Projekte der Ancient Cultures Research Society

Seit der Gründung im Jahre 1990 verfolgt eine Organisation namens “Ancient Cultures Research Society” kurz: ACRS, das Ziel die Erforschung, Erhaltung und Konservierung von kulturellen Gütern zu fördern und den Missbrauch wie u.a. den Handel mit archäologischen Gütern zu verhindern. In den 21 Jahren hat sich mittlerweile bei der ACRS einiges getan. Zunächst als einfacher Verein gegründet, setzte man zunächst eine Zeit darauf, ebenfalls parawissenschaftliche Aspekte zu betrachten. So wurden viele zweifelhafte archäologische Funde in Frage gestellt und entsprechend kommentiert. Danach folgte ab dem Jahr 2000 ein vermehrter Fokus auf kulturanthropologische Aspekte.

Maya Huipiles & andere Forschungsprojekte

Nach vielen Mittel- und Südamerika Reisen der Mitglieder kam man zum Schluss, dass Kulturanthropologie, aber auch die physische Anthropologie in der ACRS stärker berücksichtigt und unter dem Begriff “Anthropology” zusammengefasst werden sollten. Seither bestehen einige langjährige Projekte, wie unter anderem das Forschungsprojekt zu Maya Huipiles aus der Region Guatemala, mit dem sich ein Mitglied seit vielen Jahren beschäftigt. Die Projektleiterin, die ursprünglich selbst aus Guatemala stammt, hat sich seit Jahren für eine umfangreiche Kleidungssammlung von authentischen Maya Gewändern eingesetzt. Das Resultat überzeugt: Aus allen Regionen Guatemalas haben sich Kleidungsstücke angesammelt, darunter einige wirkliche “Originale” wie sie selbst sagt, da sie aus ihrer eigenen Familie stammen. Noch heute werden in Maya Familien Huipiles weitervererbt, damit diese teils wertvollen handgemachten Stücke, in Erinnerung an den verstorbenen Ahnen in Ehre bewahrt werden. Solche Traditionen sind nichts ungewöhnliches, zeigen aber auch, wie sensibel die Thematik ist. So finden es viele Indigene überhaupt nicht angebracht, dass häufig solche Maya Erbstücke auf dem Markt unter anderem an Touristen verkauft werden. Es handle sich dabei um eine reine Profitgier, betont eine moderne Mayafrau. Das Bewahren alter Traditionen stehe über alle dem und es sei sehr wichtig, dass die Ahnen in Ehre gehalten würden. Wir sind modern und leben heute in einer globalisierten Wirtschaftswelt. Gerade deshalb können und dürfen wir unsere Wurzeln nicht verlieren, sondern müssen umso stärker auf diese beharren. In Mexiko zeigt sich ein ähnliches Bild: Heute gilt die Maya Kultur in Mexiko in einigen touristischen Gebieten wieder als anerkannt. Während früher Maya Minderheiten unterdrückt und verfolgt wurden, versucht man heute diese stärker touristisch zu vermarkten – mit Erfolg. Viele Mayas stehen jedoch auch diesen Neuerungen kritisch gegenüber. Doch viele wissen sich zu helfen und haben bereits seit Jahren die moderne Huipiles Produktion auf Vordermann gebracht. Es werden nun nicht mehr traditionelle Kleidungen verkauft, sondern eine neue Art von “modernisierter Mayakleidung”, die von den authentischen Kleidern aus vergangenen Jahren abweicht und vielmals auch maschinell hergestellt wird. Als Expertin weiss jedoch die ACRS Projektleiterin Originale von solchen “modernen Imitationen” gut zu unterscheiden. Die Touristen hingegen kaufen die Kleider auf dem Markt wie bisher und haben den Eindruck ein echtes Huipile Original zu besitzen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnte die vermehrte maschinelle Produktion von Maya Kleidung auch auf den Kleidungsstil der Indigenen auswirken. Doch dafür sei die Rückbesinnung auf alte Wurzeln erneut zu stark geworden, meint die Forschungsleiterin. Viele schätzen und erkennen wieder den Wert der Huipiles, auf denen selbst jedes kleinste Symbol eine spirituell und rituelle Bedeutung hat.

Mehr zur ACRS – Ancient Cultures Research Society finden Sie hier:
http://www.acr-society.org

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