend soviel bedeuten soll wie &#8220;Schönheit&#8221; oder &#8220;wertvoll&#8221;. Im Norden Afrikas (Tunesien, Marroko, Ägypten) wird er noch heute gerne als Frauenname verwendet. Als während der Kolonalzeit die Portugiesen nach Nordafrika kamen, trugen sie den Frauennamen in ihre Heimat. Später wurde der Frauenname von den Portugiesen über den Atlantik nach Brasilien, eine portugiesische Kolonie, gebracht.</p>
<p>So taucht im historischen Roman von Bernardo Guimaraes erstmals wieder ein Figur mit dem Namen Isaura auf. Der Roman mit dem Titel &#8220;Die Sklavin Isaura&#8221; erzählt die Geschichte der Tochter einer weisshäutigen Sklavin, die Anfang des 19. Jahrhunderts auf einer brasilianischen Tabakplantage arbeiten muss und von einem unbekannten geschwängert wird. Als Isaura zur Welt kommt, stirbt ihre Mutter. Sie wird von ihrer Gutsherrin, Doña Ester, aufgenommen und wie ihr eigenes Kind behandelt. Ihr Ehemann behandelt das adoptierte Kind jedoch sehr kalt und abweisend. Doña Esters Sohn belästigt Isaura seit klein auf und bedrängt sie sexuell. Im Laufe der Geschichte lernt Isaura ihren Vater kennen, der früher auf der Plantage als Verwalter gearbeitet  hatte. Isauras Stiefmutter verspricht ihr, dass sie in Zukunft als freier Mensch leben könne. Diese Aussage bewahrheitet sich jedoch nicht, da die Gutsherrin bis zu ihrem Tod, die Papier der Frau nicht bereit hat. Isaura verliebt sich und muss um ihre Liebe kämpfen. Da sie kein freier Mensch ist, kann ihr Peiniger, Sohn der verstorbenen Doña Ester, sie weiterhin belästigen. Mit viel Geschick hilft ihr am Ende die Schwester des Geliebten. Und so gelingt es schliesslich die Sklavin freikaufen und sie erhält ihre längst verdiente Freiheit.</p>
<div id="attachment_172" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/isaura.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-172" title="Isaura - Darstellerin aus der gleichnamigen Telenovela" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/isaura-150x150.jpg" alt="Isaura - Darstellerin aus der gleichnamigen Telenovela" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Isaura - Darstellerin aus der gleichnamigen Telenovela</p></div>
<p>Später wurde der Roman in Form einer brasilianischen Telenovela &#8220;La Esclava Isaura&#8221; filmisch umgesetzt, erst 1976 und schliesslich in einem Remake der Novela im Jahre 2004.</p>
<p>Haben auch Sie keine Vorstellung, was Ihr Name bedeutet? Gerne helfen wir weiter. Schreiben Sie einfach einen Kommentar zum Blogbeitrag.</p>
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		<title>Der Maya-Kalender</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 09:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mayas]]></category>
		<category><![CDATA[calendar]]></category>
		<category><![CDATA[kalender]]></category>
		<category><![CDATA[maya]]></category>
		<category><![CDATA[mayakalender]]></category>
		<category><![CDATA[yucatan]]></category>
		<category><![CDATA[zeitmessung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Kalendersystem Die alten Mayas besassen ein sehr genaues Kalendersystem, das sich wohl isoliert entwickelte. Durch den Spanische Eroberung wurde das grosse Wissen der Maya grundlegend zerstört, bis in den 90er Jahren Archäologen schliesslich in der Lage waren die letzten Lücken und die restlichen wichtigen offenen Fragen zum Maya-Kalendersystem zu klären. Die Mayas waren talentierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Das Kalendersystem</h3>
<div class="mceTemp">
<div id="attachment_134" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/tzolkin2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-134 " style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Tzolkin Glyphen" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/tzolkin2-150x150.jpg" alt="Tzolkin Glyphen" width="150" height="141" /></a><p class="wp-caption-text">Tzolkin Glyphen</p></div>
<p>Die alten Mayas besassen ein sehr genaues Kalendersystem, das sich wohl isoliert entwickelte. Durch den Spanische Eroberung wurde das grosse Wissen der Maya grundlegend zerstört, bis in den 90er Jahren Archäologen schliesslich in der Lage waren die letzten Lücken und die restlichen wichtigen offenen Fragen zum Maya-Kalendersystem zu klären. Die Mayas waren talentierte Mathematiker und dies widerspiegelt sich ebenfalls in ihrem Kalender bzw. in ihren verschiedenen Kalendern, denn sie benutzten insgesamt 3 Kalender. Der sogenannte &#8220;Long Count&#8221;, welcher prinzipiell für historische Zwecke diente. Der &#8220;Haab&#8221; der ein ziviler Kalender war, welcher auf dem Jahr mit 360 Tagen basierte. 18 Perioden von 20 Tagen. Fünf zusätzliche &#8220;schlechte&#8221; Tage wurden am Ende eines Haab Jahres hinzugefügt, um den Kalender mit dem Sonnenjahr zu synchronisieren. Der Tzolkin war der dritte Kalender der Mayas, welcher für rituelle Zeremonien eingesetzt wurde. Er verfügt über 20 Perioden von 13 Tagen. Der Tzolkin Kalender durchläuft alle 260 Tage einen kompletten Zyklus. Die Bedeutung dessen ist bis heute nicht völlig geklärt. Möglicherweise besteht eine Verbindung zum Orbit der Venus, welcher aus 263 Tagen besteht. Die Haab und die Tzolkin Daten verfügten interessanterweise nicht über eine Jahreskomponente. Jedenfalls war und ist es immer noch möglich mittels Kombination von Haab und Tzolkin ein eindeutiges Datum in einem 52 Jahreszyklus festzulegen.</p></div>
<h3>Einige Fakten</h3>
<p>Der &#8220;Long Count&#8221; Kalender besteht aus 5 Komponenten:</p>
<p>Baktun<br />
Katun<br />
Tun<br />
Uinal<br />
Kin</p>
<p>Das Datum des &#8220;Haab&#8221; Kalenders besteht aus einem aus 20 Nummern (von 0 bis 19) und einem &#8220;Uinal&#8221; (= ähnlich wie &#8220;Monat&#8221; in unserem Verständnis), von welchen 18 bestehen und folgendermassen heissen:</p>
<p>1 Pop<br />
2 Uo<br />
3 Zip<br />
4 Zotz<br />
5 Tzec<br />
6 Xul<br />
7 Yaxkin<br />
8 Mol<br />
9 Chen<br />
10 Yax<br />
11 Zac<br />
12 Ceh<br />
13 Mac<br />
14 Kankin<br />
15 Muan<br />
16 Pax<br />
17 Kayab<br />
18 Cumku</p>
<p>Am Ende des Jahres wurden 5 Tage hinzugefügt, die sogenannten &#8220;Uayeb&#8221;. Das Jahr als Einheit existiert im Haab nicht.</p>
<p>Der Tzolkin besteht aus einem Zyklus von 260 Tagen, bestehend aus Tagesnummern von 1 bis 13 und 20 Tagesnamen. Tagesnummer und der Tagesname sind beide parallel inkrementell.<br />
Auch der Tzolkin Kalender hat keine Jahreseinheit.</p>
<p>Hier eine Liste von Tzolkin Tagesnamen:</p>
<p>1 Imix<br />
2 Ik<br />
3 Akbal<br />
4 Kan<br />
5 Chicchan<br />
6 Cimi<br />
7 Manik<br />
8 Lamat<br />
9 Muluc<br />
10 Oc<br />
11 Chuen<br />
12 Eb<br />
13 Ben<br />
14 Ix<br />
15 Men<br />
16 Cib<br />
17 Caban<br />
18 Etxnab<br />
19 Cauac<br />
20 Ahau</p>
<h3>2012 &#8211; Das Ende der Welt?</h3>
<p>Wie steht es nun um die Geschichte eines drohenden Weltuntergangs im 21. Dezember 2012? Es wurden viel über den Maya Kalender, insbesondere den &#8220;Long Count&#8221; geschrieben. Auch zur möglichen Apokalypse, einem weltweiten Polsprung, einer Weltveränderung bzw. einer kosmischen Veränderung existieren zahlreiche TV-Dokumentationen und Bücher. Doch betrachtet man den Maya-Kalender als zyklisches Instrument, so kann man nicht leugnen, dass aufgrund seiner Konzeption es keinesfalls möglich ist, damit ein Kalenderende zu definieren. Wenn ein Zyklus endet, beginnt einfach ein Neuer und dies wiederholt sich schliesslich endloss. Und dieses Konzept findet sich auch in anderen Maya-Weltanschauungen, denn als ein naturverehrendes Volk war klar: Alles aus der Natur, der Weltraum und das Leben selbst ist einem sich wiederholender Zyklus unterworfen und fest darin integriert.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Römische Ortsnamen in der Schweiz</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2008/12/romische-ortsnamen-in-der-schweiz/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 06:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer]]></category>
		<category><![CDATA[römer römisch ortsnamen schweiz schweizer städte dörfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Auszug römischer Ortsnamen von heutigen Schweizer Ortschaften Unterhalb ist ein interessanter Auszug römischer Namen von Schweizer Ortschaften im Vergleich zum heutigen Namen zu finden. Übersetzungen helfen den lateinischen Ursprungsnamen besser zu verstehen. Heutiger Name Lateinisch Übersetzung Andeer (GR) Lapidaria Arbon (TG) Arbor Felix Glücklicher (glückbringender?) Baum Augst (BL) Augusta Raurica Stadt zu Ehren des (Kaisers) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Auszug römischer Ortsnamen von heutigen Schweizer Ortschaften</h3>
<p>Unterhalb ist ein interessanter Auszug römischer Namen von Schweizer Ortschaften im Vergleich zum heutigen Namen zu finden. Übersetzungen helfen den lateinischen Ursprungsnamen besser zu verstehen.</p>
<table style="text-align: left;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="2" width="100%">
<tbody>
<tr>
<th>Heutiger Name</th>
<th>Lateinisch</th>
<th>Übersetzung</th>
</tr>
<tr>
<td>Andeer (GR)</td>
<td>Lapidaria</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Arbon (TG)</td>
<td>Arbor Felix</td>
<td>Glücklicher (glückbringender?) Baum</td>
</tr>
<tr>
<td>Augst (BL)</td>
<td>Augusta Raurica</td>
<td>Stadt zu Ehren des (Kaisers) Augustus im Gebiet der<br />
Rauracher (Teilstamm der keltischen Helvetier)</td>
</tr>
<tr>
<td>Avenches (VD)</td>
<td>Aventicum</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Baden (AG)</td>
<td>Aquae Helveticae</td>
<td>Schweizer Quellen</td>
</tr>
<tr>
<td>Basel</td>
<td>Basilia</td>
<td>die &#8220;kaiserliche&#8221;</td>
</tr>
<tr>
<td>Bellinzona</td>
<td>Bilitio</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Chur</td>
<td>Curia</td>
<td>Rathaus</td>
</tr>
<tr>
<td>Eschenz (TG)</td>
<td>Tasgaetium</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Genève (Genf)</td>
<td>Genava</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Grosser St. Bernhard</td>
<td>Summus Poeninus</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Koblenz (AG)</td>
<td>Confluentes</td>
<td>(wo Rhein und Aare) zusammenfliessen</td>
</tr>
<tr>
<td>Lausanne</td>
<td>Lousonna</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Maienfeld (GR)</td>
<td>Magia</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Martigny (VS)</td>
<td>Octodurum</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Massongex (VS)</td>
<td>Tarnaiae</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Moudon (VD)</td>
<td>Minnodunum</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Nyon (VD)</td>
<td>Iulia Equestris (Noviodunum)</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Orbe (VD)</td>
<td>Urba</td>
<td>Stadt</td>
</tr>
<tr>
<td>Oron-la-Ville (VD)</td>
<td>Uromagnus</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Oberwinterthur (ZH)</td>
<td>Vitodurum</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Pfyn (TG)</td>
<td>Ad Fines</td>
<td>an der Grenze</td>
</tr>
<tr>
<td>Rheineck (SG)</td>
<td>Ad Rhenum</td>
<td>am Rhein</td>
</tr>
<tr>
<td>Saint-Maurice (VS)</td>
<td>Agaunum</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Schleitheim (SH)</td>
<td>Iuliomagnus</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Splügen (GR)</td>
<td>Cunus Aureaus</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Studenberg (BE)</td>
<td>Petinesca</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Sion (Sitten)</td>
<td>Sedunum</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Solothurn</td>
<td>Salodurum</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Tinzen (GR)</td>
<td>Tinnetio</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Vevey (VD)</td>
<td>Viviscus</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Villeneuve (VD)</td>
<td>Penneloci</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Windisch (AG)</td>
<td>Vindonissa</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Yverdon (VD)</td>
<td>Eburodunum</td>
<td>(-dunum=Name keltischen Ursprungs)</td>
</tr>
<tr>
<td>Zurzach (AG)</td>
<td>Tenedo</td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Zürich</td>
<td>Turicum</td>
<td> </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Haben Sie ergänzendes Material als Input zu dieser Liste? Dann kontaktieren Sie einfach unsere Autoren. Wir freuen uns über Ihre Ergänzungen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Archäologische Entdeckungen in Biel/Bienne</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2008/12/archaologische-entdeckungen-in-bielbienne/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 06:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[biel bienne mittelalter handwerk archäologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Archäologische Untersuchungen in Biel/Bienne: Spuren von mittelalterlichen Handwerkern direkt vor unserer Nase. In einer Medienmitteilung Anfang November wird vom Kanton Bern erklärt, worum es genau geht. Auf dem ehemaligen Gassmann-Areal in Biel hat der Archäologische Dienst des Kantons Bern Spuren von mittelalterlichem Handwerk entdeckt. Die Untersuchungen zeigen, dass das Gassmann-Areal über Jahrhunderte intensiv gewerblich genutzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Archäologische Untersuchungen in Biel/Bienne: Spuren von mittelalterlichen Handwerkern direkt vor unserer Nase. In einer Medienmitteilung Anfang November wird vom Kanton Bern erklärt, worum es genau geht.</h3>
<div id="attachment_88" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-88" title="Wappen der Stadt Biel" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/bieler-wappen.jpg" alt="Wappen der Stadt Biel" width="240" height="160" /><p class="wp-caption-text">Wappen der Stadt Biel</p></div>
<p>Auf dem ehemaligen Gassmann-Areal in Biel hat der Archäologische Dienst des Kantons Bern Spuren von mittelalterlichem Handwerk entdeckt. Die Untersuchungen zeigen, dass das Gassmann-Areal über Jahrhunderte intensiv gewerblich genutzt wurde. Vor allem Färber und Gerber liessen sich an der Stadtschüss nieder. Der Archäologische Dienst und das Museum Schwab präsentieren die Ergebnisse der Grabungen am Freitag, 7. und Samstag, 8. November 2008 der Öffentlichkeit.</p>
<p>Weil der auf dem ehemaligen Gassmann-Areal geplante Neubau tief in den Untergrund eingreift, werden archäologische Reste unwiederbringlich zerstört. Deshalb hat der Archäologische Dienst des Kantons Bern in den letzten Monaten Notgrabungen durchgeführt. Das Gassmann-Areal liegt am Rand der mittelalterlichen Stadt, direkt ausserhalb der Stadtmauern. Es gehörte zum &#8220;Ablass&#8221;, wie das ganze Gebiet nach den dort verlaufenden Entwässerungsgräben genannt wurde. Im Mittelalter hatten sich dort Handwerker niedergelassen, die vom Wasser abhängig waren, vor allem Färber und Gerber.</p>
<p>Die Untersuchungen des Archäologischen Dienstes zeigen, dass das Gelände den Namen &#8220;Ablass&#8221; zu Recht trug. Es lag in der Schwemmebene der Schüss und war weitgehend versumpft. Noch heute drückt die Schüss ins Gelände. Deshalb wurden auch keine klaren Niveaus gefunden. Die Menschen versuchten dem Wasser und der Feuchtigkeit immer wieder mit Aufplanierungen zu entgehen.</p>
<p>Spuren aus der Zeit der Stadtgründung fehlen vollständig. Es gibt bisher weder prähistorische noch römische Scherben. Aber auch Hinweise auf das für Biel vermutete Frühmittelalter kamen bisher nicht zum Vorschein. In Bezug auf die Bauten bestätigten sich jedoch die Erwartungen: Vor dem 19. Jahrhundert gab es auf dem Gelände keine grösseren Häuser. Die Archäologen stiessen aber auf eine Unmenge von Gewerbespuren in Form von Gräben, Gruben und Leichtbauten. Diese belegen, dass auf dem ehemaligen Gassmann-Areal über Jahrhunderte hinweg intensiv gearbeitet und produziert worden war.</p>
<p>Die ältesten Gräben und Gruben aus dem 13. und 14. Jahrhundert geben keine Hinweise auf das dort ausgeübte Handwerk. Aus dem 15. oder 16. Jahrhundert stammen vier mit Steinen gefüllte Gräben, die als Fundament einer dreischiffigen Gewerbehalle gedient haben dürften. Weiter südlich lag eine grosse Anzahl von Gruben, Gräben und Holzpfostenlöchern, die eine intensive handwerkliche Tätigkeit belegen.</p>
<p>Im 17./18. Jahrhundert wurde versucht, das Gelände mit einer Aufplanierung trockener zu machen. Es fanden sich Reste eines grossen Holzbaus mit einer Bodenkonstruktion, die mit Lehm abgedichtet war. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Produktions- oder Lagerhalle für eine Gerberei. Um 1800 herum dürfte das Areal dann vorwiegend als Garten gedient haben. Ab den 1830er Jahren begann die moderne Überbauung. Die ältesten dieser Gebäude hatten Fundamente aus massiven Findlingsbrocken. Aus dem 20. Jahrhundert stammen Betonfundamente, verschiedene Öltanks und Keller.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unverzichtbare Maya-Kalender Web-Tools</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2008/12/unverzichtbare-maya-web-tools/</link>
		<comments>http://www.balam-ix.com/2008/12/unverzichtbare-maya-web-tools/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 20:39:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[maya kalender konverter web tools kostenlos]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich längere Zeit mit der Maya-Forschung und insbesondere dem Maya-Kalender beschäftigt, der sollte sich unbedingt einige praktische Tools, welche kostenlos im Internet angeboten werden, näher ansehen. Einige dieser Tools haben wir hier zusammengefasst: Mayan Calender Tools Tolteken-Count &#60;&#62; Maya-Count CalendarHome.com Gregorianisch &#62; Maya Kalender Maya &#62; Gregorianischer Kalender Calendar Converter Calendrical Calculations Piktographischer Maya [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich längere Zeit mit der Maya-Forschung und insbesondere dem Maya-Kalender beschäftigt, der sollte sich unbedingt einige praktische Tools, welche kostenlos im Internet angeboten werden, näher ansehen. Einige dieser Tools haben wir hier zusammengefasst:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.pauahtun.org/Calendar/tools.html" target="_blank">Mayan Calender Tools</a><br />
<strong></strong><a href="http://resonateview.org/places/toybox/mayan/gal-sign/index.htm">Tolteken-Count &lt;&gt; Maya-Count</a></li>
<li><a href="http://www.calendarhome.com/converter/" target="_blank">CalendarHome.com</a></li>
<li><a href="http://web.archive.org/web/20070612203241/bama.ua.edu/~gomez002/mayacal.html" target="_blank">Gregorianisch  &gt; Maya Kalender</a></li>
<li><a href="http://web.archive.org/web/20070620133053/http://bama.ua.edu/~gomez002/gregcal.html" target="_blank">Maya &gt; Gregorianischer Kalender</a></li>
<li><a href="http://www.fourmilab.com/documents/calendar/" target="_blank">Calendar Converter</a></li>
<li><a href="http://emr.cs.iit.edu/home/reingold/calendar-book/Calendrica.html" target="_blank">Calendrical Calculations</a></li>
<li><a href="http://users.hartwick.edu/hartleyc/mayacalendar/mayacalendar.html" target="_blank">Piktographischer Maya Daten-Konverter</a></li>
<li><a href="http://din-timelines.com/calendar_converter.shtml" target="_blank">Timeless Calendar Converter</a></li>
<li><a href="http://web.archive.org/web/20080209024402/http://www.kurdistanica.com/english/culture/ncharacters/calendar/converter/kurdish_calendar_converter.html" target="_blank">Kurdischer Kalenderkonverter</a></li>
</ul>
<p>Anmerkung:<br />
Wir übernehmen keine Garantie, dass die oben aufgeführten Tools korrekte Werte liefern. Gerne nehmen wir auch Ihr Web-Tool in unsere Liste auf. Melden Sie sich einfach bei unseren Autoren.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Bedeutung des Mondes in unserer Kultur</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2008/12/der-mond-bedeutung-und-wirkung-in-unserem-alltag/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 09:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturen & Völker]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Symbolik]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypter]]></category>
		<category><![CDATA[Bräuche]]></category>
		<category><![CDATA[Kelten]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Mondgöttin]]></category>
		<category><![CDATA[Rituale]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir kaufen einen &#8220;Mondkalender&#8221; und sprechen davon, dass es besser ist nach dem Vollmond gewisse Tätigkeiten auszuführen, sei es in der Landwirtschaft oder ganz einfach zu Hause im Haushalt. In der Kirche sprechen wir nach dem Gebet ein &#8220;Amen&#8221; aus und ohne es zu ahnen, bedanken wir uns damit beim Mond. Das Mysterium Mond. Seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Wir kaufen einen &#8220;Mondkalender&#8221; und sprechen davon, dass es besser ist nach dem Vollmond gewisse Tätigkeiten auszuführen, sei es in der Landwirtschaft oder ganz einfach zu Hause im Haushalt. In der Kirche sprechen wir nach dem Gebet ein &#8220;Amen&#8221; aus und ohne es zu ahnen, bedanken wir uns damit beim Mond.</h3>
<div id="attachment_62" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-62" title="Der Mond" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/mond8abend-300x250.jpg" alt="Der Mond" width="300" height="250" /><p class="wp-caption-text">Der Mond</p></div>
<p>Das Mysterium Mond. Seit eh und je beobachten und bestaunen die Menschen dieses Gestirn. Dabei bekam der Mond anders als die Sonne meist eine weibliche Rolle zugeteilt, da sich der Mond zyklisch in seiner Gestalt verändert und sich die Fruchtbarkeit der Frau ebenfalls zyklisch verhält. Der Mond war bereits in der &#8220;Steinzeit&#8221; ein wichtiges Symbol für Fruchtbarkeit und die Erde bzw. Erdenmutter. Als sich nach und nach eine erste Form der Landwirtschaft entwickelte wurden diese Mond-Zyklen zu Mon(d)aten zusammengefasst. Das Wort &#8220;Monat&#8221; enthält noch heute ein Überbleibsel des Wortes &#8220;Mond&#8221;.  Das Gleiche finden wir im Namen des ersten Wochentages: Mon(d)tag &#8211; Der Tag des Mondes, der erste Tag der Woche.</p>
<p>In Küstennähe lebende Menschen wussten früh um die Wirkung des Mondes auf das Meer und das Leben. Ebbe und Flut, sowie das Verhalten verschiedenster Meerestiere, waren eindeutig durch den Mondzyklus beeinflusst. Warum sind wir vor dem Vollmond gestresster und gereizter? Nehmen wir einmal die Tatsachen zur Hand, dass der Mensch zu 60-70% aus Wasser besteht und der Mond die Gezeiten beeinflusst, so müssen wir eine klare Verbindung zwischen beidem ziehen: Ergo, der Mond beeinflusst auch direkt das Wasser innerhalb des menschlichen Körpers. Kopfschmerzen, Gereiztheit oder ein schlechteres Schlafen vor dem Vollmond (oder einem anderen Mondzustand), sind dadurch einfach erklärbar.</p>
<p>Die Bedeutung des Mondes war seit je her gross. In der keltischen Religion war die &#8220;Mondgöttin&#8221; beispielsweise eine zentrale Figur. Diese Personifikation war nicht nur eine Form der menschliche Darstellung des Gestirns, sondern nahm eine zentrale Funktion im Religionssystem ein. Die Mondgöttin, wie auch der Mond standen für magische Fähigkeiten, das Element Wasser und das zugeordnete Metall Silber. Übrigens nicht nur in der westlichen Mystik, sondern ebenfalls in der östlichen. Der Mond wurde sehr häufig in Sichelform (Sichelmond) dargestellt, aber auch in Form eines Halbmondes oder eines Kreises (Vollmond). Zudem ist der Mond in den meisten Sprachen weiblich so beispielsweise: lune, luna. Die Fruchtbarkeit wurde gern in Form von Kuhhörnern symbolisiert, welche sich aus den Mondsicheln ableiteten. Das Interessanteste ist jedoch, dass der Begriff des Mondes und der Göttin, sich aus dem gleichen Wortstamm ableiteten. Im Indoeuropäischen existieren die Begriffe &#8220;mana&#8221; oder &#8220;men&#8221;, welche &#8220;Mutter&#8221;, &#8220;Mensch&#8221;, &#8220;Menstruation&#8221; bedeuten. Amen bedeutete ursprünglich eigentlich nichts anderes als der &#8220;Mond der Wiedergeburt&#8221;. Viele als &#8220;christlich&#8221; propagierte Symbole, sind ursprünglich vom Christentum einfach übernommen worden. Dies gilt auch für Personifikationen wie die Jungfrau Maria, die ihrerseits eine indirekte Ableitung der keltischen Mondgöttin, bzw. der ägyptischen Isis (übrigens die Mondgöttin im alten Ägypten) sein soll.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Römische Goldschätze im Schweizer Landesmuseum</title>
		<link>http://www.balam-ix.com/2008/12/romische-goldschatze-im-schweizer-landesmuseum/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Dec 2008 21:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Römer]]></category>
		<category><![CDATA[gold]]></category>
		<category><![CDATA[goldschatz]]></category>
		<category><![CDATA[goldschätze]]></category>
		<category><![CDATA[hortfund]]></category>
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		<category><![CDATA[silber]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Zeit zeigt das Schweizerische Landesmuseum in Zürich faszinierende Goldschätze in einer Sonderausstellung &#8220;Römische Goldschätze – vergraben und wiederentdeckt&#8221;. Der römische Goldschatz von Lunnern (Geheimde Obfelden ZH) wurde im Jahr 1741 von Vikar Johann Georg Sulzer aus Maschwanden wiederentdeckt. Die Ausstellung &#8220;Römische Goldschätze – vergraben und wiederentdeckt&#8221;, die vom 21. November 2008 bis 22. März [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Zur Zeit zeigt das Schweizerische Landesmuseum in Zürich faszinierende Goldschätze in einer Sonderausstellung &#8220;Römische Goldschätze – vergraben und wiederentdeckt&#8221;.</h3>
<div id="attachment_35" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-35" title="(C) Schweizerisches Landesmuseum" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/02-lu_col_23748-300x299.jpg" alt="(C) Schweizerisches Landesmuseum" width="300" height="299" /><p class="wp-caption-text">(C) Schweizerisches Landesmuseum</p></div>
<p>Der römische Goldschatz von Lunnern (Geheimde Obfelden ZH) wurde im Jahr 1741 von Vikar Johann Georg Sulzer aus Maschwanden wiederentdeckt. Die Ausstellung &#8220;Römische Goldschätze – vergraben und wiederentdeckt&#8221;, die vom 21. November 2008 bis 22. März 2009 im Schweizerischen Landesmuseum stattfindet, zeigt den wertvollen Fund.</p>
<p>Der Schatz besteht aus 17 goldenen Schmuckstücken, darunter Ketten mit aufwendig geschmiedeten Einzelteilen sowie Anhängern, Ohrringen und einer Armspange. Teil der Ausstellung ist ebenfalls ein kleiner Workshop, wo Goldschmiedetechniken von Fachpersonal erklärt werden.</p>
<p>Vergraben worden war der Goldschatz um 260 nach Christus. Wie der Schatz entdeckt worden war und warum ein Fläschchen mit einem Affen eine entscheidende Rolle bei der Schatzsuche gespielt hat, wird im Rahmen der Ausstellung veranschaulicht. Das Landesmuseum zeigt jedoch nicht nur den Fund aus Lunnern, sondern ebenfalls einige weitere bemerkenswerte Hortfunde aus Italien, Frankreich und Deutschland. Dabei wirkt die Ausstellung, insbesondere die Art der Präsentation der Fundgegenstände, genauso edel wie der Schmuck selbst.</p>
<p>Nebst der Ausstellung &#8220;Römische Goldschätze&#8221; bietet das Museum keltische und mittelalterliche Ausstellungen. Auf alle Fälle sehenswert!</p>
<div id="attachment_40" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/col-11197_a-45511.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-40" title="(C) Schweizerisches Landesmuseum" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/col-11197_a-45511-150x150.jpg" alt="(C) Schweizerisches Landesmuseum" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Schweizerisches Landesmuseum</p></div>
<div id="attachment_39" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/col24573.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-39" title="(C) Schweizerisches Landesmuseum" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/col24573-150x150.jpg" alt="(C) Schweizerisches Landesmuseum" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Schweizerisches Landesmuseum</p></div>
<div id="attachment_38" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/05-lu_col_23756.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-38" title="(C) Schweizerisches Landesmuseum" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/05-lu_col_23756-150x150.jpg" alt="(C) Schweizerisches Landesmuseum" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Schweizerisches Landesmuseum</p></div>
<div id="attachment_37" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/04-lu_col_23755.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-37" title="(C) Schweizerisches Landesmuseum" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/04-lu_col_23755-150x150.jpg" alt="(C) Schweizerisches Landesmuseum" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Schweizerisches Landesmuseum</p></div>
<div id="attachment_36" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/03-lu_col_23751.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-36" title="(C) Schweizerisches Landesmuseum" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/03-lu_col_23751-150x150.jpg" alt="(C) Schweizerisches Landesmuseum" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Schweizerisches Landesmuseum</p></div>
<div id="attachment_35" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/02-lu_col_23748.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-35" title="(C) Schweizerisches Landesmuseum" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/02-lu_col_23748-150x150.jpg" alt="(C) Schweizerisches Landesmuseum" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Schweizerisches Landesmuseum</p></div>
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		<title>Die gezeichnete Welt der Neandertaler</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 06:18:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Beeindruckende Handzeichnungen, Szenen aus einer vergangenen Zeit: Emmanuel Roudier Neandertal Comics wecken Neugierde &#8230; In seinem Blog bietet Emmanuel Einblicke in seine Skizzen und neusten Illustrationen, sowie auch einige &#8220;Bonus&#8221; Zeichnungen für Fans. Sehr beeindruckend ist die4 einheitliche Stimmung, die in seinen Zeichnungen zum Tragen kommt. Es scheint fast so, als wäre Roudier in eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Beeindruckende Handzeichnungen, Szenen aus einer vergangenen Zeit: Emmanuel Roudier Neandertal Comics wecken Neugierde &#8230;</h3>
<p>In seinem Blog bietet Emmanuel Einblicke in seine Skizzen und neusten Illustrationen, sowie auch einige &#8220;Bonus&#8221; Zeichnungen für Fans.</p>
<p>Sehr beeindruckend ist die4 einheitliche Stimmung, die in seinen Zeichnungen zum Tragen kommt. Es scheint fast so, als wäre Roudier in eine Zeitmaschine gestiegen und wahrhaftig dabei gewesen, hätte Skizzen von Szenen4 lebender Menschen und Tieren umgesetzt. Dabei wirken seine Zeichnungen niemals faktisch sondern vielmehr mystisch, emotional, gar liebevoll. Der Grund dafür liegt sicherlich in der4 Art der Präsentation sowie auch der Wahl der Szenen. Emmanuel Roudier zeigt keine barbarischen, primitiven Neandertaler, für welche sie oftmals zu Unrecht gehalten werden. Er zeigt die Urzeitmenschen bei kultischen Ritualen, Begräbnissen und Alltagsmomente. Und wir müssen ihm bei vielen seiner Darstellungen Recht geben. Keinesfalls waren die Neandertaler primitive Wesen, die wie &#8220;Tiere lebten&#8221;. Wie neuste wissenschaftliche Forschungen zeigen, hatten die Neandertaler bereits das Wissen um ihren eigenen Tod, vollzogen Rituale und stellten unter anderem auch Schmuck her. Womöglich besassen sie daher bereits ihre eigene religiöse Vorstellungen, ihre eigene Naturreligion.</p>
<p>Emmanuel Roudier bespricht in seinem <a href="http://roudier-neandertal.blogspot.com/">Blog</a> nicht nur seine NEANDERTAL Comics, sondern kommentiert auch seine Neandertaler Szenen und verweist auf Hintergründe, die ihn zu seinen Bildern bewegten. Auf seinem Blog sind zudem auch stets neue unveröffentlichte Skizzen zu finden.</p>
<p>Unser Tipp: Wer sich für die Zeichnungen von Emmanuel Roudier interessiert, sollte sich unbedingt zu Weihnachten einen NEANDERTAL Comic selber schenken oder schenken lassen ;-) .. es lohnt sich!!</p>
<div id="attachment_25" class="wp-caption alignleft" style="width: 418px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/neandertal1-c1s.jpg"><img class="size-full wp-image-25" title="NEANDERTAL von Emmanuel Roudier" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/neandertal1-c1s.jpg" alt="NEANDERTAL von Emmanuel Roudier" width="408" height="567" /></a><p class="wp-caption-text">NEANDERTAL von Emmanuel Roudier</p></div>
<div id="attachment_18" class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/vi-peuplequina.jpg"><img class="size-full wp-image-18" title="(C) Emmanuel Roudier" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/vi-peuplequina.jpg" alt="(C) Emmanuel Roudier" width="500" height="1249" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Emmanuel Roudier</p></div>
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		<title>Das Zahlensystem der Mayas</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 22:38:49 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Schriften]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Zahlensystem der Mayas ist ganz ähnlich dem unserigen und daher für uns auch sehr leicht zu verstehen. Während die Null eine Muschel (genauer: eine leere Muschel) darstellt sind alle nachfolgenden Zahlen bis Vier durch Punkte gekennzeichnet. Die Fünf wird mit einem Balken dargestellt und gemäss der Logik ist die Sechs dann ein Balken und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Zahlensystem der Mayas ist ganz ähnlich dem unserigen und daher für uns auch sehr leicht zu verstehen. Während die Null eine Muschel (genauer: eine leere Muschel) darstellt sind alle nachfolgenden Zahlen bis Vier durch Punkte gekennzeichnet. Die Fünf wird mit einem Balken dargestellt und gemäss der Logik ist die Sechs dann ein Balken und ein Punkt. So geht es weiter bis zur Neun, welche aus 4 Punkten und einem Balken besteht. Die Zehn wird mit zwei Balken symbolisiert. Punkte haben also stehts einen Einer-Wert, während Balken einen Fünfer-Wert annehmen. Einfach, nicht wahr?</p>
<h6><img border="0" width="261" src="http://www.balam-ix.com/images/blogimages/numbers.jpg" alt="Maya Zahlensystem" height="200" /></h6>
<p>Das Maya Zahlensystem ist übrigens das einzig erhaltene schriftliche Zahlensystem aus dem alten Mesoamerika. Die Zählweise basiert aber im Maya-Zahlensystem, nicht wie man zunächst meinen könnte auf dem Dezimalsystem, sondern auf dem Zwanzigersystem. Eigentlich auch ganz vernünftig, denn schliesslich hat der Mensch nicht nur seine beiden Hände zu je fünf Fingern, sondern auch noch zwei Füsse zu je fünf Zehen = 20.<br />
Nebst den Zahlenziffern (Links: Darstellung der Zahl 20) gab es zusätzlich Glyphen, welche für die Darstellung der Zahlen dienten:</p>
<h6><img border="0" src="http://www.balam-ix.com/images/blogimages/zahlenkoepfe.jpg" alt="Glymphen zur Zahlendarstellung" /><br />
Zahlenglyphen &#8211; auffallend die erste Zahl (Null, mit einer menschlichen Hand)</h6>
<p>Eine Null wurde mit einem speziellen Glyphensymbol dargestellt, dass einen Kopf zeigt, dessen Unterkiefer aus einer Hand bestand. Die 20 wird mittels der Mond-Glyphe dargestellt.</p>
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		<title>Die Mayas und der Mythos der verschollenen Zivilisation</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 21:27:47 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Mythen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Untergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Als vor einigen hundert Jahren in Copán die Überreste von Maya-Ruinen gefunden wurden, war man überrascht, ja sogar schockiert über die Entdeckung einer fortgeschrittenen Kultur im tiefsten Dschungel. Wer waren diese Menschen, wie konnten sie solche Bauwerke errichten und was hat zum Untergang der Kultur geführt? Die vom Dschungel überwucherten Ruinen müssen damals das Weltbild [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Als vor einigen hundert Jahren in Copán die Überreste von Maya-Ruinen gefunden wurden, war man überrascht, ja sogar schockiert über die Entdeckung einer fortgeschrittenen Kultur im tiefsten Dschungel. Wer waren diese Menschen, wie konnten sie solche Bauwerke errichten und was hat zum Untergang der Kultur geführt?</h3>
<div id="attachment_109" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/93027-004-825da011.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-109" title="Maya Tempel in Tikal" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/93027-004-825da011-150x150.jpg" alt="Maya Tempel in Tikal" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Maya Tempel in Tikal</p></div>
<p>Die vom Dschungel überwucherten Ruinen müssen damals das Weltbild des amerikanischen Entdeckers erheblich ins Schwanken gebracht haben. Wieviele solcher Ruinen existieren noch? Können wir diese Zivilisation je verstehen?, muss er sich gefragt haben. Und wohin verschwanden die Menschen, die Bewohner dieser gewaltigen Steinstädten? Klar, dass während der nachfolgenden Jahre viele Thesen aufgestellt wurden, was mit der Maya Zivilisation denn nun geschehen sei.</p>
<p>Doch die Wissenschaft sah vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr: Die Mayas war nie verschwunden oder verschollen. Selbst die indigenen Personen, welche den Amerikanern die Copán-Ruinen zeigten, besassen womöglich Maya-Blut. Besucht man Belize, Guatemala oder auch Mexiko so trifft man vielerorts auf Menschen indianischer Abstammung die auch heute noch Sprachen wie Kakchikel oder Quiché sprechen, Sprachen, welche sich aus der Ur-Mayasprache entwickelten. Dabei fällt auf, dass viele Wörter ähnlich klingen. Die Ur-Sprache wird oft &#8220;Yukatek&#8221; genannt und wird immer noch von über 450&#8217;000 Menschen auf der Yucatan-Halbinsel und Honduras gesprochen. In Mexiko sprechen mindestens 100&#8217;000 Menschen Tzotzil, 100&#8217;000 Tzeltal, 50&#8217;000 Chol und 20&#8217;000 Chontal. In Guatemala sind die vier wichtigsten Indianersprachen Quiché (über 500&#8217;000), Kakchikel (500&#8217;000), Mam (250&#8217;000) und Kekchi (250&#8217;000), wobei der Kekchi-Dialekt in Belize gesprochen wird. Die vielen verschiedenen Sprachen und Dialekte sind teilweise seit Tausenden von Jahren fast unverändert geblieben oder haben sich nur minimal verändert. Maya-Indianer und Verwandte der Mayas sind also auch heute noch überall in Mittelamerika bzw. den zuvor erwähnten Ländern zu finden. Von wegen verschollene Zivilisation!</p>
<p>Die Mayas sind und bleiben ein missverstandenes Volk, welches seit Tausenden von Jahren die schwierigsten Zeiten überdauert hat und noch heute existiert. Die Mayas sind somit keine &#8220;Lost Civilization&#8221; (verschollene Kultur), wie sie oft genannt wird. Das Maya Volk verliess zwar um ca. 900 nach Christus die uralten Maya-Städte wie unter anderem Tikal, hat sich dann aber schliesslich in ganz Yucatan zerstreut niedergelassen. Gründe dafür sind bis heute unklar. Eine interessante Theorie ist, dass der Effekt des &#8220;Untergangs&#8221; von Teotihuacan, der aztekischen Metropole in Mexiko, derart gewaltig auf Yucatan gewirkt hat, dass die Mayas aus ihren Städten vertrieben wurden oder diese freiwillig verliessen. Der Mythos der verschollenen Zivilisation war und ist somit nichts weiter als ein Überlegungsfehler. Findet man verlassene Städte, so bedeutet dies noch lange nicht, dass man schlussfolgern darf, dass auch die gesamte Kultur untergangen ist. Vielmehr hat sich die Maya-Kultur nach und nach verändert, bis heute.</p>
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		<title>Die alten Mayas &#8211; ein blutrünstiges Volk?</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 20:16:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenopfer]]></category>
		<category><![CDATA[Mayas]]></category>
		<category><![CDATA[Rituale]]></category>

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		<description><![CDATA[Spätestens mit Mel Gibson&#8217;s Film &#8220;Apocalyptico&#8221; wurde der modernen Unterhaltungswelt die &#8220;endlose Blutrünstigkeit der Mayas&#8221; vor Augen geführt &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes. Doch haben der Regisseur mit seiner filmischen Darstellung und die vielen Forscher und Wissenschaftler recht, wenn Sie sagen: Mayas übten blutrünstige Menschenopfer-Riten aus? Oder täuschen Sie sich gewaltig? Alleine der Fakt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Spätestens mit Mel Gibson&#8217;s Film &#8220;Apocalyptico&#8221; wurde der modernen Unterhaltungswelt die &#8220;endlose Blutrünstigkeit der Mayas&#8221; vor Augen geführt &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes. Doch haben der Regisseur mit seiner filmischen Darstellung und die vielen Forscher und Wissenschaftler recht, wenn Sie sagen: Mayas übten blutrünstige Menschenopfer-Riten aus? Oder täuschen Sie sich gewaltig?</h3>
<div id="attachment_112" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/492.jpg"><img class="size-medium wp-image-112" title="Ausschnitt aus dem Film Apocalyptico" src="http://www.balam-ix.com/wp-content/uploads/2008/12/492-300x172.jpg" alt="Ausschnitt aus dem Film Apocalyptico" width="300" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">Ausschnitt aus dem Film Apocalyptico</p></div>
<p>Alleine der Fakt, dass die alten Mayas früher geschickt medizinische Operationen beispielsweise an den Zähnen oder auch am Gehirn durchzuführen wussten, ist beeindruckend. Zudem wussten die Mayas von den verschiedensten astronomischen Ereignissen, wie beispielsweise der Sonnenaktivität (genauer: Sonnenflecken) oder Mondfinsternissen, welche sie als wichtige Jahrespunkte in ihren Kalender integrierten. Sie beherrschten also bereits damals die Wissenschaft der exakten Astronomie und waren imstande architektonische Meisterleistungen zu vollbringen. Und dies zu einem Zeitpunkt, wo unsere Kulturen sich noch in der tiefsten Steinzeit befanden(!!). Bereits solche beispielhaften Fakten lassen Zweifel aufkommen, ob eine derart fortgeschrittene Zivilisation überhaupt zu derartiger Blutrünstigkeit fähig sein konnte. Wer schon einmal Yucatán besuchte und sich Mayastädte wie Copán oder Tikal zu Gemüte führte, der weiss von was ich spreche.</p>
<p>Wer waren nun die alten Mayas wirklich? Wenn es keine Barbaren gewesen sind, warum führten sie dann Menschenopfer durch? Betrachten wir einmal einige wichtige archäologisch und anthropologische gestützte Fakten: Die Menschenopfer waren hauptsächlich höhergestellte Mayas und zur Elite gehörende Menschen. Es scheint fast, als ob diese sich meist bewusst den Opferungen zur Verfügung stellten. Dies bestätigen verschiedenste Abbildungen und Maya Glyphen, wenn auch auf einigen davon Mayas mit Handfesseln zu sehen sind. Die Opfer waren also keine &#8220;gewöhnlichen Menschen&#8221;. Und befasst man sich mit den Maya-Mythologien ein wenig ausgiebiger so wird auch schnell klar, dass es &#8220;normalen&#8221; Menschen damals sogar untersagt gewesen sein muss, sich Opfern zu lassen. Denn nur einige wenige Auserwählte durften sich einem solchen Ritual hingeben. Ja, es muss damals sogar ein freudiges Ereignis gewesen sein, wenn man sich Opfern lassen durfte. Und ich glaube auch fest daran, dass diese Menschen damals keine Angst vor dem Tod gehabt hatten. Sicherlich ist dieser Punkt schwer zu beweisen, jedoch lassen die vielen Todes-Götterdarstellungen und Ballspielplätze die Vermutung zu, dass das Sterben Teil des normalen Lebens war und nicht wie in unserer Kultur, in der der Tod ein unerwünschter Prozess darstellt. Ein weiterer Fakt ist auch, dass es keinerlei Beweise für Massengräber oder Massenopferungen bei den alten Mayas gibt. Die Quantität schien den Mayas also nicht wichtig, viel mehr die Qualität der Opferungen. Gewisse Thesen gehen davon aus, dass hauptsächlich besiegte Könige und Hochrangige geopfert wurden. Die Opferrituale seien dann auf eine besonders exakte und langsame Weise durchgeführt worden, weil diese spirituell wie politisch für das Volk der Mayas gefährliche Feinde darstellten. Jedoch beantworten auch diese Thesen nicht alle Fragen und Unklarheiten.</p>
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