Category Archives: Kulturen & Völker

Glaubens- und Wertevorstellungen der Maya

mayIn der Vorstellung der Maya gab es drei Ebenen: Der Himmel, in dem die Götter wohnen, die Erde, auf der die Menschen leben und die Unterwelt, namens Xibalbá. Ein Baum, der Lebens- oder Weltenbaum, genannt, der eine Art von Kreuz bildet, verbindet alle Ebenen. So sind die Wurzeln in der Unterwelt verankert, während der Stamm von der Erde hinauf in den Himmel führt, wo sich die Zweige und Äste befinden. Auf der Spitze des Baumes befand sich auf den Abbildungen jeweils die Himmelsschlange, eine Art Drachen- oder Schlangenwesen.

Die Maya respektierten die Natur, weil sich nach ihrer Vorstellung in allen Lebewesen, sowie auch den Steinen, den Flüssen und allen anderen Elementen der Hauch der Götter befand. Verschiedene Tiere so unter anderem die Schlange, der Jaguar oder der Frosch waren Alter-Egos der Götter. Jedem Gott war eine oder mehrere tierische Formen zugeordnet. So war der Frosch beispielsweise als amphibisches Wesen, das im Wasser lebt, eine Tierform des Regengotts Chac. Entsprechend ehrten die Mayas die Tiere und ihre natürliche Umgebung.

Das Leben bestand für die Mayas aus einem klaren Kreislauf: Anfang – Entwicklung – Höhepunkt – Ende – Neubeginn. Der Tod gehörte zu den natürlichsten Dingen des Lebens. So waren schliesslich auch die Opferungen von Nahrungsmitteln, Tieren oder gar Menschen keine Barbarei, sondern wohlüberlegte zeremonielle Ereignisse: Die Menschen, meist Mitglieder des Adels, übergaben sich den Göttern, um durch den eigenen Tod „Höherem“ oder dem eigenen Volk zu dienen. Die Aufgabe des irdischen Lebens führte nur zum Ende des Seins auf der Erde und gleichzeitig zum Neubeginn im Jenseits. Die alten Mayas würden unsere heutige Angst vor dem Tod wohl kaum verstehen können. Womöglich freute man sich bereits auf das andere Leben im Jenseits. Der Tod ist von den Mayas eindeutig als eine Art der Transformation gesehen worden: Die Seele lebte nach dem Verlassen des physischen Körpers weiter und war unsterblich. Mit diesem Wissen, wurde das Leben auf der Welt relativiert. Materieller Besitz und Macht waren keine Dinge, die anzustreben waren.
Interessant ist, dass die Mayas wie die Ägypter ähnlich an ein Leben nach dem Tod. Fast analog zu den Pharaonen, glaubten sie, dass die Sterbenden eine Reise ins Universum antreten würden, wo -sie ihren Platz als Sterne einnahmen. In der Kosmologie und der Mythologie, aber auch bei Tempelbauten gibt es bei genauerer Betrachtung zwischen den Völkern einige auffällige Übereinstimmungen. Die herrschenden Könige beider Kulturen nahmen beispielsweise in Anspruch jeweils göttlichen Ursprungs zu sein, was die Inthronisierung rechtfertige und die Übergabe der Regentschaft an die Nachkommen erleichterte. Priester beider Völker trugen Jaguar- bzw. Leopardenfelle und vollführten ähnliche Zeremonien. Dieser interessanten Thematik widmen wir uns später dieses Jahr in einem separaten Blogartikel.

Auf nach Ägypten!

110402_r_by_soquett_pixeliodeDiese Woche geht’s auf nach Ägypten, wo das Balam Ix Blog-Team sich ein wenig mit der ägyptischen Kultur befasst (OK nebenbei gibt’s auch noch etwas Erholung). Natürlich wirds nach unserer Reise viel archäologisches Fotomaterial auf dem Blog zu sehen geben. Das Material wird für die ACRS (www.acr-society.org) veröffentlicht und für alle Mitglieder zugänglich gemacht. Wer nicht Mitglied ist sollte im März ein Auge offen halten, wenn dann nämlich die neue ACRS Website live geschaltet wird. Bis Bald!
PS: Archäologische Grüsse an unsere treuen Balam Ix Leser und Autoren in der Schweiz, Deutschland und Guatemala! ;-)

Kan – Maya-Tag der Schlange

SchlangeDas Maya-Symbol der Schlange bzw. der sogenannte “Kan”-Tag steht für Frieden, die Wahrheit und die Gerechtigkeit, sowie Manifestationen des Herzens, des Himmels und des Herzes der Erde. Menschen, die im Zeichen von Kan geboren sind, üben oft Tätigkeiten aus, die die Gerechtigkeit, die Förderung des Respekts, die Gleichheit, die eigene Ausgeglichenheit im Leben, die spirituelle und physische Gesundheit, Familie und Gemeinschaft fördern. Es ist ein guter Tag, um Missgunst und Neid abzulegen.

Geborene im Zeichen von Kan, wurden am Tag des NO’J gezeugt. Sie sind friedensliebend und haben einen guten Sinn für Gerechtigkeit, sind intelligent, sind ausgezeichnete Wissenschaftler, sind bekannt dafür gute Politiker und Führer zu sein, sowie Physiker und Astronomen. Kan-Menschen neigen dazu sich rasch zu ärgern, sind manchmal zu gefühlsmässig, Tratschen gerne und können nachtragend sein.

Kan steht weiter für: das Symbol der gefiederten Schlange, die Reife, der Mais, die Farbe Gelb, den Respekt, die Peitsche der Welt, den Wächter der Wälder, das Messband

Königin Bonduca – keltischer Kampf um Britannien

BoudicaBei Recherchen über das Keltentum im alten Britannien bin ich über eine interessante Figur gestossen. Bonduca war die Frau des “Königs” eines keltischen Stammes im Gebiet des heutigen East Anglia (Norfolk und Suffolk). Nach dem Tod ihres Mannes übernahm sie die Führung als Königin und führte, als sich das Verhältnis zwischen Einheimischen und den landbesetzenden Römern verschlechterte, die britisch-keltischen Völker in den Krieg. So kam es, dass 60 n. Chr. die Kelten nach Süden zogen und dort die römischen Siedlungen angriffen. Als erstes wurde scheinbar die Veteranenkolonie “Camulodunum” angegriffen, welche das heutige Colchester darstellt. Darauf folgten “Londinium” (London) und “Verulamium” (St Albans). Es wird vermutet, dass über 50’000 Kämpfer mit Bonduca zusammen kämpften. Nach und nach schlossen sich immer mehr Menschen der Truppe an. Insbesondere nach den grossen Siegen gegen die Römer. Die keltischen Einwohner Britanniens waren jedoch schlecht ausgerüstet und die Organisationsstufen der britischen Krieger war mit der des Feindes in keiner Weise vergleichbar. Obwohl sie stark in der Überzahl waren, hatten sie gegen die disziplinierten, gut ausgerüsteten Römer keine Chance in der entscheidenden Endschlacht. Gaius Suetonius Paulinus, römischer Feldherr und Statthalter Britanniens, griff die Kelten nordwestlich von Verulamium auf offenem Gebiet mit zwei Legionen an. Der Angriff endete für die Einheimischen verheerend.

Doch was geschah mit Königin Bonduca? Über ihren Verbleib gibt es verschiedene Theorien bzw. Geschichten. Tacitus schrieb, dass sie sich mit Gift umbrachte, damit sie nicht in die Hände des Feindes fallen konnte. Cassius Dio schrieb jedoch, dass sie erkrankte und schliesslich an der Krankheit starb.

Königin Bonduca, oftmals auch mit Namen Boadicea oder Boudicca bezeichnet, war lange Zeit in Vergessenheit geraten. John Fletcher und Francis Beaumont verfassten im Jahre 1610 eine Tragödie “Bonduca”. Vor allem im 19. Jahrhundert wurde die Figur der Bonduca in vielen Liedern, Gedichten und anderen Publikationen wieder aufgerollt. Durch diese Publikationen ist die Königin wieder bekannt und sogar an der Themse bei der Westminster Bridge Statuen, welche Bonduca mit ihren Töchtern auf einem Streitwagen zeigen in London bewundern.

Keltische Fundstücke aus der La Tène-Zeit in der Schweiz

Fundstücke aus der La Tène Eisenzeit im Zürcher Landesmuseum

Schädelfundstück - La Tène

Schädelfundstück - La Tène

Im Neuenburgersee fand man vor rund 150 Jahren gut erhaltene keltische Objekte, aus der jüngeren Eisenzeit. Der Fundort “La Tène” gab schliesslich dieser Zeit den Namen, “La Tène”-Zeit. Überreste von Waffen aus Eisen und Pfählen und eine ehemalige Brücke erregten europaweit Aufmerksamkeit. Es wurden über 3000 Objekte gefunden, welche heute zum grössten Teil im Musée Laténium in Hauterive, Neuenburg, zu sehen sind. 800 Stücke sind im Museum Schwab und 200 im Landesmuseum in Zürich zu bewundern. Umstritten ist bis heute der Zweck des Ortes am Neuenburgersee. Das Museum Schwab in Biel zeigt beispielsweise in seiner Wanderausstellung auf, dass La Tène ein Kult- und Bestattungsort gewesen sein könnte. Menschliche Schädel und Knochen hätte man dort aus rituellen Gründen zusammengetragen, ebenso wie Waffen und sonstige Opferobjekte. Wer mehr wissen möchte, sollte unbedingt die Museun in Hauterive, Biel und in Zürich besuchen. Es lohnt sich auf alle Fälle, da man sich dadurch als Schweizer schliesslich direkt mit den eigenen Wurzeln, den eigenen Vorfahren, den keltischen Helvetern, befasst.

Der Maya-Kalender

Das Kalendersystem

Tzolkin Glyphen

Tzolkin Glyphen

Die alten Mayas besassen ein sehr genaues Kalendersystem, das sich wohl isoliert entwickelte. Durch den Spanische Eroberung wurde das grosse Wissen der Maya grundlegend zerstört, bis in den 90er Jahren Archäologen schliesslich in der Lage waren die letzten Lücken und die restlichen wichtigen offenen Fragen zum Maya-Kalendersystem zu klären. Die Mayas waren talentierte Mathematiker und dies widerspiegelt sich ebenfalls in ihrem Kalender bzw. in ihren verschiedenen Kalendern, denn sie benutzten insgesamt 3 Kalender. Der sogenannte “Long Count”, welcher prinzipiell für historische Zwecke diente. Der “Haab” der ein ziviler Kalender war, welcher auf dem Jahr mit 360 Tagen basierte. 18 Perioden von 20 Tagen. Fünf zusätzliche “schlechte” Tage wurden am Ende eines Haab Jahres hinzugefügt, um den Kalender mit dem Sonnenjahr zu synchronisieren. Der Tzolkin war der dritte Kalender der Mayas, welcher für rituelle Zeremonien eingesetzt wurde. Er verfügt über 20 Perioden von 13 Tagen. Der Tzolkin Kalender durchläuft alle 260 Tage einen kompletten Zyklus. Die Bedeutung dessen ist bis heute nicht völlig geklärt. Möglicherweise besteht eine Verbindung zum Orbit der Venus, welcher aus 263 Tagen besteht. Die Haab und die Tzolkin Daten verfügten interessanterweise nicht über eine Jahreskomponente. Jedenfalls war und ist es immer noch möglich mittels Kombination von Haab und Tzolkin ein eindeutiges Datum in einem 52 Jahreszyklus festzulegen.

Einige Fakten

Der “Long Count” Kalender besteht aus 5 Komponenten:

Baktun
Katun
Tun
Uinal
Kin

Das Datum des “Haab” Kalenders besteht aus einem aus 20 Nummern (von 0 bis 19) und einem “Uinal” (= ähnlich wie “Monat” in unserem Verständnis), von welchen 18 bestehen und folgendermassen heissen:

1 Pop
2 Uo
3 Zip
4 Zotz
5 Tzec
6 Xul
7 Yaxkin
8 Mol
9 Chen
10 Yax
11 Zac
12 Ceh
13 Mac
14 Kankin
15 Muan
16 Pax
17 Kayab
18 Cumku

Am Ende des Jahres wurden 5 Tage hinzugefügt, die sogenannten “Uayeb”. Das Jahr als Einheit existiert im Haab nicht.

Der Tzolkin besteht aus einem Zyklus von 260 Tagen, bestehend aus Tagesnummern von 1 bis 13 und 20 Tagesnamen. Tagesnummer und der Tagesname sind beide parallel inkrementell.
Auch der Tzolkin Kalender hat keine Jahreseinheit.

Hier eine Liste von Tzolkin Tagesnamen:

1 Imix
2 Ik
3 Akbal
4 Kan
5 Chicchan
6 Cimi
7 Manik
8 Lamat
9 Muluc
10 Oc
11 Chuen
12 Eb
13 Ben
14 Ix
15 Men
16 Cib
17 Caban
18 Etxnab
19 Cauac
20 Ahau

2012 – Das Ende der Welt?

Wie steht es nun um die Geschichte eines drohenden Weltuntergangs im 21. Dezember 2012? Es wurden viel über den Maya Kalender, insbesondere den “Long Count” geschrieben. Auch zur möglichen Apokalypse, einem weltweiten Polsprung, einer Weltveränderung bzw. einer kosmischen Veränderung existieren zahlreiche TV-Dokumentationen und Bücher. Doch betrachtet man den Maya-Kalender als zyklisches Instrument, so kann man nicht leugnen, dass aufgrund seiner Konzeption es keinesfalls möglich ist, damit ein Kalenderende zu definieren. Wenn ein Zyklus endet, beginnt einfach ein Neuer und dies wiederholt sich schliesslich endloss. Und dieses Konzept findet sich auch in anderen Maya-Weltanschauungen, denn als ein naturverehrendes Volk war klar: Alles aus der Natur, der Weltraum und das Leben selbst ist einem sich wiederholender Zyklus unterworfen und fest darin integriert.

Römische Ortsnamen in der Schweiz

Auszug römischer Ortsnamen von heutigen Schweizer Ortschaften

Unterhalb ist ein interessanter Auszug römischer Namen von Schweizer Ortschaften im Vergleich zum heutigen Namen zu finden. Übersetzungen helfen den lateinischen Ursprungsnamen besser zu verstehen.

Heutiger Name Lateinisch Übersetzung
Andeer (GR) Lapidaria
Arbon (TG) Arbor Felix Glücklicher (glückbringender?) Baum
Augst (BL) Augusta Raurica Stadt zu Ehren des (Kaisers) Augustus im Gebiet der
Rauracher (Teilstamm der keltischen Helvetier)
Avenches (VD) Aventicum
Baden (AG) Aquae Helveticae Schweizer Quellen
Basel Basilia die “kaiserliche”
Bellinzona Bilitio
Chur Curia Rathaus
Eschenz (TG) Tasgaetium
Genève (Genf) Genava
Grosser St. Bernhard Summus Poeninus
Koblenz (AG) Confluentes (wo Rhein und Aare) zusammenfliessen
Lausanne Lousonna
Maienfeld (GR) Magia
Martigny (VS) Octodurum
Massongex (VS) Tarnaiae
Moudon (VD) Minnodunum
Nyon (VD) Iulia Equestris (Noviodunum)
Orbe (VD) Urba Stadt
Oron-la-Ville (VD) Uromagnus
Oberwinterthur (ZH) Vitodurum
Pfyn (TG) Ad Fines an der Grenze
Rheineck (SG) Ad Rhenum am Rhein
Saint-Maurice (VS) Agaunum
Schleitheim (SH) Iuliomagnus
Splügen (GR) Cunus Aureaus
Studenberg (BE) Petinesca
Sion (Sitten) Sedunum
Solothurn Salodurum
Tinzen (GR) Tinnetio
Vevey (VD) Viviscus
Villeneuve (VD) Penneloci
Windisch (AG) Vindonissa
Yverdon (VD) Eburodunum (-dunum=Name keltischen Ursprungs)
Zurzach (AG) Tenedo
Zürich Turicum

Haben Sie ergänzendes Material als Input zu dieser Liste? Dann kontaktieren Sie einfach unsere Autoren. Wir freuen uns über Ihre Ergänzungen.

Unverzichtbare Maya-Kalender Web-Tools

Wer sich längere Zeit mit der Maya-Forschung und insbesondere dem Maya-Kalender beschäftigt, der sollte sich unbedingt einige praktische Tools, welche kostenlos im Internet angeboten werden, näher ansehen. Einige dieser Tools haben wir hier zusammengefasst:

Anmerkung:
Wir übernehmen keine Garantie, dass die oben aufgeführten Tools korrekte Werte liefern. Gerne nehmen wir auch Ihr Web-Tool in unsere Liste auf. Melden Sie sich einfach bei unseren Autoren.

Die Bedeutung des Mondes in unserer Kultur

Wir kaufen einen “Mondkalender” und sprechen davon, dass es besser ist nach dem Vollmond gewisse Tätigkeiten auszuführen, sei es in der Landwirtschaft oder ganz einfach zu Hause im Haushalt. In der Kirche sprechen wir nach dem Gebet ein “Amen” aus und ohne es zu ahnen, bedanken wir uns damit beim Mond.

Der Mond

Der Mond

Das Mysterium Mond. Seit eh und je beobachten und bestaunen die Menschen dieses Gestirn. Dabei bekam der Mond anders als die Sonne meist eine weibliche Rolle zugeteilt, da sich der Mond zyklisch in seiner Gestalt verändert und sich die Fruchtbarkeit der Frau ebenfalls zyklisch verhält. Der Mond war bereits in der “Steinzeit” ein wichtiges Symbol für Fruchtbarkeit und die Erde bzw. Erdenmutter. Als sich nach und nach eine erste Form der Landwirtschaft entwickelte wurden diese Mond-Zyklen zu Mon(d)aten zusammengefasst. Das Wort “Monat” enthält noch heute ein Überbleibsel des Wortes “Mond”. Das Gleiche finden wir im Namen des ersten Wochentages: Mon(d)tag – Der Tag des Mondes, der erste Tag der Woche.

In Küstennähe lebende Menschen wussten früh um die Wirkung des Mondes auf das Meer und das Leben. Ebbe und Flut, sowie das Verhalten verschiedenster Meerestiere, waren eindeutig durch den Mondzyklus beeinflusst. Warum sind wir vor dem Vollmond gestresster und gereizter? Nehmen wir einmal die Tatsachen zur Hand, dass der Mensch zu 60-70% aus Wasser besteht und der Mond die Gezeiten beeinflusst, so müssen wir eine klare Verbindung zwischen beidem ziehen: Ergo, der Mond beeinflusst auch direkt das Wasser innerhalb des menschlichen Körpers. Kopfschmerzen, Gereiztheit oder ein schlechteres Schlafen vor dem Vollmond (oder einem anderen Mondzustand), sind dadurch einfach erklärbar.

Die Bedeutung des Mondes war seit je her gross. In der keltischen Religion war die “Mondgöttin” beispielsweise eine zentrale Figur. Diese Personifikation war nicht nur eine Form der menschliche Darstellung des Gestirns, sondern nahm eine zentrale Funktion im Religionssystem ein. Die Mondgöttin, wie auch der Mond standen für magische Fähigkeiten, das Element Wasser und das zugeordnete Metall Silber. Übrigens nicht nur in der westlichen Mystik, sondern ebenfalls in der östlichen. Der Mond wurde sehr häufig in Sichelform (Sichelmond) dargestellt, aber auch in Form eines Halbmondes oder eines Kreises (Vollmond). Zudem ist der Mond in den meisten Sprachen weiblich so beispielsweise: lune, luna. Die Fruchtbarkeit wurde gern in Form von Kuhhörnern symbolisiert, welche sich aus den Mondsicheln ableiteten. Das Interessanteste ist jedoch, dass der Begriff des Mondes und der Göttin, sich aus dem gleichen Wortstamm ableiteten. Im Indoeuropäischen existieren die Begriffe “mana” oder “men”, welche “Mutter”, “Mensch”, “Menstruation” bedeuten. Amen bedeutete ursprünglich eigentlich nichts anderes als der “Mond der Wiedergeburt”. Viele als “christlich” propagierte Symbole, sind ursprünglich vom Christentum einfach übernommen worden. Dies gilt auch für Personifikationen wie die Jungfrau Maria, die ihrerseits eine indirekte Ableitung der keltischen Mondgöttin, bzw. der ägyptischen Isis (übrigens die Mondgöttin im alten Ägypten) sein soll.

Römische Goldschätze im Schweizer Landesmuseum

Zur Zeit zeigt das Schweizerische Landesmuseum in Zürich faszinierende Goldschätze in einer Sonderausstellung “Römische Goldschätze – vergraben und wiederentdeckt”.

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

Der römische Goldschatz von Lunnern (Geheimde Obfelden ZH) wurde im Jahr 1741 von Vikar Johann Georg Sulzer aus Maschwanden wiederentdeckt. Die Ausstellung “Römische Goldschätze – vergraben und wiederentdeckt”, die vom 21. November 2008 bis 22. März 2009 im Schweizerischen Landesmuseum stattfindet, zeigt den wertvollen Fund.

Der Schatz besteht aus 17 goldenen Schmuckstücken, darunter Ketten mit aufwendig geschmiedeten Einzelteilen sowie Anhängern, Ohrringen und einer Armspange. Teil der Ausstellung ist ebenfalls ein kleiner Workshop, wo Goldschmiedetechniken von Fachpersonal erklärt werden.

Vergraben worden war der Goldschatz um 260 nach Christus. Wie der Schatz entdeckt worden war und warum ein Fläschchen mit einem Affen eine entscheidende Rolle bei der Schatzsuche gespielt hat, wird im Rahmen der Ausstellung veranschaulicht. Das Landesmuseum zeigt jedoch nicht nur den Fund aus Lunnern, sondern ebenfalls einige weitere bemerkenswerte Hortfunde aus Italien, Frankreich und Deutschland. Dabei wirkt die Ausstellung, insbesondere die Art der Präsentation der Fundgegenstände, genauso edel wie der Schmuck selbst.

Nebst der Ausstellung “Römische Goldschätze” bietet das Museum keltische und mittelalterliche Ausstellungen. Auf alle Fälle sehenswert!

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum

(C) Schweizerisches Landesmuseum