Monthly Archives: February 2009

Die weltweite Adoptionsproblematik

Interkulturelle Adoption ist inHeute sah ich in einer Tageszeitung ein Bild Madonnas mit Adoptivsohn, gleich auf der darauffolgenden Seite Angelina Jolie mit ihrem bunten Adoptionspark. Selbst Ricky Martin schreckte nicht vor der Adoption thailandischer Zwillinge zurück. Was soll man davon halten? Kann jeder Kinder von irgendwo auf der Welt adoptieren? Meist ist die Adoption eines Kindes aus einem anderen Land noch viel einfacher als die Adoption eines Kindes im eigenen! Fährt man beispielsweise nach Afrika, China oder Südamerika ist es ein Leichtes. Man sucht sich in seinen Ferien ein geeignetes Adoptivkind aus und legt genügend Geld hin. In Kürze ist man Vater und Mutter. Das ist doch schlichtweg krank. Die lokalen Behörden schauen zu, interessiert es zum Teil nicht mal. Schlimmer jedoch sind die Behörden im eigenen Land, welche die Adoptierung meist nicht weiter betrachten. Fehlen Papiere oder sind die Papiere genügend gut gefälscht wird nicht nachgehakt. Krank oder? Kinder scheinen heute wie früher Waren zu sein. Es wird Zeit, dass insbesondere Stars mit solchen Aktionen aufhören und geächtet werden. Kein Kind aus Afrika sollte eine Mutter aus Beverly Hills haben und seine Identität und Kultur einfach so verlieren – es kann sich ja nicht wehren. Dieser Form der Selbstverwirklichung muss unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden.

Zwar gibt es Amnesty International & Co, die sich gegen diese Art der Adoption wehren, jedoch gibt es beispielsweise in Guatemala, Asien oder Afrika täglich Entführungen von jungen schwangeren Frauen, die bis zur Geburt eingesperrt werden und denen dann sogleich das Kind nach der Empfängnis weg genommen wird. Die Frauen selbst werden dann irgendwo auf der Strasse “entsorgt” und sehen ihr Kind nie wieder. Auf der anderen Seite gibt es die direkten Kindsentführungen, welche sehr organisiert durchgeführt werden. So wird zum Beispiel im voraus bewusst nach passenden Opfern gesucht und schliesslich in einem passenden Moment das Kind im Auto geraubt. Oftmals werden die Kinder schliesslich in Waisenhäusern (oft Alltag beispielsweise in Indien) platziert und von dort aus weitervermittelt. Neue Ausweise und Identitäten sind kein Problem. Suchenden Eltern, meist europäischer oder amerikanischer Abstammung, werden Fotos bzw. Kataloge von den Kindern gezeigt und traurige Geschichten aufgetischt: So seien die Eltern der Kinder tragisch verstorben, das Kind sei alleine auf der Welt und benötige Hilfe. Im Nu sind die Eltern überzeugt. Mit genügend Geld ist jedermann mit von der Partie. Die Vermittler verlangen selbstverständlich horrende Summen für die Suche nach einem passenden Kind, was die künftigen Eltern meist nicht einmal nachdenklich macht. Oder sie ignorieren bewusst den Hintergrund der Adoption .Ein Mekka für Adoptionen ist beispielsweise die bekannte Stadt Antigua in Guatemala. Dort gehört es mittlerweile zum Alltag, dass zwielichtige Adoptionen durchgeführt werden. Jeder fünfte Europäer mit einem indigenen Kind im Arm, hat mit grosser Wahrscheinlichkeit das Kind in Antigua oder aus der Nähe adoptiert. Dies meist völlig schnell und unkompliziert – sofern natürlich das Geld stimmt. Gedanken über mögliche Entführungen der Kinder oder die zurückgebliebenen Eltern macht sich kaum jemand.

Schlimm sind Situationen, in denen unmittelbar nach der Geburt den biologischen Eltern hinterhältigerweise der Kindstod vorgegaukelt wird. Schockierenderweise wird oftmals in öffentlichen Spitälern damit Geld gemacht. Die Eltern erfahren somit niemals die Wahrheit und trauern lebenslang sinnlos dem Tod ihres Kindes hinterher. In anderen Fällen werden Frauen als Geburtsmaschinen verwendet (siehe z.B. Artikel in Bild-Zeitung). Gefangengehalten in fabrikenähnlicher Art und Weise, produzieren vergewaltigte Frauen als Gebärmaschinen laufend neue Kinder. Diese werden schliesslich von Vermittlern zu barem Geld gemacht. Ein solcher Fall ist gerade letzte Woche wieder in den Medien publik gemacht worden. Kaum vorstelbar wieviele unentdeckte Gebärfabriken weltweit existieren.

In einem mittelamerikanischen Dorf wurde vor drei Jahren ein Fall bekannt, in dem ein zweijähriges Indianermädchen auf offener Strasse der Mutter entrissen und in ein Auto gezerrt wurde. Einige Zeit später befasst sich ein Anwalt mit dem Fall und konnte Verstrickungen zwischen dem Militär und den Entführungen aufdecken und nachweisen. Menschenhandel! Jedoch wurde er während seiner Nachforschungen von verschiedenen Seiten bedroht, so dass er seine Tätigkeiten einstellen musste. Kein Wunder, wenn ja selbst die Regierung und das Militär involviert ist. Der Menschenhandel ist eben ein florierendes Top-Geschäft.

Kan – Maya-Tag der Schlange

SchlangeDas Maya-Symbol der Schlange bzw. der sogenannte “Kan”-Tag steht für Frieden, die Wahrheit und die Gerechtigkeit, sowie Manifestationen des Herzens, des Himmels und des Herzes der Erde. Menschen, die im Zeichen von Kan geboren sind, üben oft Tätigkeiten aus, die die Gerechtigkeit, die Förderung des Respekts, die Gleichheit, die eigene Ausgeglichenheit im Leben, die spirituelle und physische Gesundheit, Familie und Gemeinschaft fördern. Es ist ein guter Tag, um Missgunst und Neid abzulegen.

Geborene im Zeichen von Kan, wurden am Tag des NO’J gezeugt. Sie sind friedensliebend und haben einen guten Sinn für Gerechtigkeit, sind intelligent, sind ausgezeichnete Wissenschaftler, sind bekannt dafür gute Politiker und Führer zu sein, sowie Physiker und Astronomen. Kan-Menschen neigen dazu sich rasch zu ärgern, sind manchmal zu gefühlsmässig, Tratschen gerne und können nachtragend sein.

Kan steht weiter für: das Symbol der gefiederten Schlange, die Reife, der Mais, die Farbe Gelb, den Respekt, die Peitsche der Welt, den Wächter der Wälder, das Messband

Sind wir eine fortschrittliche Kultur?

FortschrittUnsere Kultur ist grossartig. All unser Schaffen bringt nur Positives für unsere Welt. Wir setzen unser Wissen weise ein. Wir tragen dazu bei, dass wir glücklich leben können und helfen uns gegenseitig bei unseren täglichen Problemen. Unser soziales Verhalten ist beispielhaft und unser gemeinschaftliches Denken bringt uns weiter. Familien haben bei uns eine enorm grosse Bedeutung und der Zusammenhalt in diesen bildet sich von selbst. Jeder hilft jedem.

Ein schönes Szenario nicht wahr? Leider kann man so ziemlich keinen dieser Punkte auf unsere heutige Gesellschaft anwenden. Betrachtet man unser soziales Verhalten, so muss man sich fragen, ob wir uns überhaupt noch eine fortschrittliche Kultur nennen dürfen: Verantwortungslose Produktion von Müll, Tierquälerei, überall soziale Spannungen und Kriege auf der Welt und alle schauen zu, sinnlose Ablenkung durch das Unterhaltungsgeschäft, Nahrung im Überfluss und gleichzeitig Millionen hungernder Menschen. Medikamente im Überschuss und gleichzeitig Millionen Kranker. Abertausende von Selbstmorden in den “hochzivilisierten” Ländern, darunter auch mein Land, die Schweiz. Ich male bewusst ein stark pessimisstisches Bild, aber bin ich so weit daneben?

Fortschritt was ist das eigentlich? Technologisch gesehen mögen wir in Teilbereichen sehr grosse Fortschritte erzielt haben. Wisschaftlich ist der Fortschritt aus meiner Sicht jedoch bereits aufgrund von fehlender Ethik am Ausarten (Beispiel unkontrollierte Klonversuche, quälende Tierversuche). Wie siehts im Bereich des sozialen Fortschritts aus? Vergleicht man unsere Kultur mit einem relativ unberührten indigenen Volk (von denen es kaum noch welche gibt!), so verlieren wir im Sozialen haushoch. Wo Familien zueinander halten sind bei uns Zerissenheit in Verwandschaften, fehlende Elternteile und depressive Jugendliche ganz normaler Alltag.

Am liebsten würde ich den wirtschaftlichen Fortschritt weglassen, denn zu tragisch ist es über diesen zu schreiben. Aufgrund von Habgier und Machthunger vieler Politiker, Banker und CEOs steuert unsere Kultur auf einen neuen Supergau zu. Verantwortungslosigkeit hat dazu geführt, dass sich niemand um das Gemeinwohl kümmert und das Ego über alles gestellt wurde. Heute existierende moderne wirtschaftlich-theoretischen Konzepte beinhalten stets die Mitberücksichtung von Faktoren wie Umwelt, Gemeinschaft, soziale Bereiche usw. bis hin zum Mensch als wichtigste Arbeitskraft und zeigen auf, dass diese Faktoren entscheidend sind für das ganze System. Jedoch hat die Praxis gezeigt, dass beispielsweise weder die Umwelt, noch der Mensch als Arbeitskraft in unserer wirtschaftlich-denkenden Welt gross respektiert wird. In Ländern wie der Schweiz mögen diese Verhältnisse besser sein als in anderen Ländern. Betrachten wir beispielsweise China, so stellen wir Schockierendes fest: China ist eine neue Weltmacht, ein enormer Wirtschaftsfaktor, gilt als fortschrittlich, setzt kaum bis keine Umweltkonzepte konkret um, man denke an die Olympischen Spiele und die Probleme mit der Luftverpestung zurück. Wohlbemerkt: Es geht da nicht um eine “andere Umwelt” sondern, die eigene Umwelt, die eigene chinesische Luft, den eigenen Wohlstand und es scheint diesbezüglich noch immer kein Alarm zu läuten in China. Zudem wird in China der Mensch mit seiner Arbeitsleistung oft ausgebeutet. Dies aufgrund der endlos zur Verfügung stehenden Menschenzahl, im Sinne von “jeder ist doch ersetzbar!”

Da kann sich jeder selbst Fragen, ob die industriell hochentwickelten Länder oder eine kleine Gruppe indigener Menschen, die einfach lebt aber glücklich list, fortschrittlicher ist. Ich für meinen Teil kenne die Antwort für mich schon längst.