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Mit Freiwilligenarbeit die Welt verbessern

FreiwilligenarbeitWeltwirtschaftskrise, Stress im Job und Geldsorgen. Die meisten kümmern sich um ihre eigenen Probleme. Man könnte meinen, die Zeit der Freiwilligenarbeit sei vorbei. Doch es gibt immer noch eine grosse Anzahl motivierter Menschen, die ihre persönlichen Bedürfnisse frewillig und gerne eine Zeit lang zurückstellen, um sich Hilfsbedürftigen zu widmen. Wir haben Carole Gasser, eine junge Frau aus der Schweiz, die sich für ein Volontariat in Jaipur, Indien entschieden hat, getroffen und mit ihr ein Interview geführt.

“Ich habe mich dazu entschlossen einen Monat lang ein Volontariat in Jaipur, der Hauptstadt vom nordöstlich gelegenen Bundesstaat Rajasthan, zu machen. Bevor ich mich dem Vergnügen widme und voraussichtlich ein Jahr lang in Asien (ev. später noch Mittelamerika) umherreise möchte ich etwas Sinnvolles tun. Für mich war klar, dass es etwas mit Kindern zu tun haben muss. Von den Kleinen können wir viel lernen. Die sind noch offen und ehrlich, sagen einem was sie denken und überlegen nicht lange. Sie tun, was ihnen Spass macht und können uns mit ihrem herzhaften Lachen immer wieder anstecken. ”

“So musste ich nicht lange überlegen für welches der Projekte ich mich entscheide und habe das Child Care Projekt ausgesucht. In den ländlichen Gegenden Indiens wurden vom Staat sogenannte „Aanganwaris“ (day care centers) gebaut, damit bereits in der frühen Kindheit auf die Kleinen aufgepasst werden kann. Hier wird den Kindern auf eine spielerische Art vieles beigebracht. Man achtet auf Ihre Gesundheit und die Hygiene. Meistens müssen diese Center mit sehr wenig auskommen und sind oft auch unterbesetzt.”

“Die Auswahl des Ortes fiel mir jedoch etwas schwerer. Ich habe hin und her überlegt ob ich nun in Dharamshala (der Wohnort des derzeitigen Dalai Lamas im Himalya Gebiet), in Bangalore (der 5. grössten Stadt und des IT-Zentrums Indiens) oder in Jaipur (der Pink City) mein Volontariat machen möchte. Nachdem ich von der Organisation Shake Hands einige Infos zu den Orten bekommen habe, habe ich mich schlussendlich für Jaipur entschieden. Die Gebäude im Altstadtviertel von Jaipur wurden 1853, zur Vorbereitung auf den Besuch von Prinz Albert von England, Rosarot angestrichen, da dies Rajasthans traditionelle Farbe der Gastfreundschaft ist. Deshalb wird die Stadt oft auch nur Pink City genannt. Bangalore war mir dann doch zu westlich und Dharamshala wäre sicher schön, jedoch für einen ganzen Monat für mich wohl zu ruhig.”

“Warum gerade ein Volontariat in Indien?”, fragen wir nach. “Wir vergessen immer wieder, dass Menschen auf der Welt noch viel weniger haben als wir und dabei doch viel glücklicher sind. Als ich als kleines Kind mit meinen Eltern in Vietnam einen Teller Pasta nicht aufessen wollte, tauchte plötzlich ein kleiner Junge auf und fragte, ob er mein Essen haben könne. Der Kleine hat die Spaghetti in sich „eingesogen“ und plötzlich standen mehrere Kinder um diesen Teller und haben meine Pastas gierig aufgegessen. Dies war wohl einer der schlimmeren Augenblicke für mich und hat mir gezeigt wie glücklich wir sein können mit all dem was wir haben. Ich habe auf unseren Asienreisen viele ähnliche Momente und Situationen erlebt, welche mich bereits von klein auf geprägt haben. Das ist wohl auch der Grund, warum ich auf irgend eine Art helfen möchte.”

Wir sind von der sympathischen jungen Frau und ihren Vorstellungen begeistert und wünschen ihr alles Gute auf ihrer Reise.

Verbringen auch Sie Ihre Ferien in einem armen Land?

mombasaSchon jetzt befinden sich viele in ihren wohlverdienten Ferien. Oft geht es in ärmere Länder, da man als Tourist ja nicht zu viel zahlen möchte. Dabei geht schnell vergessen, dass die einheimische Bevölkerung vielmals vom Tourismus nicht nur profitiert. Hast auch du vor in ein Land, vielleicht ein Entwicklungsland oder ein Land in dem bis vor kurzem noch ein Krieg herrschte, zu reisen? Unser Tipp: Gib niemals Geld und kaufe nichts von Kindern. Denn wenn Kinder durch die Touristen Geld verdienen, werden sie von den Eltern nicht zur Schule geschickt. Sie verpassen die notwendige Grundausbildung, die es ihnen erst ermöglicht etwas aus sich zu machen. Ohne Lesen und Schreiben sind viele hoffnungslos ausgegrenzt und verloren.

Pack lieber ein paar Dinge wie Schreibstifte, Notizblätter oder Bilderbücher, Socken, Turnschuhe mit ein, die du jemanden vor Ort verschenken kannst. Denn du wirst bestimmt auf jemanden treffen, der sich darüber freut und es brauchen kann. Verschenke gezielt, nicht gleich am ersten Ferientag und suche dir die Person gut aus. Und erzähle dann deinen Freunden und Verwandten davon. Sie sollen es genauso machen, wenn sie verreisen und es ebenfalls weitererzählen.

Dann bleibt nur noch eins zu wünschen: Gute Reise, schöne Ferien und eine sichere Heimkehr!

Das gemalte Bild

Von Paris Kuce Radis
Paris Kuce Radis ist in London geboren, lebte lange Zeit in den Philippinen und in der Schweiz. Sie schreibt über Themen wie soziale und interkulturelle Probleme der Welt. Wir freuen uns sehr, sie als Gastautorin auf dem Balam Ix Blog zu haben.

Während ich in meinem Zimmer sass, betrachtete ich verwundert ein gemaltes Schwarzweiss Bild von San Francisco an der Wand. Ich fing an, das Bild aus einer anderen Sicht zu sehen und je länger ich darauf starrte, um so mehr Gedanken rasten durch meinen Kopf. Ich sah nicht länger ein Bild, sondern ein Abbild dessen, wie weit wir als Menschen im Leben gekommen sind. Das Bild sah friedlich, wie an jedem anderen Tag, aus. Es schien einen düsteren und grauen Morgen zu zeigen, Autos an der Strassenseite parkiert, der steile Hügel, der Wegweiser zu den Geschäften und das Tram, in mitten der Strasse, welches Passagiere zu ihren Haltestellen bringt, Autos in verschiedene Richtungen fahrend und Menschen, ihrem Geschäft nachgehend.

Es brachte mich zum grübeln, wie so ein wunderschönes Bild zu einem so traurigen und dunklen Ort werden konnte. Ich fragte mich: Warum? Weil wir zum Auto in diesem Bild geworden sind, ein Auto, das nur fährt, wenn es von einem Fahrer gelenkt wird. Das Auto hat keine Gefühle, keine Empfindungen, Moral oder Würde, noch Schande oder Schuld. Dennoch sind wir die selben Leute, die die Autos bauen, die hohen Gebäude, den Bus, eine heutige Gesellschaft aufbauen, in der ein zusammenleben möglich sein soll. Wenn dem so sei, was ist geschehen?

Es gibt so viele Gemeinschaften von Menschen, die eng zusammenleben, weil der Mensch als Wesen nicht allein sein möchte. Er mag das Soziale, die Interaktion mit der eigenen Art, doch trotzdem versuchen wir immer einander weh zu tun, Schmerz zu verursachen und lassen der Verletzbarsten im Stich. Viele erstaunliche Menschen haben sich erhoben und für Gerechtigkeit, Frieden und Gleichheit gekämpft und sind dafür gestorben. Wenn uns dies also nicht von Tieren unterscheidet, dann was sonst? Wir kennen den Unterschied von richtig und falsch und verwenden unseren mächtigen Verstand, um uns zu bewegen und zu agieren und doch tendieren wir stets immer zum Negativen.

Wir müssen aufhören auf eine höhere Macht zu warten, die uns erlösen soll. Ein jeder von uns kann etwas ändern, mit den eigenen Fähigkeiten in uns. Wir sehen wie tagtäglich das Leiden vor unseren Nasen geschieht. Und doch lassen wir es zu. Wieso? Weil wir mehr und mehr von unserer Moral abweichen und uns einem robotischen Verstand nähern. Wir verwenden Aussagen wie “es ist in unserer Natur, der Stärkste sein zu wollen, auch wenn das bedeutet, dass andere Menschen sterben müssen,” oder Ausreden wie “Menschen ändern sich nicht, schau dir die Geschichte an”. Ich sage dir, dass auch ich einer dieser Menschen war. Was ich jetzt sehe ist komplett anders!!! Ich sehe eine Reise, die die Menschheit unternommen hat.

Es gab Zeiten, als wir in der Wildnis auf uns alleine gestellt gegen wilde Tiere kämpfen mussten und einander töteten. Weil wir nicht wussten, dass das Zusammenhalten unsere Chancen aufs Überleben erhöht. Doch wir lernten durch Zeit und Erfahrung, wie man eine Gesellschaft aufbauen muss, in der jeder sicher ist, gefüttert und umsorgt wird. So kam es, dass wir Gefühle und Verantwortung füreinander zu empfinden begannen. Das war für die Menschheit der erste Schritt, die Welt zu verstehen und die eigenen Fähigkeiten gezielt zu nutzen, um friedliche Gemeinschaften aufzubauen, in welchen Frieden herrschte, es die Sicherheit vor Feinden gab und in denen man stark war.Die Menschheit ist seit Jahrhunderten auf einer Achterbahn-Fahrt. Betrachtet man die geschichtlichen Ereignisse, so kann man erkennen, dass wir für Dinge wie Macht und Kontrolle getötet haben, jedoch nun nicht länger kämpfen müssten. Wir sind so weit gekommen und haben so viel aufgebaut, um unseren neugierigen Verstand fortwährend zu nähren.

Wir kennen inzwischen die Ursachen und Gründe für die Emotionen und Gefühle die wir haben, wir kennen inzwischen die Ursachen und Gründe für Kriminalität und Morde, wir wissen um die ökonomischen und politischen Probleme und kennen das weshalb. Warum also werden wir immer noch kontrolliert und lassen es zu, dass Millionen unserer Art auf der Welt sterben?

Es ist nicht Religion, Patriotismus, Rassismus, vielmehr ist es Ignoranz und Selbstsucht. Eigenschaften, zu denen wir selbst geworden sind. Wir sitzen hier und fühlen uns schlecht, weil tausende von Menschen aus der Welt aus Armut sterben, und dennoch tun wir nichts. Wir fühlen die Schuld und Schande, weil so viel Ungerechtigkeit geschieht und dennoch sitzen wir hier und tun nichts. Wieso ich das sage? Es ist nicht so, dass wir keine Erklärungen hätten, wieso alles geschieht. Wir haben heute Zugang zum Internet, zu Büchern und somit zu Wissen, welches uns noch vor hunderten von Jahren verborgen blieb. Und doch sitzen wir hier und lassen uns von Leuten lenken.

Ich verlange von niemandem, dass er sein Leben aufgibt und kämpft, weil wir schon genügend Menschen von dieser Sorte haben. Was ich sagen möchte ist, dass wir die Art und Weise ändern müssen, wie wir denken. Wir müssen der Art und Weise wie wir selbst Leben gegenüber kritischer sein.Wenn du einen Mann siehst, der aufgrund seiner Hautfarbe geschlagen wird und du stimmst dieser Tat zu, dann Frage dich einen Moment lang wieso. Frage dich so lange bis du auf den Kern des Problems stösst. Wie es mit jedem anderen Problem in der Gesellschaft ist, muss man bis zur Wurzel durchdringen mittels kritischem Denken.

Die Massenmedien unserer Gesellschaft leben nur für den eigenen Profit. Du siehst und hörst nur, was die Medien dir anliefern. Wenn du kritisch denkst und urteilst, dann würdest du erkennen, dass du beeinflusst wirst von deinem Umfeld und bedauerlicherweise würdest du feststellen, dass du selbst nicht davon profitierst, jedoch die Leute an der Spitze (der Welt).

Du bist nur ein Werkzeug wie das Auto, das vom Fahrer zum Ziel gelenkt wird und wenn es nicht länger nützlich ist, wird es einfach links liegen gelassen. Erkennen wir also an, dass wir alle Opfer der Kontrolle sind, erkennen wir rasch, wie die Boshaftigkeit positioniert wird und dadurch Rückschritte gemacht werden und wir dies selbst sogar willkommen heissen.

Hast du dich je gewundert, wieso die Juden so sehr gehasst werden, wieso Afrika das Ziel von Rassismus ist, wieso Leute so falsch über Indianer denken, es gibt so viele Beispiele, die ich stundenlang nennen könnte. All dies sind eigentlich nur verschiedene Arten von Systemen, uns zu kontrollieren. Sie wurden positioniert, um viele Menschen wie du und ich glauben zu lassen, dass wir uns von einander unterscheiden. Jeder einzelne von uns ist gleich, wir alle sind traurig, wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, wir alle sind glücklich, wenn wir für unseren Erfolg gelobt werden und wir alle fühlen Furcht, Scham, Schuld und viele andere Emotionen, die wir erleben können.

Was also unterscheidet uns vom Kind aus Sri Lanka, das stirbt weil es nicht genügend Essen hat? Es hat die gleichen Träume wie jedes andere Kind; es will spielen und ein schönes zu Hause haben und sich nicht um die nächste Mahlzeit sorgen müssen. Wir sind schnell mit unseren Urteilen und versuchen nicht zu sehen, warum das System voller Ungerechtigkeit ist. Es ist einfach feststellbar, wieso niemand nachfragt. Weil wir alle selbstzufrieden leben, wir haben alles was wir brauchen hinsichtlich Essen, Unterkunft, Sicherheit, warum sollten wir uns also kümmern, was auf der restlichen Welt passiert, so lange wir glücklich sind?

Unglücklicherweise wird eine Zeit kommen, in der du alles verstehen wirst, möglicherweise zu spät. Du wirst vielleicht nicht einverstanden sein und dich auch nicht als kontrolliertes Opfer fühlen und dich widerstrebend wehren, dass du nicht das Auto bist, dass auf dem Bild vom Lenker gefahren wird.

Es ist noch nicht am Ziel angekommen; das Auto wird noch immer für den eigentlichen Zweck genutzt. Was würde passieren, wenn der Fahrer sein Ziel erreicht? Du wärst wie das Sri Lanka Kind, um das sich niemand kümmert und das vergessen geht. Das ist der Moment, wo du die Dinge viel klarer siehst. Du wirst kommen und verstehen, was viele Menschen in der dritten Welt zum jetzigen Zeitpunkt fühlen.

Die Welt war früher ein grosser Ort, wo es keine Rolle spielte, wieviel Leid existierte, weil du früher nichts davon wissen konntest. Unsere Gemeinschaften werden immer grösser und die Welt wird kleiner. Die kleinste Veränderung auf der Erde schickt Erdbebenwellen um den Globus. In dem Moment haben Farbe, Kaste, Religion keine Bedeutung mehr. Das einzige, was dann wichtig sein wird, sind Essen, Unterkunft und Sicherheit.

Alles dreht sich nur noch um Macht und Kontrolle, nicht um einzelne Individuen. Je mehr Menschen beginnen diesem System zu folgen, desto mehr geraten in einen Hinterhalt. Nimm dir einen Augenblick Zeit und frage dich, wie kommt es, dass du so komfortabel wohnst, du Sicherheit hast und wieso nicht alle Menschen über dies verfügen. Es ist nicht weil sie anders sind als wir. Es wird schwer sein für dich, zu begreifen, dass Abermillionen von Menschen pro Jahr sterben und auch jetzt gerade am Sterben sind, für das was wir hier haben. Wenn das kein Motivationsgrund ist, selbst auch zu helfen Ungerechtigkeiten aufzuhalten? Wir brauchen gar kein Kontrollsystem, um uns zu lenken. Wir haben die Macht selbst in uns. Es ist eine Frage des Wissens und Aufwachens und des Erkennens, was um uns geschieht. Wir sollten nicht länger herumsitzen und alles zulassen, da wir sonst später die katastrophalen Folgen sehen werden. Es wäre nicht länger das Leid Afrikas, Indiens, das der Juden, der Vietnamesen usw., es wäre ein globales Leid. Dabei ist es nur eine Frage des Verstehens und Erkennens, was die Konsequenzen sind, wenn wir zulassen, dass uns das System individuell lenkt. Wir müssen aufhören das Auto auf dem Bild zu sein, das nur ein Werkzeug ist. Wir sind ein Volk mit Verstand und könnten so viel Gutes schaffen in dieser Welt; wir haben Dinge gebaut, von denen man einmal geträumt hatte, wir sind fähig aggressiv zu sein, zu lachen, zu weinen, für etwas zu kämpfen, wir haben Gefühle und können von Gut und Böse unterscheiden und brauchen daher keine Lenkung, die uns lehrt wie man miteinander zu leben hat. Was wir brauchen ist Zusammenhalt und Stärke, Frieden und Gleichheit in dieser Welt.

Stehe in Kontakt mit deinem unterbewussten Verstand und sei kritisch allem um dich herum gegenüber und du wirst viele Leben über Generationen verändern, wie viele andere Menschen zuvor, so dass es dir nun möglich war dies hier zu lesen.

Die weltweite Adoptionsproblematik

Interkulturelle Adoption ist inHeute sah ich in einer Tageszeitung ein Bild Madonnas mit Adoptivsohn, gleich auf der darauffolgenden Seite Angelina Jolie mit ihrem bunten Adoptionspark. Selbst Ricky Martin schreckte nicht vor der Adoption thailandischer Zwillinge zurück. Was soll man davon halten? Kann jeder Kinder von irgendwo auf der Welt adoptieren? Meist ist die Adoption eines Kindes aus einem anderen Land noch viel einfacher als die Adoption eines Kindes im eigenen! Fährt man beispielsweise nach Afrika, China oder Südamerika ist es ein Leichtes. Man sucht sich in seinen Ferien ein geeignetes Adoptivkind aus und legt genügend Geld hin. In Kürze ist man Vater und Mutter. Das ist doch schlichtweg krank. Die lokalen Behörden schauen zu, interessiert es zum Teil nicht mal. Schlimmer jedoch sind die Behörden im eigenen Land, welche die Adoptierung meist nicht weiter betrachten. Fehlen Papiere oder sind die Papiere genügend gut gefälscht wird nicht nachgehakt. Krank oder? Kinder scheinen heute wie früher Waren zu sein. Es wird Zeit, dass insbesondere Stars mit solchen Aktionen aufhören und geächtet werden. Kein Kind aus Afrika sollte eine Mutter aus Beverly Hills haben und seine Identität und Kultur einfach so verlieren – es kann sich ja nicht wehren. Dieser Form der Selbstverwirklichung muss unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden.

Zwar gibt es Amnesty International & Co, die sich gegen diese Art der Adoption wehren, jedoch gibt es beispielsweise in Guatemala, Asien oder Afrika täglich Entführungen von jungen schwangeren Frauen, die bis zur Geburt eingesperrt werden und denen dann sogleich das Kind nach der Empfängnis weg genommen wird. Die Frauen selbst werden dann irgendwo auf der Strasse “entsorgt” und sehen ihr Kind nie wieder. Auf der anderen Seite gibt es die direkten Kindsentführungen, welche sehr organisiert durchgeführt werden. So wird zum Beispiel im voraus bewusst nach passenden Opfern gesucht und schliesslich in einem passenden Moment das Kind im Auto geraubt. Oftmals werden die Kinder schliesslich in Waisenhäusern (oft Alltag beispielsweise in Indien) platziert und von dort aus weitervermittelt. Neue Ausweise und Identitäten sind kein Problem. Suchenden Eltern, meist europäischer oder amerikanischer Abstammung, werden Fotos bzw. Kataloge von den Kindern gezeigt und traurige Geschichten aufgetischt: So seien die Eltern der Kinder tragisch verstorben, das Kind sei alleine auf der Welt und benötige Hilfe. Im Nu sind die Eltern überzeugt. Mit genügend Geld ist jedermann mit von der Partie. Die Vermittler verlangen selbstverständlich horrende Summen für die Suche nach einem passenden Kind, was die künftigen Eltern meist nicht einmal nachdenklich macht. Oder sie ignorieren bewusst den Hintergrund der Adoption .Ein Mekka für Adoptionen ist beispielsweise die bekannte Stadt Antigua in Guatemala. Dort gehört es mittlerweile zum Alltag, dass zwielichtige Adoptionen durchgeführt werden. Jeder fünfte Europäer mit einem indigenen Kind im Arm, hat mit grosser Wahrscheinlichkeit das Kind in Antigua oder aus der Nähe adoptiert. Dies meist völlig schnell und unkompliziert – sofern natürlich das Geld stimmt. Gedanken über mögliche Entführungen der Kinder oder die zurückgebliebenen Eltern macht sich kaum jemand.

Schlimm sind Situationen, in denen unmittelbar nach der Geburt den biologischen Eltern hinterhältigerweise der Kindstod vorgegaukelt wird. Schockierenderweise wird oftmals in öffentlichen Spitälern damit Geld gemacht. Die Eltern erfahren somit niemals die Wahrheit und trauern lebenslang sinnlos dem Tod ihres Kindes hinterher. In anderen Fällen werden Frauen als Geburtsmaschinen verwendet (siehe z.B. Artikel in Bild-Zeitung). Gefangengehalten in fabrikenähnlicher Art und Weise, produzieren vergewaltigte Frauen als Gebärmaschinen laufend neue Kinder. Diese werden schliesslich von Vermittlern zu barem Geld gemacht. Ein solcher Fall ist gerade letzte Woche wieder in den Medien publik gemacht worden. Kaum vorstelbar wieviele unentdeckte Gebärfabriken weltweit existieren.

In einem mittelamerikanischen Dorf wurde vor drei Jahren ein Fall bekannt, in dem ein zweijähriges Indianermädchen auf offener Strasse der Mutter entrissen und in ein Auto gezerrt wurde. Einige Zeit später befasst sich ein Anwalt mit dem Fall und konnte Verstrickungen zwischen dem Militär und den Entführungen aufdecken und nachweisen. Menschenhandel! Jedoch wurde er während seiner Nachforschungen von verschiedenen Seiten bedroht, so dass er seine Tätigkeiten einstellen musste. Kein Wunder, wenn ja selbst die Regierung und das Militär involviert ist. Der Menschenhandel ist eben ein florierendes Top-Geschäft.